Sonntag, 23. Oktober 2011

Rezension (95) Der Kuss des Engels

Sarah Engels
Der Kuss des Engels
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268072
€ 9,95


„Eine magische Lovestory“, so heißt es auf dem Buchrücken.
Eine Geschichte der Liebe, die aber mit dem Verlust des Geliebten beginnt. Sarahs Verlobter Rafael arbeitet freiwillig in Kolumbien in seiner Tätigkeit als angehender Arzt. Dort wird er von Rebellen getötet. Für Sophie bricht eine Welt zusammen und so geht sie nach Paris.
Doch ist sie bereit für den Start in ein neues Leben, hier in der Stadt, wo Rafael ihr den Antrag machte?
Die Erinnerungen umgeben sie, gehen mit ihr, lassen sie nicht los. Als ihre innere Trauer zu groß wird, beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Gerade als Sophie auf der Brücke steht, fährt ein Boot auf der Seine und sie meint darauf ihre große Liebe Rafael gesehen zu haben. Aber wie ist das möglich? Sie hat ihn doch begraben.
Immer mehr findet in der vergangenen Zeit das Thema „Engel“ großen Zuspruch auf dem Büchermarkt.
Sarah Lukas hat mit „Der Kuss des Engels“ sich diesem Trend mit ihrem Debütroman angeschlossen, der hauptsächlich durch die sprachlich gelungene und bildlich gut vorstellbare Beschreibung eben der Stadt Paris getragen wird.
Die Protagonistin Sophie macht sich nunmehr auf die Suche nach ihrem Rafael. Was sie nicht weiß, dass sein Körper von einem gefallenen Engel benutzt wird, der auf Erden eine Aufgabe erledigen soll. Auf der Suche nach Rafael trifft Sophie auf Jean, ein Dämonenexperte.
Rafael, nicht mehr der einst so liebevolle Mann, den Sophie kannte, hat sich sehr zum negativen verändert. Jean warnt Sophie vor diesen Mann. Doch sie will nicht auf ihn hören.
Die Handlung beginnt spannend, macht Lust auf mehr, Hoffnung, dass es bis zum Ende anhält. Doch leider nein, obwohl wirklich gutes Potential in der Story vorhanden ist, flacht die Geschichte sehr ab und versickert fast wie ein Rinnsal. Der Leitfaden wird hier doch sehr mit Religiösem überschüttet. Allerdings muss man der Autorin zugute halten, gute Arbeit bei der Recherche geleistet zu haben.
Mit lockerem Ton, einer gewissen Leichtigkeit in ihrer Sprache entführt Sarah Lukas den Leser mit „Der Kuss des Engels“ in die Stadt der Liebe, mit einer Geschichte, deren Inhalt mehr Aufarbeitung gut getan hätte. Wie man so sagt „Paris sehen, erleben, man wird es lieben.“
Das Coverbild in dezenten Farben, darauf der Buchtitel in Rot gedruckt, die hilfreiche Karte am Ende des Buches, alles sehr schön.
Ich denke, es ist empfehlenswert für Paris-Liebhaber, denn man fühlt sich wirklich während des Lesens durch die so detaillierten Beschreibungen an die Plätze versetzt, auch wenn man noch nicht selbst dort war. Doch diese sind wiederum der Grund, warum die Haupthandlung ein Stück „vom Weg abgekommen ist“.
Mit einigen offenen Fragen endet das Buch schlagartig.
Ich vergebe 4 Bucheulen.

Vielen Dank an den Verlag Piper für das Rezensionsexemplar.

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