Sonntag, 4. Dezember 2011

Rezension (111) Die Seelen der Nacht

Deborah Harkness
Die Seelen der Nacht
ISBN 978-3-7645-0391-8
Gebundene Ausgabe
Seiten: 800
Verlag: Blanvalet Verlag (26. September 2011)
Sprache: Deutsch
€ 19,99

Eine Liebe größer als das Leben selbst …
Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines alten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir, und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …
Statement:
„Ein unwiderstehliches Leseerlebnis!“ so steht es auf dem Buchrücken und von daher war ich schon sehr gespannt auf das Buch.
Vampire, Hexen, Dämonen, ein scheinbar begehrtes Thema bei Autoren. So hat sich nunmehr auch Deborah Harkness diesem gewidmet und dem Leser „Die Seelen der Nacht“ präsentiert.
Für diese knapp 800 Seiten umfassende Lektüre empfehle ich Zeit, um wirklich entspannt, aber auch gespannt, die Story zu lesen.
„Die Seelen der Nacht“ handeln unter anderem auch von einer anderen Art Vampiren, die nicht dem bisherigen Klischee entsprechen. Beeindruckt war ich allerdings nicht davon, da mir Vampire, die auch tagestauglich sind, in diesem Jahr schon von einer deutschen Autorin in ihrem Buch begegnet sind.
Die Hauptcharaktere der Geschichte, Diana Bishop, eine junge und ziemlich erfolgreiche Historikerin, hält sich oft zwecks Recherchearbeiten in der Bodleain-Bibliothek von Oxford auf, dem hier werden endlos alte Schriften aufbewahrt.
Der Anfang des Buches lässt nichts von dem erahnen, wie sich der Lauf der Geschichte entwickelt.
Diana wurde schon als kleines Kind zur Waise, nachdem ihre Eltern ermordet wurden. Beide Elternteile gehörten zur Art der Hexen, der Vater war ein Hexenmeister und ihre Mutter eine sehr mächtige Hexe. Doch Diana wollte nichts mehr damit zu tun haben und erlernte nicht den Umgang mit ihrer besonderen Gabe, der Magie der Hexen und insbesondere ihrer Macht. Doch eines Tages hält sie ein ganz besonderes Schriftstück in der Hand „Ashmole 782“, dem sie sich nicht entziehen kann. Es galt schon als sehr lange verschollen und war mit einem enormen Hexenbann belegt. Hinter diesem Schriftstück sind sie nun alle hinterher, die Guten und die Bösen, denn hier drin sollen die Geheimnisse des Ursprungs und die Zukunft der Welt der Hexen, Vampire und Dämonen geschrieben stehen. Doch Diana entscheidet sich gegen das Manuskript und belässt es in der Bibliothek. Aber sie muss nun neue Wege gehen, denn ihre Gabe lässt sich nicht mehr verleugnen. Und so trifft sie auf Matthew Clairmont, diesem 1500 Jahre alten Vampir.
Sie fühlten sich verbunden, doch eine Verbindung zwischen den beiden ist ihnen untersagt. Vor vielen Jahrhunderten haben dieses die Drei (Hexen, Dämonen und Vampire) in einem Pakt beschlossen.
Romantik hin, Pakt her, beide – sowohl Diana und auch Matthew gehen ein großes Risiko ein, einmal mit ihrer zwischenmenschlichen Beziehung, und dann das Geheimnis um „Ashmole 782“.
Die Liebe zwischen einem Vampir und einer Hexe, „Verbotene Liebe“.
Der sehr gradlinige zuweilen ziemlich detaillierte Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig.  Alles in allem war der Handlung anzumerken, mit wie viel Liebe und sachlichem Wissen die Autorin ihrer Geschichte Leben einhauchte.
Ihren Charakteren hat sie Schwächen und Fehler verpasst, so dass diese nicht zu perfekt herüber kamen.
Überzeugend für mich vor allem das fundierte Hintergrundwissen der Autorin, was allerdings manchmal doch sehr, sehr langatmig wurde und viel Raum in der Handlung einnahm.
Fazit:
Das Ende spricht für eine Fortsetzung, doch ein kleiner Hinweis sei gestattet: Manchmal ist weniger mehr – sprich, die 800 Seiten waren ein bisschen zu viel.
„Die Seelen der Nacht“ von Deborah Harkness ist ein romantisches, intelligentes, aber auch spannendes Buch, und erhält von mir auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung.
Das Cover:
Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war das Cover. Das Buch hätte eine wirklich bessere Titelgestaltung verdient!

Die Autorin Deborah Harkness ist Professorin für Europäische Geschichte und Wissenschaftsgeschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie mehrfach Stipendien und Auszeichnungen.
Deborah Harkness schreibt außerdem einen preisgekrönten Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).
Auch ihr Wissen um edle Weine findet Eingang in „Die Seelen der Nacht“, wo der eine oder andere gute Tropfen olfaktorisch zelebriert wird. Und wie ihre Protagonistin Diana hat Deborah Harkness selbst ein vermisstes Manuskript in der Bodleian-Bibliothek entdeckt

Ich vergebe 4 Bucheulen

Kommentare :

  1. Hey Hanne!

    Tolle ausführliche Rezi.
    Mich schrecken die 800 Seiten (trotz dem wunderbaren Covers *grins*) ein bisschen ab, zumal ich nun schon zum zweiten Mal das gemeine Wörtchen "langatmig" im Zusammenhang mit "Die Seelen der Nacht" gelesen habe.

    Liebe Grüße
    Anka

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  2. @ Anka, danke für deinen Kommentar. Ja, die Geschmacksrichtungen sind halt unterschiedlich. Ich habe nach Lesen des Buches einen anderen Maßstab für das Cover gesetzt, von daher :- lol... Ich kann dir das Buch allerdings empfehlen zu lesen, auch wenn dich das Wort "langatmig" abschrecken sollte. Es ist halt kein Taschenbuch und liest sich nicht so eben weg. So, und nun bin ich dann auch gleich Leser bei dir geworden und dich in meine Liste gepackt * wünsch dir eine schöne Woche
    LG HANNE

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  3. Vielen Dank für deine Rezension! :)

    Liebe Grüße aus München vom Blanvalet-Team!

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  4. @ an das Blanvalet-Team: Es war ein wirklich empfehlenswertes Buch - DANKE !!!

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