Sonntag, 17. April 2011

Rezension (30) Nixenmagier



Nixenmagier
Helen Dunmore
Übersetzer: Knut Krüger
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: cbj
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783570400371
ISBN-13: 978-3570400371
€ 7,99

Mein Dank an den Verlag cbj (Fantasy)für die Bereitstellung der gesamten Trilogie.

»Das Wasser flüstert mir etwas zu. Seine Stimme hebt und senkt sich wie das ewige Auf und Ab der Gezeiten. Ich will dieser Stimme folgen. Ich will auf das Meer hinaus und dem Land den Rücken kehren …«
Eigentlich wollte Sapphy sich vom Meer und ihrem Freund Faro, dem jungen Wassermagier, fernhalten, da ruft dessen Lehrmeister Saldowr sie zu sich: Der Gezeitenknoten - ein magischer Stein in der Tiefe des Meeres, der die Gezeiten lenkt - ist dabei, sich aufzulösen. Einzig Sapphy, halb Mensch, halb Nixe, vermag ihn wieder zusammenzusetzen und zu verhindern, dass eine riesige Flutwelle die Küste zerstört. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Statement:
„Vergiss deine Atmung. Die Luft ist eine andere Welt und hat hier keine Bedeutung. Konzentriere dich ganz auf die Gegenwart. Denk an Indigo. Hier. Jetzt.“
(S. 11)
Indigo, die wahre Bezeichnung für das Wasser, das Meer, die Unterwasserwelt; Sapphy, halb Mensch, halb Nixe, vermag es nicht, sich dem zu entziehen. Das erste Buch endete mit einem Teaser, und gut, dass das zweite Buch gleich zur Hand war. Auch hier hat die Autorin wieder in warmen, weichen Schreibstil gearbeitet. Es zeigt sich die Handschrift einer exzellenten Schriftstellerin.
Mit dem Wissen um das Mer-Blut, welches Sapphy und ihr Bruder von ihren Vorfahren geerbt haben, erklärt Granny Carne dem jungen Mädchen, dass es bei ihr weit ausgeprägter vorhanden sei, während ihr Bruder Connor täglich dagegen ankämpfen würde. Er will kein Mer sein. Sapphys Vater war auch ein Mer, aber letztendlich hatte er es zum Schluss zugelassen, dass er endgültig in die Unterwasserwelt ging. Mir hat z. B. sehr gut gefallen, wie die Autorin Gefühle in Worte fasst und an den Leser weiter gibt. Als kleines Beispiel sei nur angeführt das Nichtverstehen von Faro, was sind Tränen und welche Bedeutung haben sie. Die Worte berühren das Herz. Sapphys Mutter beschließt mit der Familie den vertrauten Ort, ihre Heimat zu verlassen. Die Erinnerungen an den verschollenen Ehemann, den Vater ihrer Kinder, lässt die Familie nicht zur Ruhe kommen. So ziehen sie in die Stadt St. Pirans. Vor siebzehn Monaten geschah das Unglück, als der Vater in der unglückseligen Nacht verschwand. Sapphy fühlt sich nicht wohl in St. Pirans und so zieht es sie zurück in ihr altes Haus, dort wo die Familie vollzählig am glücklichsten war. Ihr Bruder Connor und sie hatten geschworen, alles zu unternehmen, um den Vater zu finden.
Während es langsam auf den Herbst zugeht, hört Sapphy wieder und wieder das Rufen des Meeres. Ihre Mutter ist noch immer Ahnungslos von ihrem Doppelleben, aber Roger, der Freund der Mutter, und gleichzeitig auch noch Taucher, hat so seine Vermutung. Eines Nachts folgt Sapphy der Stimme des Meeres, ihres Vaters. Er kommt nicht mehr zurück an Land, doch er will sie warnen. Nur sie, Sapphy, kann Schlimmes verhindern. Der magische Stein, der Gezeitenknoten, beginnt sich aufzulösen. Ein Orkan zieht auf und es droht eine Riesenflutwelle auf St. Pirans zuzurollen.
Connor und Sapphy weihen schließlich Roger in ihr Geheimnis ein und sie erzählt ihm vertrauensvoll, dass der Gezeitenknoten sich aufgelöst habe. Roger unternimmt alles, um den Ort vor dem Schlimmsten zu bewahren. Sapphy hingegen bleibt bei ihrer kranken Mutter zurück. Im schlimmsten Moment, als das Wasser im Haus immer höher steigt, taucht Faro auf.
Mit der Fortsetzung dieser magischen Trilogie nimmt Helen Dunmore den Leser mit, lässt ihn eintauchen in die Fantasiewelt, auf eine Reise, die nicht enden möge.
Mit den uns bekannten Hauptprotagonisten leidet der Leser, dann aber wieder genießt er jeden Augenblick, jeden Absatz, jedes Kapitel. Ohne dass es hier jetzt als hochgespielte Euphorie klingen mag, aber dieses Buch fesselt und man möchte ungestört ohne jede weitere Unterbrechung bis zum Ende lesen – wohl wissend, dass es noch einen dritten Band gibt.
Fazit:
Das Cover ist wie schon zuvor beim ersten Buch ein Hingucker. Doch hier zeigt es noch mehr Sinnlichkeit. Für den Leser, der bereit ist, sich auf eine andere Art Abenteuer der Fantasie einzulassen, dem sei „Nixenmagier“ ans Herz gelegt. Doch auch hier hat das Ganze wieder einen Hintergrund, nicht nur, dass wir im Leben mit einem Tsunami, einer Jahrhundertwelle, konfrontiert werden können, nein, es geht um mehr. Auch im Leben müssen Entscheidungen getroffen werden und man kann sich nicht immer der Verantwortung entziehen.
 Das empfohlene Lesealter 12 - 13 Jahre halte ich für absolut angemessen. 

Ich gebe diesem Jugendbuch 6 Bucheulen

Kommentare :

  1. Eine sehr schöne Rezension hast du geschrieben. Ich glaube die Reihe wäre was für meine Tochter (12)
    Dein Blog gefällt mir auch sehr und ich komme jetzt bestimmt öfter vorbei um bei dir zu stöbern.

    Liebe Grüße von Anny

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  2. Hi Anny-Libelle :-), vielen Dank für deinen Kommentar. Ja die Trilogie ist wirklich klasse. Vielleicht liest du sie auch. Ich habe das dritte Buch ja auch schon durch, bloß die Rezi noch nicht fertig geschrieben. Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Norden
    HANNE

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  3. Das mit den Regalen ist auch nur so lange so, so lange ich noch Platz habe für meine Bücher. Irgendwann muss ich die bestimmt auch übereinander stapeln und so. ;) Aber eine Reihe ist echt toll, hatte ich noch nie. Ein Regal im Schlafzimmer ist aber immernoch nicht einreihig *seufz* da stehen noch mehr Kinderbücher drin ;) Liebe Grüße Caro

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