Mittwoch, 13. April 2011

Rezension (23) Portal des Vergessens






Stephan R. Bellem
Portal des Vergessens
Broschiert: 284 Seiten
Verlag: Otherworld Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783800095339
ISBN-13: 978-3800095339
EUR: 14,95 

Ein Leben in zwei verschiedenen Welten
Text (Otherworld)
Vryn träumt davon, endlich dreizehn zu werden, ansonsten hat er sich über sein Leben noch nicht viele Gedanken gemacht. Sein Bruder Vorlokk hingegen möchte ein großer Krieger werden, doch als Erstgeborener muss er den Hof seines Vaters übernehmen. Als die Brüder erfahren, dass einer von ihnen der prophezeite König von Melaras ist, stellt das ihr Leben auf den Kopf. Der Geschichtsstudent Peter hat wiederkehrende Albträume voller Blut, Verrat und Mord. Über diese Träume spricht er nur mit seiner Psychologin. Was er nicht ahnt, ist, dass die Träume ihn auf den größten Kampf seines Lebens vorbereiten - und eine tödliche Verbindung zu dem Bruderzwist in Melaras haben.

Statement:
Am Anfang der Geschichte macht uns der Autor mit den beiden Brüdern Vryn und Vorlokk bekannt. Es beginnt mit dem Ende eines Kampfes zwischen den beiden und der Beginn der Erzählung von Peter. Der junge Geschichtstudent, in der heutigen Zeit lebend, modern aber doch wiederum nicht so modern, bevorzugt ein einfaches Leben ohne diesen ganzen modischen Technikkram. Doch so ganz ohne kann auch er nicht. Sei es das Handy oder das Fernsehen, diese zu besitzen waren für ihn unvermeidbar. Wieder und wieder wird er von ein und demselben Traum heimgesucht, der ihn schweißgebadet nachts aus dem Schlaf treibt. Seit einem Autounfall vor etlichen Jahren, bei dem er seine Eltern verlor, fehlt Peter jegliche Erinnerung an sein vorheriges Leben. Materielle Sorgen hat er keine, denn die Eltern haben ihm ein gutes finanzielles Polster hinterlassen. Doch an sein ganzes Leben vor dem Unfall kann er sich nicht mehr erinnern. Er vertraut sich seiner Therapeutin, Frau Dr. Wünschler an und erzählt ihr von diesem immer wiederkehrenden Traum. Auch offenbart er ihr, dass er das Gefühl habe, er wäre der Vryn. Diese "Person" sei ihm so vertraut.
Langsam, Step by Step, beginnt der Autor den Leser in seine Handlung mitzunehmen. Nicht zu hastig, nicht zu kurz, aber doch fesselnd beginnt er eine fantastische Geschichte. Das Buch hat 284 Seiten und ich habe es an einem Schlechtwetter-Wochenende gelesen. In seinen Träumen erlebt sich Peter in der mittelalterlichen, fantastischen Welt. Er wächst zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Vorlokk bei seinem alleinstehenden Vater, einem ehemaligen Krieger,  auf. Die Mutter war vor Jahren verstorben. Vorlokk steht es als Erstgeborenem zu, den Hof zu übernehmen, doch ihn drängt es hinaus. Er möchte Krieger werden. Vier Tage bevor Vryn zum Mann erklärt wird, kommen fremde Krieger auf den Hof. Sie verlangen vom Vater, das was die Tradition vorschreibt. Die Brüder sind verwirrt und müssen gegeneinander kämpfen. Schon vor dem Kampf ist sicher, wer gewinnt. Vorlokk geht mit den Kriegern fort. Das nunmehr veranlaßt den Vater, seinen Jungen Vryn selbst zum Krieger auszubilden. Schonungslos treibt er ihn an seine körperlichen Grenzen. So wie der Autor allein diese Aufgabe beschreibt, der Leser jeden Schritt miterleben kann, zieht es sich fast durch die gesamte Handlung. Nicht immer passend, manchmal etwas zu brutal, dann wieder in den normalen Schreibstil zurückfallend, doch nicht langweilig.
Nach einigen Jahren macht sich Vryn auf die Suche nach seinem Bruder. Vorlokk hatte sich Rhulfer angeschlossen und dieser strebte nach dern absoluten Macht. Mit dem Hauptprotagonisten Peter/Vryn hat der Autor eine angenehme Figur geschaffen. Man könnte fast meinen, er wohnt gleich nebenan  Welche Rolle seine Therapeutin, Frau Dr. Wünschler, in dem ganzen spielt, kann hier nicht so offen geschrieben werden. Es würde doch etliches verraten. Als Peters Träume immer heftiger werden und er anscheinend die Balance zwischen Realität und der anderen Welt zu verlieren droht, verordnet sie ihm starke Tabletten. Doch, man kann es sich schon denken, Peter setzt die Tabletten ab. Umhüllt von einem Schleier der Fantasie, der Magie war es eine angenehme Lesereise für mich.
Im Laufe meiner vergangenen Jahre, die immer von Büchern begleitet waren, gehörte dieses Buch zu denjenigen, die mir durch ihren guten Schreibstil, aber auch ungewöhnlichen, aufgefallen sind.

Fakt
Stephan R. Bellem, der Name war mir nicht unbekannt, aber leider hatte ich bis jetzt noch kein Buch von ihm gelesen.
Das Cover und der Titel "Portal des Vergessens" lassen erahnen, auf welche Reise der Leser sich begibt. Mystik, Fantasie, andere Welten, Geheimnisse, entsprungen den Gedanken des Autors, eingepackt in einer guten Geschichte, die keine Langeweile aufkommen läßt. Leider war das Buch doch ziemlich schnell zu Ende, schade eigentlich, es hätte vielleicht noch ein paar Seiten mehr sein können.

Ich vergebe 5/6 Bucheulen

Kommentare :

  1. Das Buch kommt bei mir auch bald dran und da du es so gut bewertet hast, hoffe ich nun das Beste ^^

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  2. Das Buch war wirklich super. Wenn du wüßtest, wie schnell ich es gelesen habe :-) Danke für deinen Kommentar
    LG HANNE

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