Sonntag, 23. Oktober 2011

Rezension (96) Elidar - Magierin der Drachen



Elidar – Magierin der Drachen
Susanne Gerdom

Verlag: Piper
Erschienen: Juli 2011
Seiten: 463
Einband: Taschenbuch
ISBN 10: 3492268064
Preis: 9,95 Euro

Elidar – Magierin der Drachen / Elidar - eine Stadt im Nordosten Äthiopiens.
Nein, das soll kein Vergleich sein. Das ist ein persönlicher Zusatz von mir, die ab und an im www sucht und dabei auf solche Links stößt J
Das aber nur so nebenbei.
Und nun zum Buch, denn hierum geht es ja in der Rezension:
Was ist das Besondere an „Elidar“ und warum sollte man es lesen?! Die Antwort ist ganz einfach: Man wird es lieben, der Fantasieleser eh und am Schluss bleibt noch die Frage: Wann geht es weiter mit „Elidar“?!
„Das gefrorene Lachen“ war schon ein absoluter Lesegenuss – auf seine Art speziell, so eben ist auch „Elidar – Magierin der Drachen“ ebenfalls sehr speziell und besonders.
Die Fantasie einer Top-Autorin, das Einbinden bzw. die Nutzung/Umwandlung fremdländischer Begriffe wie z. B. bei der Währung oder Zeitrechnung, ein Abenteuer, versehen mit viel Magie und heraus kommt ein Hochgenuss für den Leser, ein Muss für Drachenfans.
Obwohl am Anfang leicht irritiert, kam ich nach einigen Kapiteln zum Hauptfaden der Geschichte und es wird klar, das Ende ist der Anfang. Vielleicht verwirrt es den einen oder anderen, aber das wird zur Nebensache, weil die Geschichte der Elidar einen so in den Bann zieht, dass man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen mag.
Jeder hat einen Traum, so auch Elidar: Sie will Magierin werden. Doch das ist Mädchen/Frauen strengstens untersagt. Die Welt der Zauberer und Magiere besteht doch nur aus Männern!
Elidar kämpft, allein auf sich gestellt, getarnt als Junge, durchs Leben. Als sie am „Tag des Drachensterns“ in Bedrängnis gerät, hilft ihr Luca, der als Unsterblicher in der Garde der Kommandantur dient, wobei er bei diesem Kampf selbst schwer verletzt wird. Für ihn bedeutet es das Aus in der Garde.
Wer sich nunmehr fragt, warum beginnt die Rezension nicht mit dem Anfang des Buches? Hier noch einmal: Die Erklärung dafür ist, dass ich am Ende des Buches mit Freude die ersten Kapitel mir noch einmal durchgelesen habe und sehr, sehr zufrieden „Elidar“ gelesen zu haben, in mein Regal gestellt habe.
Luca, der Gardist a. D., für den Rest seines Lebens wird er ein steifes Knie behalten, während seines Krankenlagers erhält er Besuch von Elidar und ist beeindruckt von ihren Zauberkünsten. Er will, dass sie die Stadt verlässt und beschließt, mit ihr nach Ledon, seinem Zuhause, zu gehen. Doch es kommt anders als er denkt.
Der „Alte Drache“, einflussreichster Drachenmensch in Yasaim, holt Luca zu sich ins Drachennest. Und so vertraut Luca ELidar dem Händler Rui an.
Luca hätte sie bringen können, doch was genau in seiner Vergangenheit passiert ist, seine Gedanken sagen ihm, es ist dort kein Platz mehr für ihn. Erinnerungen an eine Schönheit, es hat nicht sollen sein …
Doch für Luca steht fest, Elidar muss sich in die Obhut der Schönheit begeben, der Prinzessin Morgenblüte. So gibt er Elidar ein Schreiben mit sowie die Jason-Medaille; für Elidar bedeutet dies der Zugang zur Prinzessin. Doch zuvor zeigt Elidar Luca und auch dem Händler Rui, wie sie mit Tieren umgehen und auch einen Khev reiten kann.
Nichts scheint unmöglich?!
Heutzutage hören und lesen wir von Pferdeflüsterern, oder Menschen, die eine besondere Gabe besitzen, wie z. B. mit gestörten Tieren umzugehen, so dass das Wichtigste entsteht: Vertrauen.
In Cathreda wird Elidar, der „Junge“, als Zauberschüler des Spinnenordens aufgenommen. Endlich geht der Traum in Erfüllung.
Spätestens hier, bei dem Abschnitt zur Prüfung der Kräfte, welches Element beherrscht Elidar und welchem kann sie/er zugeordnet werden, wird dem Leser klar, mit welchem enormen Wortschatz die Autorin arbeitet.
Dieses Fantasiebuch trägt den Leser in das Römische Reich und ganz besonders in den Orient. Susanne Gerdom hat mich wieder einmal überrascht mit ihrem wunderbaren Schreibstil, mitgenommen auf eine wahnsinnige Reise in die Welt der Wörter und Buchstaben, so dass es ein Genuss ist, sich tragen zu lassen durch den Wortschatz, der ein Bilderkino feinster Klasse entstehen lässt.
Mehr vom Inhalt zu schreiben bzw. zu verraten, ich denke, es gibt schon etliche Rezensionen, denen das zu entnehmen ist.
Sehr interessant ist, dass die Autorin wahrscheinlich bewusst auf ein Glossar verzichtet, trotz der vielen fremdartigen Begriffe. Fantasie ist gefragt, doch ist das nicht gerade das Spannende daran?
„Elidar – Magierin der Drachen“ hält so manche Überraschung parat, aber es ist ein absolut gelungenes und spannendes Buch.
Empfehlenswert, lesenswert – was spricht gegen eine Fortsetzung???
Ich vergebe 5 Bucheulen.

Vielen Dank an die Autorin Susanne Gerdom für das Leseexemplar.

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