Montag, 2. Mai 2011

Rezension (34) Der Duft von Bittermandel



Dagmar Fohl
Der Duft von Bittermandel
Broschiert: 375 Seiten
Verlag: Gmeiner
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839211409
ISBN-13: 978-3839211403
€ 12,90

Der Koch des Königs
Frankreich im 16. Jahrhundert. Oberküchenmeister Bertrand de Baladoux, Koch des französischen Königs, legt sein Geständnis ab. Er hat Kanzler Antoine Duprat und König Franz I., der sich im Krieg mit dem deutschen Kaiser Karl V.  befindet, vergiftet. Aber warum? Was hat den gutmütigen Menschen zu einer solchen Tat getrieben?
Die Antwort gibt das Tagebuch der Königin, das sie nach ihrem frühen Tod dem Hofnarren Paltoquet hat zukommen lassen …

Statement:
Mit den Worten auf S. 8 … „Ich habe Papier und Feder bereitgelegt, um meine Geschichte aufzuschreiben….“ Beginnt der historische Roman „Der Duft von Bittermandel.“
Ich ergänze und schreibe dazu: Ich habe den Faden der Geschichte aufgenommen und war gefangen vom Anfang bis zum Ende. Exzellent recherchiert präsentiert die Autorin Dagmar Fohl einen Roman, der den Leser in die Zeit der Renaissance führt und auf eine besondere Art in die Töpfe der damaligen Küche, Köche, der Leidenschaft des Kochens aufzeigt. Aber nicht nur diese Seite wird gezeigt. Da gibt es die Intrigen, die politischen Spielchen, das Leben des Jahrhunderts, umfassend, sehr reichhaltig und detailliert geschildert. Beginnend mit der Geschichte des Oberküchenmeisters, dessen Leben sich durch den Tod von König Louis im Jahre 1514 ändert. Ein neuer König kommt und mit ihm die Überheblichkeit, Gehässigkeit und vieles andere mehr. Die hauptsächlichen Charakteren der Handlung sind gut beschrieben und der Einblick in diese historische Zeit glaubwürdig niedergeschrieben.
Um die teilweise Schwere der Handlung zu entflechten, bedient sich die Autorin wechselnder Ausführungen.
Königin Claude, verheiratet mit einem Mann, der sie nicht liebt, sondern nur als Gebärmaschine/Mutter für die königlichen Kinder sieht, findet in dem Hofnarren einen Vertrauten. Dieser wiederum steht in Freundschaft mit dem Oberküchenmeister. Durch das Tagebuch der Königin, welches sie nach ihrem Tod dem Hofnarren zukommen lässt, werden die intimsten Gedanken offenbart. Trotz all der düsteren Seiten einzelner Personen lässt sich das Buch gut lesen. Hilfreich der Anfang: Zeittafel, Familien der Herrscher, Glossar und den Literaturangaben.
Fazit:
Ein gelungener historischer Roman, allerdings keine leichte Lektüre. Doch für Liebhaber dieses Genre sehr empfehlenswert.
„Kleine, wilde Nachtigall im Unterholz
Lehre mich, deine Sprache zu sprechen.
Lehre mich, zu lieben.“ …
(S. 61)

Ich vergebe 5 Bucheulen


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