Donnerstag, 22. September 2011

Rezension (88) Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut



Tessa Gratton
Blood Magic - Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut
Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag: cbj (18. Juli 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570152867
Übersetzerin: Anne Brauner
Vom Hersteller empfohlenes Alter:
13 - 15 Jahre 







Die Autorin:
Tessa Gratton wurde in Okinawa, Japan, geboren, als ihr Vater dort im Dienst der US Navy war. Mit ihrer Familie bereiste sie die Welt und studierte dann an der Universität von Kansas. Von klein auf wollte sie eigentlich Paläontologin oder Zauberin werden. Leider hat sich herausgestellt, dass sie zu ungeduldig ist, um Dinosaurier zu jagen, aber sie sucht immer noch jemanden, der ihr das Zaubern beibringen kann.

Statement:
„Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut“ so lautet der Titel des Debütromans der Autorin Tessa Gratton.
Kurz und knapp mit zwei Zeilen beginnt das erste Kapitel und setzt sich dann fort mit der Hauptprotagonistin. Silla, ihr richtiger Vorname lautet Drusilla, hockt auf dem Grab ihrer Eltern und hält ein Buch in der Hand. Es war nicht bedeutend groß, doch es war alt, das konnte sie sehen, fühlen und riechen. Ihre Eltern waren durch ein Verbrechen ums Leben gekommen. In dem Buch war ein Brief an Silla, Absender der Diakon. So vieles steht hier drin, für Silla unvorstellbar, was die Zeilen enthalten. Ihr Vater soll ein begabter Magier und Heiler gewesen sein und nunmehr würde er, der Diakon, auf sie vertrauen. Doch – ihr Vater war doch Lehrer gewesen. Was sollte das heißen? Je länger sie sich mit dem Buch beschäftigt, umso intensiver umgibt sie der Geruch von Blut. Sie sieht die Sprüche im Buch, Zaubersprüche, und wird neugierig. „Erneuerung“ heißt ein Spruch, den sie willkürlich liest, als sie die Seiten aufschlägt. Für diese Erneuerung benötigt man das eigene Blut. Ein welkes Blatt verwandelt Silla zurück, frisch und grün ist es nun. Sie fühlt sie allein auf dem Friedhof, doch sie wird beobachtet.
In wechselnder Erzählperspektive von den beiden Hauptcharaktere Silla und Nicholas wird der Leser mit eingebunden in die Handlung, erlebt deren Ängste und Gefühle. Mit Blutmagie verbindet man normalerweise das Böse. Dies ist hier in einer etwas anderen, neueren Form von der Autorin modern verpackt worden. Die Tagebucheinträge von Josephine Darly, der Leser begegnet ihr im Zweizeiler des ersten Kapitels und den Briefen ihres verstorbenen Vaters umgibt die Story mit noch mehr Geheimnissen. Eine interessante Abwechslung, doch um die handgeschriebenen Zeilen korrekt lesen zu können, braucht es Geduld. Allerdings sehe ich das als etwas Besonderes, eine neue Idee für den roten Faden der Handlung. Denn wahrscheinlich soll hier noch mehr Spannung erzeugt werden.
Geduld ist nicht jedermanns Sache.
Mit Hilfe des Zauberbuches will Stella nun herausfinden, was es mit dem Verbrechen ihrer Eltern auf sich hat. Will sie die beiden wieder zum Leben erwecken? Dabei zur Seite stehen ihr Nicholas und Reese, ihr Bruder. Doch wissen sie wirklich, worauf sie sich einlassen?
Blut, das Wort zieht sich unendlich durch das ganze Buch und lässt einen nicht mehr los und setzt sich bildlich im Kopf fest.
Eingebunden in die Handlung die gefühlsbetonte Beziehung zwischen Stella und Nicholas. Zu den beiden Charakteren sei gesagt, dass Nicholas in manchen Szenen Stella in den Hintergrund schiebt.
Nichts ist so wie es scheint.
Äußerst geschickt hat Tessa Gratton den Leser immer wieder in eine falsche Richtung geschickt und verblüfft. Angenehm und leicht zu lesen, ist ein Standardsatz in Rezensionen. Er trifft für „Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut“ zu, nachzutragen sei … fesselnd bis zum letzten Satz“ – mein Fazit.
„Blood Magic – Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut“, ein guter Debütroman der Autorin, ein Jugendbuch allerdings nicht für schwache Nerven.

Also wird die Frucht der Erde genommen,
ihr Fleisch herausgerissen.
Also wird sie dem Stillstand überantwortet und
der Verwesung. So lautet das Gesetz der Fäulnis,
des Todes dessen, was ist, der Geburt dessen,
was sein wird. Ihr seid Wein.
Richard Selzer
(Mortal Lessons)

Vielen Dank an den Verlag cbj für das Leseexemplar.
Ich vergebe 5 Bucheulen.

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