Mittwoch, 22. Juni 2011

Rezension (56) Mondfrau


Claudia Liath
Mondfrau
Drachenmond Verlag
Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783931989514
ISBN-13: 978-3931989514

Text (Buchrücken):
Auf der Suche nach einer Identität und einem Namen verlässt der Mond den Himmel und begegnet auf seiner Reise zahlreichen Wesenheiten. Zeitgleich macht sich ein junger Barde auf den Weg, um das Geheimnis des verschwundenen Mondes zu lösen.

„Ich wünsche mir so sehr einen Namen“, wisperte der Mond so leise wie sachte fallende Blätter in einer verhangenen Herbstnacht. Als wäre es eine unangebrachte, ja beinahe unanständige Bitte, setzte der Mond hinzu: „Einen eigenen Namen.“

Statement:
„Ein leises Geflüster und Geraune erfüllte den nächtlichen Himmel … „ (S. 6)
… und ich war gefangen, umgeben von Worten, Buchstaben, Wärme und dieses unbeschreibliche Gefühl, etwas Besonderes in der Hand zu halten, zu lesen, es trug mich durch die gesamte Handlung, den siebenundzwanzig Kapiteln.
Das Buch „Mondfrau“, ein außergewöhnliches Märchen für Erwachsene, geschrieben von einer Autorin, die ein beeindruckendes, nachhaltig wirkendes Werk erschaffen hat.
„Mondfrau“ von der Autorin Claudia Liath, die mich mit ihrem sehr besonderen feinfühligen Schreibstil beeindruckte. Versetzt mit so viel Poesie, Fantasie, Gedanken, Nachdenklichem, geschrieben in der Dritten Person, hat sie ein wahrlich besonderes Märchen geschrieben. „Ich wünsche mir so sehr einen eigenen Namen“, … Ja, ich konnte es nachvollziehen, denn wir nennen „ihn“, ja immer nur „der Mond“ oder „Vollmond“ ….So begibt sich der Mond hinab auf die Erde, um nach seinem eigenen Namen zu suchen. Viele Begegnungen verschiedenster Art lassen hoffen, doch am Ende eines jeden Kapitels geht die Suche weiter.
Ein junger Barde, Insint, macht sich auf, um den verlorenen Mond zu suchen. Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter, dass „der Mond“ nicht mehr am Himmel zu sehen ist. Nichts ist mehr so wie es war, als er noch am Nachthimmel hing.
So wechseln sich die Kapitel zwischen dem „Wesen“ des Mondes auf der Erde, und Insint, dem Barden, auf der Suche nach dem Mond.
„Die Wege des Schicksals …“, wie oft denken oder sprechen wir Menschen diesen Satz und ahnen gar nicht die Bedeutung dahinter. Auch der Mond kannte nicht sein Schicksal, aber es würde den ihm zugewiesenen Weg gehen.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich erst am Ende der Handlung die beiden Protagonisten treffen. Obwohl, es ist etwas anmaßend nur von diesen zweien zu schreiben. Denn jedes Kapitel spricht für sich, zeigt sich auf seine Art, sei es der Tod oder das Leben, das Fahrende Volk oder die Feen und die Hexe und noch viele andere mehr.
Auf der Suche nach sich selbst, so schoss es mir ab und an durch den Kopf.
Mit jeder Geschichte versetzt durch Lieder oder aber auch in Gedichtform abgedruckt, empfindet man die Liebe der Autorin zu diesem Buch, der Handlung.
„Mondfrau“ ist kein Buch, welches der Leser in einem Stück durchlesen kann oder auch sollte. Ich bin der Meinung, dass wird auch nicht der Fall sein.
„Mondfrau“ nimmt einen gefangen durch diese ganz besonderen Eigenheiten, die die Autorin hier mit hat einfließen lassen.
„Mondfrau“ ist eine kleine Kostbarkeit. Und je mehr Kapitel man liest, umso verständlicher und deutlicher werden die Zeilen, die zwischen den Zeilen stehen. Klare Botschaften, im Blickwinkel auf unsere Welt, unsere Umwelt, das Leben selbst und die Ängste vor dem Tod.
„Der Tod und das Leben“ ist nur nennenswertes Kapitel, nicht speziell hervorzuheben, das wäre nicht gerecht gegenüber den anderen sechsundzwanzig Kapiteln, aber andererseits doch, weil es nicht ängstlich macht es zu lesen. Berührende Worte, verstehende Worte.
Ich könnte die Rezension jetzt noch unendlich ausweiten, doch das würde den Rahmen sprengen.
„…. wie immer du dich auch verstellst, du wirst niemals etwas anderes sein, als du bist.“
(S. 197)
Fazit:
Das Cover ist ein Hingucker, der Titel viel versprechend, ein Märchen für Erwachsene, wer vermutet das. Vor einem dunklen Hintergrund hebt sich eine naturweiß gekleidete junge Frau mit leicht wehendem Haar und fragenden Augen ab. Hinter ihr verbirgt sich im Halbdunkel die Mondscheibe.
„Es war einmal“ so fangen die Märchen an, doch dieses Märchen ist anders und das ist auch gut so.
„Mondfrau“ ist ein Lesegenuss für alle, die sich zum einen ihre Kindheit bewahrt haben bis ins Erwachsenenalter, für alle Märchen- und Fantasieleser.
Es wäre wünschenswert, dass noch viele von ihnen auf dieses besondere Buch aufmerksam werden, denn sie wissen nicht, was ihnen entgeht.
Ich bin immer bei dir
Bis zu deinem Tod und darüber hinaus
Denn ich bin deine Mutter
(S. 145)
Die Literaturwelt genießt den „kleinen Prinzen“ oder auch „Die Möwe Jonathan“, diese nur als kleines Beispiel aufgeführt, doch Claudia Liath hat mit „Mondfrau“ einen eben solchen Schatz geschrieben, den man sich in seinem Herzen bewahrt.
Sich auf das Buch einlassen, die Reise mit Geal und Insint, und am Ende seine eigene Erkenntnis, sein eigenes Fazit ziehen, ich kann es nur empfehlen!
„Diese Priesterin schenkt der Welt den inneren Frieden
einen Ort der Ruhe
Und als sie endet
sind ihre Füße bedeckt von den Tränen der Erdmutter“
(S. 127)
Ich vergebe 5 Bucheulen.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Kommentare :

  1. Hab dir einen Award verliehen:
    http://liinasblog.blogspot.com/2011/06/ein-neuer-award_24.html

    Liebe Grüße Lina

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  2. Der Text war etwas durcheinander, aber die Geschichte klignt gut!

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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