Dienstag, 13. Dezember 2011

Rezension (115) Whisper Island – Sturmwarnung


Autor: Elizabeth George
Whisper Island – Sturmwarnung
Band 1
Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag: INK
Auflage: 1 (4. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3863960018
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: The Edge of Nowhere
19,99 € 
„Sturmwarnung“ – Auftakt einer mehrbändigen Serie

Buchtext:
Der Beginn einer geheimnisvollen Reise
Becca King kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Flüstern, dem sie nicht entrinnen kann. Ihr Stiefvater Jeff nutzte Beccas Fähigkeiten skrupellos aus- und ermordete dann seinen Geschäftspartner. Jetzt ist er hinter Becca her. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel soll sie sich bei einer Freundin ihrer Mutter verstecken. Bei ihrer Ankunft erfährt Becca, dass die Freundin gestorben ist. Verzweifelt versucht sie, ihre Mutter anzurufen. Ohne Erfolg – das Handy ist tot …
Statement:
„Du musst dich nicht fürchten;
diese Insel ist voller Getöse,
Tönen und anmutigen Melodien,
welche belustigen und keinen Schaden tun.
Der Sturm
William Shakespeare
Ein Tag wie jeder andere, doch für Hannah Armstrong ändert sich alles, ihr Leben, ihr Name … Becca King, ein knapp 15-jähriger Teenager, ist auf der Flucht vor ihrem Stiefvater Jeff, der ihre besondere Gabe skrupellos für sich nutzte. Becca hört die Gedanken anderer Menschen, die sich unmittelbar in ihrer Nähe aufhalten. Es ist wie ein Flüstern, Raunen, abgehackt, welches sie seit ihrer frühesten Kindheit wahrnimmt.
Ihre Mutter hatte für sie deshalb schon in jungen Jahren eine AuD-Box anfertigen lassen, ein Gerät, welches so eine Art atmosphärisches Rauschen abspielt, und so den Gedankenfluss zu ihr stört.
Ihr Stiefvater Jeff, dem ihre Mom blind vertraut, missbraucht ihre Gabe und verdient durch das Wissen, den Gedanken, seiner Klienten, die zu ihm in sein Investmentbüro kommen, Millionen. Hannah/Becca hat Angst vor ihm und erfährt in einem kurzen Gedankengespräch, dass Jeff seinen Geschäftspartner ermordet hat. Hannah/Becca erschrickt, Jeff erkennt, dass sie um sein Geheimnis weiß, und so vertraut sie sich ihrer Mutter an. Beide fliehen und die Mutter bringt ihre Tochter bis zu der Fähre einer Insel, geheimnisvoll und abgeschieden liegt diese. Dort lebt eine Freundin und dort soll ihre Tochter auf sie warten, bis sie eine neue Identität besorgt hat.
Allein auf der Fähre, ausgestattet mit einem Handy, auf der nur eine Rufnummer gespeichert ist, die ihrer Mutter, um sie jederzeit zu erreichen. Doch auch in dem großen Land Amerika funktioniert nicht überall das Handynetz.
Nachdem ich in den vergangenen Jahren einige Bücher der Autorin gelesen hatte, war ich nunmehr doch sehr gespannt auf ihren Sprung bzw. den Start mit „Whisper Island – Sturmwarnung“ als Jugendbuchserie.  Allein der Plot versprach viel …
Während Hannah/Becca nunmehr auf der Insel auf ihre Mom warten soll, wird sie nicht wie verabredet, dort von der Freundin abgeholt. Diese war erst vor kurzem verstorben, doch warum wusste das die Mutter nicht, wenn es denn ihre Freundin war?
Wohin nun?
Becca/Hannah erhält Hilfe, und sie kann auch wieder zur Schule gehen, lernt andere Jugendliche kennen.
Hat mich der Schreibstil der Autorin überzeugt?
War die Darstellung der gesamten Charaktere glaubwürdig und ausreichend geschrieben?
Ist der Autorin tatsächlich oder überhaupt der Genrewechsel gelungen?
Diese Fragen stellten sich mir, bevor ich überhaupt diese Rezension anfing hernieder zu schreiben.
Schreibstil
Trotz etlicher Schwächen lässt sich das Buch gut lesen. Elizabeth George hat versucht (!), ihr gesamtes Wissen um die Kunst des Schreibens gut umzusetzen. Die Betonung liegt aber auf versucht. Ich komme später darauf zurück.
Oder lag es daran, dass zwei Übersetzerinnen an dem Buch gearbeitet haben?
Charaktere
Neben Hannah/Becca spielt ihre Mutter ebenfalls eine Rolle im Buch, doch irgendwann ging diese Charaktere verloren. Es tauchten unendlich viele andere auf der Insel auf, ab und an verloren sich die Persönlichkeiten. Gut erkennbar meiner Meinung nach ihre Eigenschaften, egal ob negativ oder positiv.
Genrewechsel der Autorin
Ich bin mir immer noch nicht sicher. Doch als positiv denkender Mensch, und mit den voraussichtlich weiteren Folgebänden, könnte sich „Whisper Island“ zu einer guten Jugendbuch-Serie entwickeln. Doch ein hartes Stück Arbeit liegt vorprogrammiert.
Cover:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, sehr schöne, warme Farben. Vor allem, wenn man den Schutzumschlag abnimmt, der Mond in seiner glutroten Farbe auf dem tiefdunkel-blauem Hintergrund und davor die von Frost überzogenen Zweige, sehr schön!!!

Persönlicher Nachtrag
Bereits vor einigen Jahren kaufte ich mir das Buch der Autorin „Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben“.
Ihre Romane sind internationale Bestseller.
Doch Elizabeth George hätte gut daran getan, mehr denn je beim Schreiben dieses Jugendbuches ihr „Handbuch für alle, die mehr über das Handwerk des Schreibens wissen wollen“ einen Blick zu werfen. 

Von daher kann ich nur 3 Bucheulen geben und hoffen, dass die Folgebänder um einiges besser sind.


1 Kommentar :

  1. Hey Hanne!

    Leider zählen für die Challenge nur Bücher von LYX und nicht von Ink! Trotzdem danke, dass du immer dran denkst, mir die Links zu schicken!

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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