Mittwoch, 15. Juni 2011

Rezension (53) Die Seele der Elben


Susanne Gerdom
Die Seele der Elben

Taschenbuch
Februar 2011
Seiten: 496
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783492701471
ISBN-13: 978-3492701471

EUR 9,95

Klappentext lt. Verlag
Für den jungen Halbelben Lluis halten die Mark Raakus und ihre Residenz viele Verlockungen bereit. Besonders die Elbin Chaantrea bezaubert ihn mit ihrem Charme. Doch sie verfolgt ganz andere Ziele als Lluis. Chaantrea ist eine Seelentrinkerin und giert nach der Seele anderer Lebewesen. Nur so kann sie ihre Jugend und Schönheit bewahren. Bis Lluis ihr wahres Wesen erkennt, ist er der skrupellosen Elbin bereits verfallen. Seine Freunde, allen voran der Zwergenmagier Trurre Silberzunge, setzen alles daran, Lluis zu befreien. Doch sie müssen sich beeilen, denn Lluis sitzt im Schloss der Elbin fest. Und die bereitet ein Ritual vor, bei dem der Halbelbe als Blutopfer dienen sol. Werden die Gefährten rechtzeitig eintreffen?
Statement:
„Die Seele der Elben“, ein gelungener Fantasieroman, die den Leser in das Reich der Elben, Zwerge, und auch der Menschen führt. Lluigolf, auch Lluis genannt, ist der eigentliche Protagonist des Buches. Er entstammt  einer Beziehung seiner menschlichen Mutter und einem Elben. Seine Stiefgeschwister und sein Stiefvater machen ihm das Leben nicht gerade leicht in der Menschensiedlung Weidenheim. Doch auch in dem Gebiet rund um den Ort leben Elben.
Mit dem für mich ersten gelesenen Roman der Autorin wurde ich angenehm überrascht. Zum einen hat mich die Handlung überzeugt, der von Anfang an gewählte ruhige Ton, Schreibstil, zieht sich bis zum Ende durch. Bis auf einige Unterbrechungen, Stellen, die nicht in Seitenweisen Kampfszenen ausarten, fühlt man sich wohl und kann den Stoff genießen. Egal, ob es die spannungsvollen Szenen oder auch gar manches Mal unheimlich, Susanne Gerdom hat fast immer im entscheidenden Moment in der Handlung den richtigen Wendepunkt gefunden. „Die Seele der Elben“ ist kein Buch mal für eben zwischendurch, um eventuelle Langeweile zu überbrücken. Nein, auf keinen Fall!
Denn schon von den ersten Seiten an wird der Leser neugierig und ist mitten drin in der Handlung. Aufhören mal zwischendurch, schwierig!
Lluigolf ist verliebt in die Waldelbin Siiran, mit der er sich heimlich trifft, da ihre Eltern gegen eine Verbindung der beiden sind.
Als Siiran auf mysteriöse Weise stirbt, erfährt er durch ihre Schwester Laran, dass dies durch einen Fluch geschah. „Seelentrinker“, dieses Wort ist das einzige, was sie Lluis verrät. Nun hält ihn nichts mehr in seinem Heimatort und er begibt sich auf die Reise in die Residenz, so wie ihm das schon seine Mutter Rialinn ans Herz gelegt hatte.
Auf seinem Weg trifft er auf Blida, eine Bäuerin, die nach Raakus zum Markt will und ihre Waren zu verkaufen. Blida hat auf ihrem Karren Trurre Silberzunge, den Zwerg. Zu diesem neuen Freund kommen noch einige andere dazu, so auch der Schreiber Tijan.
Vanandel, die Prinzessin der Mark, Tochter des Markgrafen, rebelliert gegen ihren Vater, denn sie soll eine Ehe eingehen, die sie nicht wünscht. Sie hat nur noch eines im Sinn: Raus aus diesem Schloss. So oft es irgendwie geht, schleicht sie sich, verkleidet, hinunter vom Schloss in die Stadt.
Lluis lernt Hadmut kennen, denn inzwischen ist er in der Zunft der Diebe eingetreten.
Der Markgraf ist ein Sammler von den verschiedensten Lebewesen, und so braucht es nicht lange, da steht Lluigolf in seinen Diensten. Auf einer der vielen Festivitäten lernt er Chaantrea kennen, und verfällt dieser schönen, geheimnisvollen Goldelbin. Chaantrea aber bewahrt ein düsteres Geheimnis, welches für den Halbelben Lluigolf fast zum Verhängnis wird. Um ihren Traum der ewigen Jugend zu erreichen, „trinkt“ sie die Seelen der Elben, d. h. sie ernährt sich davon. Doch was auch immer sie unternimmt, Lluis erweist sich als sehr widerstandsfähig.
Man kann es an sich schon erahnen, dass die beiden Geschichten, auf der einen Seite Lluigolf und auf der anderen Vanandel, die Prinzessin der Mark, sich verbinden und in einer einzigen Handlung weiterführen.
Besonders hervorzuheben sind die teils etwas anderen Charakteren und Ideen, die von der Autorin Susanne Gerdom hier in „Die Seele der Elben“ ein neues Zuhause gefunden haben.
Fazit:
„Die Seele der Elben“ ist ein empfehlenswerter Lesegenuss, überzeugender Schreibstil der Autorin, eine Handlung die in ein besonderes Fantasieabenteuer entführt.
Durch ihre eindeutige Schreibart entstehen klare Bilder vor des Lesers Augen. Und wie auch schon von anderen Autoren bekannt, spielt das Thema Freundschaft eine ganz eigene, besondere Rolle in dem Buch.
Zuletzt sei noch das wirklich besondere Cover mit seinem Farbspiel der Blautöne und der mystisch wirkenden Frau, dessen Gesamtantlitz dem Leser verwehrt wird, erwähnt. Nicht, dass das unvollständige Gesicht ein Kritikpunkt sei, ganz im Gegenteil, es zeichnet den Ideengeber für die Gestaltung des Covers aus!

Ich vergebe 5 Bucheulen

Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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