Samstag, 16. April 2011

Rezension (26) Der Ritter



Der Ritter
Ralph Keim
Sutton Verlag
336 Seiten
Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-082-3
Erstveröffentlichung 28.11.2006
Unveränderte Ausgabe 01.06.2010
€ 12,90
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text:
Pfingsten 1184: Von seiner Burg bei Trechtingshausen am Mittelrhein zieht der junge Ritter Wolfram von Rheinbod nach Mainz, wo Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Maaraue seinen Hoftag abhält. Das glanzvolle Ritterfest wird zu einem schicksalhaften Ereignis für Wolfram: Er rettet das Leben von König Heinrich, einem der Söhne Barbarossas. Zum Dank nimmt der Stauferkaiser den jungen Ritter in sein Gefolge auf.
Wolfram von Rheinbod führt fortan das abenteuerliche Leben eines kaiserlichen Ritters. Er nimmt an Barbarossas Kreuzzug teil und erlebt in Rom die Kaiserkrönung Heinrichs VI. Er wird Augenzeuge der Geburt Friedrichs von Hohenstaufen, der als der schillerndste Stauferkaiser in die Geschichte eingehen wird. Während der turbulenten Jahre des Thronstreits mit den Welfen ist Wolfram ebenso an der Seite Friedrichs II. wie auf dessen Zügen durch Deutschland und Italien. Als Friedrich II. 1235 in Mainz Hoftag hält, ist Wolfram von Rheinbod ebenfalls dabei.
Statement:
Auf über 300 Seiten erlebt der Leser eine spannende, aufschlussreiche Reise in die Geschichtswelt. Der Autor Ralph Keim hat mit diesem Buch eine gelungene Mischung historischem Hintergrund und anschauendes Geschichtslehrmaterial geschrieben. Ich fühlte mich beim Lesen etwas zurückversetzt in meine Schulzeit und erinnerte mich an die trocken gehaltene Unterrichtsweise. Umso mehr habe ich das Buch genossen. Vielleicht liegt es auch daran, dass seit der Schulzeit etliche Jahre ins Land gegangen sind, das Lesen historischer Romane unter anderem mit zu meinen Favoriten gehört.
Der Autor schreibt in „Der Ritter“ vom Leben des Wolfgang von Rheinbod, in der Zeit Kaiser Friedrich Barbarossa bis hin seinem Tod im Jahre 1235 unter dem Kaiser Friedrich II.
Ritter Wolfram von Rheinbrod diente unter drei Kaisern. Staufenkaiser Friedrich selbst schloss dem toten Ritter die Augen (S. 329). Das Geschlecht der Staufer selbst erlischt im Jahre 1268.
Mit dem guten Erzählstil bringt der Autor, dank seiner Recherchen, eine Geschichte zu Papier, die lesenswert, empfehlenswert ist.
Als der junge Ritter Wolfram 1184 mit seinem Mentor, Gunther von Katzenelnbogen, an einem Ritterturnier teilnimmt, rettet er das Leben von Heinrich, einem der Söhne von Kaiser Friedrich Barbarossa. Vor Tagen war er mit Gunther auf die Reise gegangen. Dieser hoffte, dass sein Schützling Wolfram dieses Turnier zu einem Mann reifen ließe. Durch seine Tat wird Wolfram in das Gefolge des Kaisers aufgenommen. Viele geschichtlich niedergeschriebene Ereignisse durchlaufen sein Leben. Erwähnt seien hier der Kreuzzug Barbarossa und die Kaiserkrönung Heinrich VI. in Rom. Sicher sind einige geschichtliche Unklarheiten durch die Interpretation des Autors ersetzt, aber das nahm der Handlung nicht die Spannung.
Fazit:
Das Cover hätte ich mir etwas anspruchsvoller vorgestellt. Obwohl der Hintergrund, die Idee mit dem zur Ehrerbietung Ritter und dem Pferd sicher zu den Vorstellungen aus Geschichtsbüchern passt, es fehlte mir ein bisschen der Hingucker. Mit dem Inhalt und seiner Kunst, im Erzählstil aus der Sichtweise, des Lebens, von Wolfram von Rheinbod den Leser in die mittelalterliche Geschichte, dem Leben der Stauferkaiser zu führen, ist Ralph Keim mit „Der Ritter“ klassisch gut gelungen. Für mich war es das erste Buch von Ralph Keim. Überlegenswert auf jeden Fall, seine beiden vorherigen zu lesen. Alles in allem: Für den Leser, der historische Romane, vor allem mit geschichtlichem Hintergrund mag, empfehlenswert! Denn: Wer erinnert sich nicht an Kaiser Barbarossa?!

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen

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