Mittwoch, 9. November 2011

Rezension (105) Meerestochter


Serena David
Meerestochter
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: rororo (1. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499256325

Buchrückentext:
In Vollmondnächten bekommen Meerjungfrauen, was immer sie sich wünschen. Für wenige Stunden können sie sogar unter Menschen wandeln. In einer dieser Nächte verliebt sich die Meerjungfrau Ondra unsterblich: Adrian, der eigentlich in London studiert, verbringt seine Semesterferien in dem kleinen schottischen Küstenstädtchen. Für ihre große Liebe ist Ondra bereit, das Undenkbare zu wagen – sie will Mensch werden. Doch als eine Wasserleiche an den Strand gespült wird und Adrian in Verdacht gerät, etwas mit dem Mord zu tun zu haben, wird die ungleiche Liebe auf eine harte Probe gestellt …
Statement:
Meerjungfrau, dabei denkt man sicher erst einmal an das Märchen mit der Meerjungfrau. Dieses mystische Wesen, eingebunden als Protagonistin in Serena Davids „Meerestochter“ und in Kombination eines Krimis klingt schon sehr interessant und verspricht dem Leser einiges. Doch inwiefern ist es Serena David, von der der Verlag schreibt, dass sich hinter ihrem Pseudonym eine sehr erfolgreiche Autorin historischer Romane verbirgt, wirklich gelungen, den Spagat von Historie zur „Fantasie“ zu bewältigen?
Wie schon der Buchrückentext mitteilt, können sich die Meeresbewohner immer zur Vollmondzeit/nacht für kurze Zeit in Menschen verwandeln und sich den Freuden dieser hingeben. Auch Ondra und ihre Freunde nutzen den Vollmond, doch sie hält sich zurück mit dem, was ihre Freunde Vergnügen nennen. Doch eines Nachts, natürlich Vollmond, diesem Mond, dem schon so viele geheimnisvolle Kräfte nachgesagt werden, Märchen und Mythen, begegnet Adrian Ondra, In dieser Nacht eine menschliche Frau, kein Meereswesen, verliebt sich Ondra sofort in ihn, dem Studenten aus London, der während seiner Semesterferien in dem kleinen schottischen Ort bei seiner Tante im Klippenhaus wohnt. Der Onkel war vor schon Jahren bei einem Sturm auf dem Meer geblieben, eben wie Adrians Eltern ebenso. Seit geraumer Zeit bemüht sich Adrian um die Gunst von Maud, allerdings missfällt dies seiner Tante. Doch nach dem ersten Aufeinandertreffen mit Ondra (die von sich selbst sagt sie heiße „Fischereigenossenschaft Süd“) ist er völlig gefangen von ihr.
Im flüssigen Stil kann der Leser die Kapitel genießen, die Zeit fliegt nur so dahin beim Lesen, scheinbar spürt man den leichten Meereswind, hört das Rauschen der Wellen, anscheinend ein Buch ohne großartige Komplikationen, meint man.
Doch es kommt der Zeitpunkt, an dem sich Ondra entscheidet, ein Mensch zu werden. Doch eines Tages taucht eine Leiche auf. Was passiert nun? Adrian gerät unter Verdacht.
Soweit ein kurzer Einblick in die Handlung.
Die Charaktere erhalten durch den guten Schreibstil der Autorin eine bildhafte Lebendigkeit. Ebenso die Umgangssprache der Handlung, nicht geschwollen, mit einem gewissen Spritzer Humor versehen, ich fand es passend.
Fazit:
Der Hauptanteil der Handlung wird getragen durch das Unbekannte, das was wir nicht sehen, uns nicht vorstellen können: die Meeresbewohner und ihre uns unbekannte Welt. Als ein gewisses Extra wurde nun ein Stückchen Krimi in die „Meerestochter“ mit eingebaut, um dem ganzen Spannung zu verleihen.
„Meerestochter“ von Serena David ist eine leichte, gut zu lesende Liebesgeschichte, in die sich Trauer, List und Tücken des Lebens, einer Leiche (einem Mord?), die Spannung verspricht.
Empfehlenswert für Leser, die Lust darauf haben, mal etwas anderes als nur noch die normal alltäglichen Bücher von Vampiren oder gefallen und nicht gefallenen Engeln und anderem zu lesen (persönliches Wort: diese Aufzählung ist nur als Beispiel zu sehen!)
Zitat (S. 225)
„Man darf die Grenzen nicht verwischen. Es führt nur zu Chaos.“
Thema Meerjungfrauen bzw. Meereswesen ist für mich nicht neu, zumal ich in diesem Jahr schon darüber das eine oder andere Buch gelesen hatte. Natürlich zieht man seine Vergleiche, sollte dies aber möglichst vermeiden, denn jedes Buch ist ein eigenes Individuum.
 „Meerestochter“ von Serena David erhält 4 Bucheulen.

Vielen Dank an den Verlag :-)

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