Samstag, 30. April 2011

Rezension (32) Die Tortenbäckerin



Brigitte Janson
Die Tortenbäckerin
Historischer Roman

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282598 
ISBN-13: 978-3548282596

Hamburg 1895: Die junge Greta Voss hat großes Talent zum Kochen, und zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sie sich am wohlsten. Als sie ihre Stellung als Hilfsköchin verliert, ist sie verzweifelt. Bis Siggo, ein Fuhrunternehmer, ihr neue Aufträge vermittelt, denn seine Mutter bringt ihr das Konditorhandwerk bei. Bald sind ihre Torten in der ganzen Stadt beliebt, und Greta könnte glücklich sein – gäbe es da nicht ein großes Geheimnis, das auf ihrer Seele lastet und ihre Liebe zu Siggo unmöglich macht.

Statement:
Inspiriert durch die Geschichte, das Leben ihrer Großmutter, hat die Autorin Brigitte Janson ihren ersten historischen Roman geschrieben. Greta, Anfang 20, lebt Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg. Als Hilfsköchin bei der Bankiersfamilie Hansen versieht sie ihren Dienst unter dem Kommando ihrer Tante Mathilde. Unglücklicherweise verliebt sie sich in Christoph, ein Sohn des Hauses. Das entspricht nicht den damaligen Traditionen. Beide teilen miteinander ein Geheimnis. Geschwängert vom ältesten Sohn der Bankiersfamilie musste Greta Lena, ihre blinde Tochter, in eine Pflegefamilie geben. Und diese waren nur auf das Geld aus. Lena wächst unter sehr schlechten Verhältnissen auf. Der historische Hintergrund, ihrem „fluffigen“ Schreibstil, einer sehr interessanten Geschichte, alles in allem gut gebacken, kommt ein gelungener Kuchen/Buch heraus. Viele Themen, rund um das Jahrhundert, vordergründig die Verwandlung Hamburgs durch den technischen Fortschritt, zeigt die Autorin auf die damaligen Gegensätze der Gesellschaft hin. Hier das Leben der Reichen, dort das Leben der Armen und des Mittelstands.
Greta entwickelt sich immer mehr zu einem Talent in der Küche. Sie ist experimentierfreudig, Neues gegen Altes, sehr zum Leidwesen ihrer Tante. Eine andere Leidenschaft, das Backen. Heutzutage, ausgestattet mit den modernsten Küchengeräten, kein großer Zeitaufwand. Aber damals harte, stundenlange Arbeit. Greta Voss, die Hauptperson, ist in meinen Augen keine typische Hamburgerin. Ich beurteilte das aber nur aus meiner Sicht. Seit fast 30 Jahren in der Nähe von Hamburg wohnend, sehr oft dort gewesen, sei es privat aber auch aus anderen Gründen, behaupte, in Greta fließt ne ganze Menge anderes Blut.
Zu gut für diese Welt, könnte man meinen. Aber nein, es gibt sie auch noch heute, diese gütigen Personen, umleuchtet von purer Energie, Liebe. Man muss sich einfach nur wohl fühlen in ihrer Gegenwart. Doch auch Greta hat ihre Ecken und Kanten. Und so hat die Autorin es durchwegs mit fast allen Charakteren des Romans gehandhabt. Irgendwie (fast) alle liebenswürdig und sympathisch.
Als Gretas Arbeitgeberin, die Bankiersfrau Hansen, beschließt ihren Sohn Christoph für ein Jahr nach Afrika zu schicken, zum einen um dort erwachsen zu werden, aber auch um eine Filiale der Bank aufzubauen, beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Greta. Hintergrund für diese Maßnahme ist Missgunst und der Hass der Bankiersfrau, und um Greta in die Schranken ihrer Herkunft zu verweisen. Liebe und mehr zwischen Herrschaft und Bediensteten, unmöglich zu der damaligen Zeit. So verliert Greta ihren Job und muss sehen, wie sie in Zukunft ihren Lebensunterhalt verdient. Schließlich hat sie auch noch ihre kranke Mutter zu versorgen.
Durch einen Unfall, verursacht durch ihre Unaufmerksamkeit, lernt Greta Siggo, einen Fuhrunternehmer kennen. Dieser ist vom ersten Augenblick an in Greta verliebt. Er wird ihr auch behilflich sein auf der Suche nach einer neuen Arbeit. Mit ihm gelingt es Greta, ein eigenes Geschäft aufzubauen. Ein neues Leben?
Ihre weitere Leidenschaft, das Backen, wird von Siggos Mutter gefördert, denn Greta hat großes Talent als „Tortenbäckerin“ und macht sich einen Namen damit.
Wie sich dann die Geschichte weiter entwickelt, welche Wege in einem Irrgarten letztendlich zum Ziel führen? Die Fragen werden offen gelassen und sollen zum Lesen inspirieren.
Es ist kein normaler historischer Roman, auch keine „dieser“ Liebesgeschichten mit allem Herz und Schmerz.
Aus dem Backofen (bzw. der Schreibstube der Autorin) kommt ein nicht verbrannter Tortenboden. Im Laufe der Handlung wird er in mehrere Platten geschnitten, und zwischen jede gebackene Platte kommt eine andere Cremefüllung. Zusammengesetzt, mit etwas Aroma beträufelt, leicht locker geschlagene Creme zum Garnieren und als Farbtupfer oben drauf geröstete Mandeln oder Kirschen, je nach Geschmack ergeben das Endprodukt „Die Tortenbäckerin“.
Fazit:
Sich nicht aufzugeben, an sich selbst und seine inneren Stärken glauben, und die schweren Hürden im Leben zu meistern, ist ein Ergebnis aus dem Roman.
Ein gutes Debüt der Autorin in dem Genre. Mir gefiel ihre Schreibweise, flüssig, locker und gut zu lesen. Manche angeschnittenen Themen hätte ich gern etwas ausführlicher gehabt, aber vielleicht war es auch so von Brigitte Janson gewollt. Es macht neugierig und veranlasst zu eigenen Recherchen, wie was in der damaligen Zeit gewesen war.
Was ich nicht so passend fand, war das Cover. Es wäre angebracht, beim nächsten Buch besser darauf zu achten. Denn rein optisch und zumal das Buch meiner Meinung nach ein reines Frauenbuch ist, war es daneben gegriffen.
DAS AUGE ISST MIT!
Schmankerl zum Schluss die Rezepte und der Hinweis auf das Rezept der Bisquit-Apfeltorte.
Wer das Rezept vollständig einreicht, kann ein Buchpaket gewinnen.
Ein unterhaltsamer, empfehlenswerter, nicht ganz klassischer Historienroman.

Ich gebe dem Buch knapp 5 Bucheulen - halbe Eulen gibt es bei mir nicht :-)


Montag, 25. April 2011

Rezension (31) Nixenfluch




Helen Dunmore
Nixenfluch
Taschenbuch
Seiten: 352
Verlag: cbj
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570400352
ISBN-13: 978-3570400357
Übersetzer: Knut Krüger
€ 7,99

Mein Dank an den Verlag cbj (Fantasy)für die Bereitstellung der gesamten Trilogie.

Text:
„Das Wasser flüstert mir etwas zu. Seine Stimme hebt und senkt sich wie das ewige Auf und Ab der Gezeiten. Ich will dieser Stimme folgen. Ich will auf das Meer hinaus und dem Land den Rücken kehren …“
Immer stärker, immer dringlicher wird der Ruf des Meeres. Immer schwerer wird es für Sapphy, ihm zu widerstehen. Verspricht er doch das, was sie sich am meisten wünscht: das Zusammensein mit ihrem Freund Faro, dem jungen Wassermagier, und das Wiedersehen mit ihrem verschwundenen Vater …
Ein Riesenkrake bedroht Wasser und Land, und nur ein Wesen, das halb Mensch, halb Nixe ist, kann ihn besiegen. Für Sapphy bedeutet das: Sie muss zurück in die Tiefen des Meeres, um den Kampf gegen das Monster aufzunehmen. Doch ihr Freund Faro, der junge Wassermagier, besteht darauf, sie bei der gefährlichen Mission zu begleiten. Aber wird er das Eintauchen in die extremen Tiefen, die den Meerwesen sonst unzugänglich sind, überstehen?
Statement:
Es ist Frühling. Sapphiere ist mit ihrer Familie und Sadie, dem Golden Labrador Hund, nach Senara zurückgekehrt. Die riesige Flutwelle, verursacht durch die Auflösung des Gezeitenknotens, hatte St. Pirans überschwemmt und das Haus, in dem sie lebten, unbewohnbar gemacht. Wir kennen diese Bilder aus dem Fernsehen vom letzten Tsunami und anderen davor. Schlammmassen, zerstörte Häuser, Autos die im Wasser treiben, genauso beschreibt es Helen Dunmore im dritten Band der Nixen-Trilogie. Seit fast zwei Jahren ist der Vater von Connor und Sapphy verschwunden. Ihre Mutter ist noch immer in dem Glauben, er sei ertrunken. Und Sapphy wünscht sich mehr denn je ein Wiedersehen mit ihrem Vater; er, der jetzt ein Meeresbewohner ist. Sie war wieder zu Hause, an ihrem geliebten Strand und ihrem Freund Faro, dem Meeresbewohner. Doch Indigo ist nicht mehr die Meereswelt wie sie einmal war. Viele Dinge hatten sich nach der Riesenwelle verändert, böse Klauenkreaturen lauern überall. So langsam wie die Wiederherstellung auf der Erde sich gestaltet, so ist es auch mit der Meereswelt. Monster des Meeres, böse und unheimlich, kommen aus ihren Verstecken. Sapphire wird von Faro zu einer dringend einberufenen Versammlung der Meeresbewohner gerufen. Dort warten sie auf Sapphy, Hunderte und mehr von diesen faszinierenden Mer. Traurig, dass ihr Vater nicht unter ihnen zu sehen ist, erklärt Faro, dass dieser noch immer sehr krank sei. Auf der Versammlung erfährt Sapphy den Grund der Einladung.
Seit die Gezeiten sich umgekehrt und die Tiefe erwacht ist …
(S. 51)
Sie war in der Tiefe gewesen, bevor sich der Gezeitenknoten gelöst hatte. Keiner von den Anwesenden konnte so tief abtauchen, außer Sapphire, die schon einmal dort unten war. Unvorstellbar für die Mer. Das Wesen der Tiefe war erwacht, der Krake. Es besitzt die Macht, Indigo, die Meereswelt, ja auch die Menschenwelt zu zerstören, wenn es erwacht. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Ervys, dem Sprecher der Mer, beschließt Sapphire mit ihrem Bruder in die Tiefe zu gehen. Doch Faro besteht darauf, sie zu begleiten. Doch noch nie war er so tief abgetaucht.
Ich war ziemlich neugierig auf das dritte Buch. Zu sehen, wie es mit der Entwicklung der vorangegangenen Handlungen weitergeht. Vertraut mit den Charakteren fiel es mir leicht, sich in die Phantasie der Handlung hineinzuversetzen. Wie das Buch endet, lasse ich offen. Es würde das gesamte Lesevergnügen zerstören.
„Doch weil ich unser Schicksal sah, dass ich muss fort und du bleibst da …“
(S. 337)
Fazit:
Das Cover ist wie bei den beiden vorangegangenen Büchern ebenfalls mystisch, sinnlich schön. Helen Dunmore ist mit „Nixenfluch“, wiederum im Erzählstil von Sapphire geschrieben, ein einigermaßen guter Abschluss gelungen. Oder ist es noch nicht das Ende? Man könnte es meinen. Alles in allem eine gute, aber doch einfache Geschichte. An einigen Stellen aufregend, packend, dann aber manchmal sehr langatmig. Insgesamt gesehen ist das letzte Buch das schwächste geworden.


Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen

Sonntag, 24. April 2011

Buchzuwachs (66) Wächterin der Träume

Buchzuwachs # 66

Bereits Anfang März habe ich mir diese beiden zusammenhängenden Bücher bei Amazon gekauft.
Nun werden sie endlich eingestellt :-)
Sie gehören zu dem Stapel "WARTEN",
da es kein Rezensionsexemplar ist.

Hier nun der zweite Teil

Wächterin der Träume  - Kathryn Smith
ist das zweite Buch - Tochter der Träume



Mein Name ist Dawn Riley. Eigentlich ist mein Leben ganz normal - zumindest so normal, wie es sein kann, wenn man die Tochter von Morpheus, dem König der Träume, ist ...
Eine echte Traumfrau zu sein ist längst nicht so berauschend, wie es sich anhört. Das weiß Dawn nur zu gut. Ihr Freund Noah kommt zwar erstaunlich gut damit klar, dass sie nur zur Hälfte ein Mensch ist, im Traumreich hingegen wird sie genau deswegen angegriffen: Ein Halbblut wie sie dürfte es eigentlich nicht geben. Nicht einmal ihr Vater, der König der Träume, kann schließlich verhindern, dass sie vom Rat der Nachtmahre des Verrats angeklagt wird - und die Strafe dafür ist der Tod!

Buchzuwachs (65) Tochter der Träume


Buchzuwachs # 65

Bereits Anfang März habe ich mir diese beiden zusammenhängenden Bücher bei Amazon gekauft.
Nun werden sie endlich eingestellt :-)
Sie gehören zu dem Stapel "WARTEN",
da es kein Rezensionsexemplar ist.


Tochter der Träume - Kathryn Smith
ist das erste Buch - Folgeband Wächterin der Träume





 "Du bist ein Traum. Eine echte Traumfrau!
Ich stockte jäh, die Limoflasche auf halbem Weg zum Mund, und starrte den alten Mann an, der neben mir stand.
Für jede andere Frau wären diese Worte ein Kompliment. Für Dawn Riley hingegen bedeuten sie, dass jemand erkannt hat, was sie ist - denn Dawn ist kein Mensch, zumindest nicht ganz.
Sie ist die Tochter von Morpheus, dem König der Träume. Nun wird sie wieder hineingezogen in die magische Welt ihres Vaters, mit der sie eigentlich gar nichts mehr zu tun haben will.
Besonders, weil ihr heimlicher Schwarm Noah gerade entdeckt, dass sie vielleicht seine ganz persönliche Traumfrau ist...


Buchzuwachs (64) Die Welt der kleinen Feen Hanna


Buchzuwachs # 64
Bereits am vergangenen Wochenende erreichten mich diese süßen Kinderbücher.
Hier nun das zweite Buch.


Die Welt der kleinen Feen - Hanna


Die Welt der kleinen Feen - Hanna
Willkommen in der Welt der kleinen Feen!
Hier ist jede Fee anders, und doch sind sie alle gute Freundinnen und helfen einander.
Hanna ist die fleißige Feengärtnerin. Sie liebt ihre Arbeit und ihren Garten so sehr, dass es ihr gar nichts ausmacht, sich allein um ihr kleines Reich zu kümmern. Doch dann merkt sie, dass es manchmal besser ist, Hilfe anzunehmen...
Auch hier gibt es wieder ein Freundschaftsbändchen, siehe oben auf dem Scan.
Vielen Dank an den Lingen Verlag für die Bereitstellung des Buches. 
Die kleinen Feen haben eine eigene Homepage. Ich liebe ja Feen, vielleicht erinnert sich der eine oder andere an meine kleine Sonnenfee :-)


Danke an Daniel Hindenberg ebenfalls für die süßen Postkarten, die den Büchern beilagen.


 

Buchzuwachs (63) Die Welt der kleinen Feen Anna


Buchzuwachs # 63
Bereits am vergangenen Wochenende erreichten mich diese süßen Kinderbücher.
Ein Vorlesevergnügen für mich - und ihr werdet in einem späteren Post erfahren, dass sie auch noch einen weiteren Zweck erfüllen werden.

Die Welt der kleinen Feen - Anna




Willkommen in der Welt der kleinen Feen!
Hier ist jede Fee anders, und doch sind sie alle gute Freundinnen und helfen einander.
Die Fee Anna ist nicht immer bester Laune. Das bekommen auch ihre Freundinnen zu spüren. Aber Anna meint es gar nicht böse und schon bald wird ihr klar, dass es viel schöner ist, gute Laune zu haben.
Und wie ihr auf dem Scan ersehen könnt, liegt dem Buch noch ein ganz tolles Feen-Freundschafts-Bändchen bei!

Vielen Dank an den Lingen Verlag für die Bereitstellung des Buches. 
Die kleinen Feen haben eine eigene Homepage. Ich liebe ja Feen, vielleicht erinnert sich der eine oder andere an meine kleine Sonnenfee :-)



Samstag, 23. April 2011

Ein kleines - feines Lieblingsbuch - habt ihr das auch?



Hallo liebe Blogleser:-)

Habt ihr das auch, dieses eine spezielle Buch, euer Lieblingsbuch? Noch aus der Kinderzeit oder später?
Ich hatte spontan die Idee für diesen Post. 

Als kleines Dankeschön werde ich unter den eingegangenen Kommentaren ein paar wunderschöne handgefertigte Karten (meine Tochter bastelt diese) verschicken. 
Mal schauen, wie viele mitmachen.
Ende für diesen Post 30. April 2011.

Mein Lieblingsbuch war und ist bislang immer 
"Träumereien am Kamin" von Richard von Volkmann-Leander gewesen. Allerdings habe ich vor einiger Zeit das kleine Buch "Der Alchimist" erhalten. Ich kann euch, wenn ihr das Buch von Tanya Stewner "Das Lied der Träumerin" gelesen habt, nur empfehlen. 
Das Bild oben aus dem Post dürft ihr euch gern mitnehmen. Ich habe es heute mal schnell hierfür gebastelt, aber bitte gebt es nicht als euer eigenes aus.
* Hanne*
Ein paar Infos zu den "Träumereien am Kamin":
(Es ist das Nachwort im Buch)

Nachwort
Ein Chirurg schreibt Märchen
Das flackernde Kaminfeuer wirft einen rötlichen Schein in die große Halle des Schlosses; um die Mauern herum heult der Schneesturm. Der einsame Mann am Feuer hört ihn nicht. Er stützt den Kopf in die Hände und starrt in die Flammen. Träumt er? Ja, er träumt, träumt an einem französischen Kamin, in einem französischen Schloss nicht weit von Paris. Es ist Adventszeit - Dezember 1870. Vor der eingeschlossenen Festung Paris liegen die preußischen Truppen, den letzten Widerstand Frankreichs zu brechen. In der Festung Paris hungern tausende französische Kinder. Ihre Eltern bezahlen für Ratten Schwarzmarktpreise.....
Der Mann am Kamin ist Deutscher. Aber er ist nicht Soldat, sondern Arzt. Er hat im Laufe dieses Feldzuges vielen Soldaten, deutschen und französischen, das Leben gerettet. Und vielleicht gibt ihm allein diese Arbeit als Chirurg das Recht, sich abends Märchen auszudenken. Märchen für Kinder irgendwo in Deutschland, die glücklicher sind als ihre kleinen Pariser Schwestern und Brüder. Der Arzt - Richard Volkmann-Leander - war am 17. August 1830 in Leipzig als Sohn eines Universitätslehrers geboren und zog als 7jähriger Knirps mit dem Vater an die baltische Universität Dorpat. 1843, als der kleine Richard schon ein Gymnasiast war, wurde der Vater auf den Lehrstuhl für Physiologie - das ist die Lehre von den Lebensvorgängen im menschlichen Körper - an die Universität Halle berufen, später praktizierte er in Grimma. Schon vor dem Abitur stand für Richard fest, dass er Arzt werden wollte wie sein Vater. Er studierte in Halle, Gießen und Berlin und wählte sich als Spezialfach die Chirurgie aus. Mit 37 Jahren wurde er an der Universität seines Vaters Professor für dieses Fach. Ein Jahr zuvor - das war 1866 - hatte er als Feldarzt auf preußischer Seite am Kriege gegen Österreich teilgenommen. Gute Chirurgen warenselten in jener Zeit, in der noch Bader, Felscher und - Friseure den verletzten Soldaten die Wunden verbanden, Kugeln entfernten, operierten und schnitten, obwohl sie vom Bau des menschlichen Körpers nicht oft die geringste Ahnung hatten.
Kein Wunder also, dass der Professor Volkmann-Leander zu Beginn des deutsch-französischen Krieges gleich wieder eingezogen wurde, kein Wunder aber auch, dass er die vielen Wunden, die er nähen, des Stöhnens der Verwundeten müde wurde und am Abend vor dem Kamin in einem fremden französischen Schloss Märchen ersinnte.
Von diesen Märchen, die Volkmann-Leander sich damals ausdachte und die er dann aufschrieb, sind die meisten hier von mir auf den vergangenen Seiten abgeschrieben. Ein merkwürdiger Zauber geht von ihnen aus, und man kann ihn nicht recht deuten, ohne stets daran zu denken, wie diese Märchen entstanden. Denn Volkmann-Leander - er sagt das auch selber in einer Notiz - wird inspiriert durch das französische Schloss. Zwar haben seine Bewohner es verlassen, aber ihr Geist ist noch da: das Lachen der Kinder, die Gespräche der Eltern, ja, vielleicht auch das fröhliche Bellen der Hunde vor dem Tore. Wahrscheinlich sind auch hier Märchen erzählt worden vor noch gar nicht langer Zeit .....
Deshalb liegt wohl ein Ton in diesen Märchen, der uns verrät, wie unwichtig es eigentlich ist, ob wir nun Deutsche oder Franzosen sind. Zuerst einmal sind wir alle Babies, dann Kinder, dann Jungen und Mädchen .-.....
Und wir haben alle Väter und Mütter, beliebte und weniger beliebte Onkels, sehr gutmütige und geradezu schrecklich gutmütige Großmamas, ob wir nun in Paris oder Berlin geboren sind. Nicht als ob Volkmann-Leander das irgendwo in seinen Märchen so sagte - direkt spricht er gar nicht darüber. Aber das, was er erzählt, liegt so weit ab vom Krieg, ist - möchte man sagen - so sehr im "internationalen Kinderland" zu Hause, wenn es auch typisch deutsche Prägung trägt.
Außer diesen Märchen hat der Professor Volkmann-Leander nicht mehr viel veröffentlicht. Nach Deutschland zurückgekehrt, fordert sein Amt und seine ärztliche Praxis wieder den ganzen Mann, dem kaum Zeit zum Geschichtenerzählen blieb. Er wurde ein sehr erfolgreicher Arzt, in der Geschichte der Medizin unvergessen als der Vorkämpfer einer neuen Wundbehandlung, die man heute die "aseptische Wundbehandlung" nennt und durch die man Krankheitserreger von der offenen Wunde fernhalten wollte. Für diese Verdienste wurde Professor Volkmann 1885 geadelt.
Und doch wird diese ärztliche Leistung überstrahlt durch den Ruhm, den er sich mit jenem schmalen Bändchen Märchen, ersonnen vor dem französischen Kamin, erwarb. Noch zu  seinen Lebzeiten stieg die Zahl seiner Leser ständig; als er am 28. November 1889 starb, war er bei jung und alt in Deutschland bekannt.
Und wer die "Träumereien" jetzt, über 100 Jahre nach seinem Tode, liest, der wird  zugeben: noch immer verdient es Richard von Volkmann-Leander, unvergessen zu bleiben.

Sonntag, 17. April 2011

Rezension (30) Nixenmagier



Nixenmagier
Helen Dunmore
Übersetzer: Knut Krüger
Taschenbuch
336 Seiten
Verlag: cbj
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783570400371
ISBN-13: 978-3570400371
€ 7,99

Mein Dank an den Verlag cbj (Fantasy)für die Bereitstellung der gesamten Trilogie.

»Das Wasser flüstert mir etwas zu. Seine Stimme hebt und senkt sich wie das ewige Auf und Ab der Gezeiten. Ich will dieser Stimme folgen. Ich will auf das Meer hinaus und dem Land den Rücken kehren …«
Eigentlich wollte Sapphy sich vom Meer und ihrem Freund Faro, dem jungen Wassermagier, fernhalten, da ruft dessen Lehrmeister Saldowr sie zu sich: Der Gezeitenknoten - ein magischer Stein in der Tiefe des Meeres, der die Gezeiten lenkt - ist dabei, sich aufzulösen. Einzig Sapphy, halb Mensch, halb Nixe, vermag ihn wieder zusammenzusetzen und zu verhindern, dass eine riesige Flutwelle die Küste zerstört. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Statement:
„Vergiss deine Atmung. Die Luft ist eine andere Welt und hat hier keine Bedeutung. Konzentriere dich ganz auf die Gegenwart. Denk an Indigo. Hier. Jetzt.“
(S. 11)
Indigo, die wahre Bezeichnung für das Wasser, das Meer, die Unterwasserwelt; Sapphy, halb Mensch, halb Nixe, vermag es nicht, sich dem zu entziehen. Das erste Buch endete mit einem Teaser, und gut, dass das zweite Buch gleich zur Hand war. Auch hier hat die Autorin wieder in warmen, weichen Schreibstil gearbeitet. Es zeigt sich die Handschrift einer exzellenten Schriftstellerin.
Mit dem Wissen um das Mer-Blut, welches Sapphy und ihr Bruder von ihren Vorfahren geerbt haben, erklärt Granny Carne dem jungen Mädchen, dass es bei ihr weit ausgeprägter vorhanden sei, während ihr Bruder Connor täglich dagegen ankämpfen würde. Er will kein Mer sein. Sapphys Vater war auch ein Mer, aber letztendlich hatte er es zum Schluss zugelassen, dass er endgültig in die Unterwasserwelt ging. Mir hat z. B. sehr gut gefallen, wie die Autorin Gefühle in Worte fasst und an den Leser weiter gibt. Als kleines Beispiel sei nur angeführt das Nichtverstehen von Faro, was sind Tränen und welche Bedeutung haben sie. Die Worte berühren das Herz. Sapphys Mutter beschließt mit der Familie den vertrauten Ort, ihre Heimat zu verlassen. Die Erinnerungen an den verschollenen Ehemann, den Vater ihrer Kinder, lässt die Familie nicht zur Ruhe kommen. So ziehen sie in die Stadt St. Pirans. Vor siebzehn Monaten geschah das Unglück, als der Vater in der unglückseligen Nacht verschwand. Sapphy fühlt sich nicht wohl in St. Pirans und so zieht es sie zurück in ihr altes Haus, dort wo die Familie vollzählig am glücklichsten war. Ihr Bruder Connor und sie hatten geschworen, alles zu unternehmen, um den Vater zu finden.
Während es langsam auf den Herbst zugeht, hört Sapphy wieder und wieder das Rufen des Meeres. Ihre Mutter ist noch immer Ahnungslos von ihrem Doppelleben, aber Roger, der Freund der Mutter, und gleichzeitig auch noch Taucher, hat so seine Vermutung. Eines Nachts folgt Sapphy der Stimme des Meeres, ihres Vaters. Er kommt nicht mehr zurück an Land, doch er will sie warnen. Nur sie, Sapphy, kann Schlimmes verhindern. Der magische Stein, der Gezeitenknoten, beginnt sich aufzulösen. Ein Orkan zieht auf und es droht eine Riesenflutwelle auf St. Pirans zuzurollen.
Connor und Sapphy weihen schließlich Roger in ihr Geheimnis ein und sie erzählt ihm vertrauensvoll, dass der Gezeitenknoten sich aufgelöst habe. Roger unternimmt alles, um den Ort vor dem Schlimmsten zu bewahren. Sapphy hingegen bleibt bei ihrer kranken Mutter zurück. Im schlimmsten Moment, als das Wasser im Haus immer höher steigt, taucht Faro auf.
Mit der Fortsetzung dieser magischen Trilogie nimmt Helen Dunmore den Leser mit, lässt ihn eintauchen in die Fantasiewelt, auf eine Reise, die nicht enden möge.
Mit den uns bekannten Hauptprotagonisten leidet der Leser, dann aber wieder genießt er jeden Augenblick, jeden Absatz, jedes Kapitel. Ohne dass es hier jetzt als hochgespielte Euphorie klingen mag, aber dieses Buch fesselt und man möchte ungestört ohne jede weitere Unterbrechung bis zum Ende lesen – wohl wissend, dass es noch einen dritten Band gibt.
Fazit:
Das Cover ist wie schon zuvor beim ersten Buch ein Hingucker. Doch hier zeigt es noch mehr Sinnlichkeit. Für den Leser, der bereit ist, sich auf eine andere Art Abenteuer der Fantasie einzulassen, dem sei „Nixenmagier“ ans Herz gelegt. Doch auch hier hat das Ganze wieder einen Hintergrund, nicht nur, dass wir im Leben mit einem Tsunami, einer Jahrhundertwelle, konfrontiert werden können, nein, es geht um mehr. Auch im Leben müssen Entscheidungen getroffen werden und man kann sich nicht immer der Verantwortung entziehen.
 Das empfohlene Lesealter 12 - 13 Jahre halte ich für absolut angemessen. 

Ich gebe diesem Jugendbuch 6 Bucheulen

Rezension (29) Nixenblut

 

Helen Dunmore 
Übersetzer: Knut Krüger

Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: cbj
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570400360
ISBN-13: 978-3570400364
€ 7,99
Vielen Dank an cbj für die Bereitstellung der gesamten Trilogie.

Buchrücken:
Als die dreizehnjährige Sapphy an der Küste Cornwalls auf den Meerjungen Faro trifft, der sie in die Tiefen des Meeres mitnimmt, spürt sie: Derselbe Sog, der ihren Vater ein Jahr zuvor in die Welt der Nixen und Wassermagier gelockt hat, zieht auch sie dorthin. Denn in ihr fließt das Blut der Nixen – sie gehört der Welt der Meerwesen ebenso an wie der der Menschen. Als eine Gruppe von Tauchern die heiligen Gefilde der Meermenschen zu zerstören droht und diese den Menschen den Kampf ansagen muss Sapphy sich entscheiden, zu welcher Welt sie gehören will …
Statement:
Ich hatte bislang nicht sehr viel von der Autorin Helen Dunmore gelesen. Umso mehr war ich mehr als gefesselt von dieser Trilogie. Im ersten Buch „Nixenblut“ treffen wir auf die Hauptcharakteren Sapphy sowie ihrem Bruder Connor und Faro, dem Meerjungen.
Die beiden Geschwister Sapphy und Connor leben mit ihren Eltern an der Küste von Cornwall. Die Handlung ist in der Erzählform von Sapphy geschrieben und es beginnt, dass der Vater ihr die Geschichte der Meerjungfrau Morveren von Zennor erzählt.
Sapphy liebt das Meer, ihre Heimat, aber alles in allem übt das Meer eine besondere Anziehungskraft auf sie aus. Eines Tages kehrt der Vater von einem nächtlichen Spaziergang nicht zurück. Er gilt nunmehr als vermisst. Doch wenig später findet man sein Boot, aber nicht seine Leiche. Sapphire, mit ihrer Liebe zum Meer, gibt die Hoffnung nicht auf. Denn weder sie noch ihr Bruder glauben an den Tod des Vaters. Connor ist verschwunden, so glaubt Sapphy und macht sich auf die Suche. Sie findet ihn am Strand; er hat eine Freundin aus dem Meer. Doch Connor leugnet. Letztendlich trifft sie Faro, den Meerjungen. Er ist der Bruder von Connors Freundin. Und Sapphy spürt, dass sie anders ist, genauso wie Connor. Faro nimmt sie mit in die Unterwasserwelt.
Die Autorin hat mit diesem Buch den Anfang zu einer außergewöhnlich tollen, fantasievollen Trilogie geschaffen. Mit ihrer teils zurückhaltenden Art, aber dann wieder so magisch, fesselt sie den Leser vom Anfang bis zum Ende. Sapphy erlebt die Faszination des geheimnisvollen Meeres und seiner Bewohner. Schwierig wird es für sie, aber auch ihren Bruder, die Balance zwischen dem Leben an Land, den Fragen ihrer Mutter, und dem Sog zum Meer, zu Faro zu finden. Sappy und Connor fühlen sich im Ozean wie zu Hause, und das Meer ruft sie in Gedanken. Je mehr sie mit dem Meer harmonisieren, desto schwieriger wird es, den Weg nach Haus zu finden. Connor steht fest mit den Beinen auf der Erde, er versucht Sapphy zurückzuziehen. Beide Geschwister können unter Wasser atmen, aber bei Sapphy ist es ausgeprägter als bei Connor. Die Mutter sorgt sich, neben ihrer Arbeit in der Stadt, kommen die typischen Alltagsprobleme. Als schließlich der neue Freund ihrer Mutter, Roger, ein Taucher und andere in die Unterwasserwelt eindringen, werden Sappy und auch Connor vor eine Entscheidung gestellt.
Helen Dunmore hat mit ihrem Schreibstil dem Buch eine Wohlfühl-Atmosphäre verliehen, dem man sich kaum entziehen mag. Eine geheimnisvolle Welt, eine andere Welt der Fantasie.
Fazit:
Das Cover des ersten Buches „Nixenblut“ ist ein Hingucker. Man wird förmlich „gezwungen“, das Buch in die Hand zu nehmen. Mit einer hervorragenden Handlung, den teils abenteuerlichen Geschichten, aber auch zum Nachdenken angeregt, kann der Leser sich auf die Fortsetzungen freuen. Die Autorin hat mich mit diesem Buch beeindruckt. Denn es macht Sinn, manchmal etwas aus einer anderen Sicht zu sehen.
Das empfohlene Lesealter 12 - 13 Jahre halte ich für absolut angemessen. 

Ich gebe diesem Jugendbuch 6 Bucheulen

Samstag, 16. April 2011

Rezension (28) Die Chroniken von Mistmantle Mistmantles Erbe




Die Chroniken von Mistmantle
Mistmantles Erbe
Hier nun der dritte Band der atemberaubenden Mistmantle-Trilogie
Danke an Berlin Verlage für die Bereitstellung der gesamten Trilogie

Taschenbuch
Seiten: 362  
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
(5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833350741
ISBN-13: 978-3833350740
Übersetzer: Beatrice Howeg

Text:
Die Insel Mistmantle ist in hellem Aufruhr: Kurz nach ihrer Taufe ist Catkin, die junge und so lang ersehnte Thronfolgerin, plötzlich verschwunden. Es wird befürchtet, dass sie entführt wurde. Zumal einige Tiere den bösen Captain Husk gesehen haben wollen. Werden Urchin und Juniper Catkin rechtzeitig finden?
Statement:
Die ersten beiden Bände der Trilogie „Die Chroniken von Mistmantle“ waren ein tolles Lesevergnügen. Umso mehr war ich gespannt, wie es nun weiter ging mit den Tiergeschichten rund um Urchin und seiner Freunde.
Auch in Band 3 treffen wir auf alte vertraute Characteren, wie z. B. Bruder Fir und Crispin, der inzwischen herrschende König von Mistmantle. Die Geschichte beginnt wie im ersten Band mit einer Geburt. Cedar, die Königin von Mistmantle, bringt ein kleines süßes Eichhörnchenmädchen zur Welt. Sie sollte Catkin heißen, ein weicher knuddeliger Name. Erwähnenswert auch hier wieder das Namensglossar am Ende des Buches mit den Erklärungen. Ich fand es für das gesamte Lesen sehr hilfreich. Man konnte sich dadurch noch mehr die Characteren bildlich vorstellen. Das ist aber eine rein persönliche Beurteilung.
König Crispin war gerührt über die Geburt seiner Tochter und während er sie in den Armen hält, fällt ihm der Moment ein, als er Urchin, das Waisenkind, gefunden am Strand der Seeigel, ein. Nunmehr war Urchin herangewachsen und zu einem festen Bestandteil der Insel Mistmantle und seiner tierischen Bewohner geworden.
Die Nacht der Sternschnuppen, sie gab es immer noch. Immer wieder, von Zeit zu Zeit, konnte man den Zauber am Himmel verfolgen. Bruder Fir hatte ein Gespür für diese Nächte, und die Inselbewohner feierten stets ein Fest an solchen Abenden der bevorstehenden Sternschnuppennacht. ….man solle, wenn man den Sternen zusieht, an seine Hoffnungen und Träume denken.“ (S. 20)
Der uns aus dem Band 2 bekannte Juniper ließ sich inzwischen zum Priester ausbilden. Auch er war ein Findelkind, als Schwächling vor dem sicheren Tod gerettet. Juniper wünschte sich so sehr, dass auch er wusste, wer seine Eltern waren. Auf der Insel Whitewings hatte Urchin die Umstände der Flucht seiner Mutter erfahren und wer seine Eltern waren.
„Mistmantle’s Erbe“ ist wie die beiden Bände zuvor, ebenfalls sehr spannend geschrieben.
Während über die Insel ein friedlicher Sommer liegt, die Tiere mit der Ernte beschäftigt sind, wird die kleine Prinzessin Catkin von der Krankenschwester Linty entführt. Beunruhigende Nachrichten  über Tiere, die so plötzlich erkrankten, Grund genug, dass die Prinzessin wohlbehütet und bewacht in ihrem Zimmer schlief. Die Königin war eine weise Heilerin und sehr beschäftigt mit der Herstellung von heilender Medizin. Mistress Linty war auf mysteriöse Weise mit der ihr anvertrauten Prinzessin Catkin verschwunden.
Es scheint fast, als läge ein Fluch auf dem Erben von Mistmantle.“ (S. 55)
Mir hat auch hier wieder die leichte, angenehme Schreibweise der Autorin gefallen. Von Kapitel zu Kapitel nimmt sie den Leser mit, lässt erahnen, was als nächstes auf die Characteren zukommt. Und hält dann doch wieder die eine oder andere Überraschung bereit.
Ich gehe bewusst nicht intensiver auf den Inhalt ein. Es würde zuviel verraten.
Fazit:
Ebenso wie bei den beiden Bänden zuvor hat das Cover einen angenehmen Farbton. „Mistmantles Erbe“ mit dem dunklen, satten Grün lässt uns an Wälder und Berge, aber auch an tiefe, dunkle Seen denken.
Es gab zeitweise Stellen, an denen man mitlitt, helfen wollte, aber dann auch wieder Absätze, die glücklich machten. Schade, dass die Trilogie zu Ende ist. Aber wie heißt der letzte Satz: Es sollte gerade erst beginnen. (S. 350)

Auch für dieses Kinderbuch gibt es ganz spezielle 5 Bucheulen



Rezension (27) Das Bouquet der Leidenschaft



Uwe Schreiber
Das Bouquet der Leidenschaft
Broschiert: 377 Seiten
Verlag: Sutton Verlag;
Auflage: 1. Aufl.  (19. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783866804395
ISBN-13: 978-3866804395 
14,90 €
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text
Der Komet von 1811 verheißt Großartiges. Nicht nur ein fantastischer Wein wird im Jahr seines Erscheinens in der Pfalz gekeltert, sondern auch ein ungewöhnlich talentierter Winzer erblickt das Licht der Welt. Emil Jordan hat ein gutes Händchen und eine ausgezeichnete Nase für Wein. Ihm gelingt die Kreation der viel gefeierten Spätlese, doch den Ruhm erntet Carl Bassermann, der missgünstige Sohn des Weingutbesitzers. Als sich auch noch seine große Liebe Josefine aus unerklärlichen Gründen von ihm abwendet, bricht für Emil eine Welt zusammen. Er wandert nach Amerika aus und verwirklicht in Kalifornien seinen Traum vom eigenen Weingut. Seine Weine erlangen Weltruhm, doch schon bald rafft die Reblaus alles dahin. Wieder steht Emil vor den Trümmern seines Lebens. Ein letztes Mal bricht er auf, um in der pfälzischen Heimat sein Glück zu suchen. Dort trifft er Josefine wieder und deckt ein Netz aus Lügen und Intrigen auf, die sein Lebensglück zerstört haben. Wird er schließlich doch noch den ihm zustehenden Ruhm ernten und seine große Liebe zurückgewinnen können? Und wird sich sein Traum von einem wahrhaft großen Wein, einem Jahrhundertwein, erfüllen?
Statement:
„Das Bouquet der Leidenschaft“ ist Uwe Schreibers Debütroman. Im Jahr 1811 beginnt die Lebensgeschichte des Emil Jordan. Das Auftauchen eines Kometen in diesem Jahr verspricht etwas Besonderes.
Emil Jordan wächst heran und entwickelt sich zu einem außergewöhnlich talentierten Winzer. Louis Bouché nimmt den Waisen Emil zu sich. Er ist Vorarbeiter auf dem Weingut des Pfälzers Heinrich Bassermann. Die Mutter von Emil ist bei seiner Geburt verstorben, der Vater gilt als vermisst. Louis, der Vorarbeiter, lehrt den jungen Emil sehr viel, was den Weinanbau betrifft. Schon bald zeigt sich das Außergewöhnliche an Emil: seine feine Nase, sein ausgeprägter Geruchssinne, er hat das besondere Gespür für den Wein.
Der Weingutbesitzer Carl Bassermann zieht Emil dem eigenen Sohn vor. Emil verliebt sich in die Tochter des Weingutbesitzers und kreiert eine Spätlese, doch der Ruhm wird ihm missgönnt. Mutter und Sohn des Herrn Bassermann integrieren gegen ihn und der Sohn erntet den Lohn für Emils Mühe. Auch seine Liebe wendet sich von ihm ab. Emil bricht nun seine Zelte in der Pfalz ab und wandert nach Amerika aus.
Auf der Suche nach sich selbst spricht ein Junge zu ihm diesen denkwürdigen Satz:
„Mein Papa sagt, wenn man einmal Winzer war, dann ist man das sein ganzes Leben lang.“ (S. 148)
Er, der immer von seinem eigenen Weingut geträumt hatte, von Weinen, die an sich nur für die Engel im Himmel bestimmt seien (S. 149) verwirklicht in Kalifornien seinen Lebenstraum. Seine Weine sind in aller Welt Munde. Doch, wie so oft im Leben, wenn man sich ganz oben auf der Treppe meint, kann nur eine Winzigkeit alles zerstören. Bei unserem Hauptprotagonisten ist es die Reblaus, die seine Existenz vernichtet.
Am Ende verlässt Emil Amerika und kehrt nach Deutschland zurück. Nach all den Jahren erfährt er nun die Unwahrheiten, die sein Lebensglück damals zerstört hatten. Ob sich nach den vielen Jahren sein Traum von einem Jahrhundertwein erfüllt und er seine große Liebe Josefine zurückgewinnen kann?
Fazit:
Das Cover zeigt ein Gemälde von Johann Jakob Serr „Herbstfest bei Rhodt“. Meiner Meinung nach sehr passend zum Gesamtinhalt und Hintergrund dieses historischen Romans. Uwe Schreiber ist es gelungen, in wechselvoller Weise den Leser in die damalige Zeit  zu entführen. Das Buch liest sich flüssig und ist sehr interessant geschrieben. Eine nicht so oft beschriebene Lebensart der Weinbauer, des Weinanbaus, umhüllt von Liebe, Leidenschaft, aber auch Tragik. Träume, die ein jeder von uns hat, oft platzen sie wie Seifenblasen. Uwe Schreiber aber kann man zu diesem gelungenen Buch nur gratulieren.

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Rezension (26) Der Ritter



Der Ritter
Ralph Keim
Sutton Verlag
336 Seiten
Broschiert
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86680-082-3
Erstveröffentlichung 28.11.2006
Unveränderte Ausgabe 01.06.2010
€ 12,90
Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Text:
Pfingsten 1184: Von seiner Burg bei Trechtingshausen am Mittelrhein zieht der junge Ritter Wolfram von Rheinbod nach Mainz, wo Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Maaraue seinen Hoftag abhält. Das glanzvolle Ritterfest wird zu einem schicksalhaften Ereignis für Wolfram: Er rettet das Leben von König Heinrich, einem der Söhne Barbarossas. Zum Dank nimmt der Stauferkaiser den jungen Ritter in sein Gefolge auf.
Wolfram von Rheinbod führt fortan das abenteuerliche Leben eines kaiserlichen Ritters. Er nimmt an Barbarossas Kreuzzug teil und erlebt in Rom die Kaiserkrönung Heinrichs VI. Er wird Augenzeuge der Geburt Friedrichs von Hohenstaufen, der als der schillerndste Stauferkaiser in die Geschichte eingehen wird. Während der turbulenten Jahre des Thronstreits mit den Welfen ist Wolfram ebenso an der Seite Friedrichs II. wie auf dessen Zügen durch Deutschland und Italien. Als Friedrich II. 1235 in Mainz Hoftag hält, ist Wolfram von Rheinbod ebenfalls dabei.
Statement:
Auf über 300 Seiten erlebt der Leser eine spannende, aufschlussreiche Reise in die Geschichtswelt. Der Autor Ralph Keim hat mit diesem Buch eine gelungene Mischung historischem Hintergrund und anschauendes Geschichtslehrmaterial geschrieben. Ich fühlte mich beim Lesen etwas zurückversetzt in meine Schulzeit und erinnerte mich an die trocken gehaltene Unterrichtsweise. Umso mehr habe ich das Buch genossen. Vielleicht liegt es auch daran, dass seit der Schulzeit etliche Jahre ins Land gegangen sind, das Lesen historischer Romane unter anderem mit zu meinen Favoriten gehört.
Der Autor schreibt in „Der Ritter“ vom Leben des Wolfgang von Rheinbod, in der Zeit Kaiser Friedrich Barbarossa bis hin seinem Tod im Jahre 1235 unter dem Kaiser Friedrich II.
Ritter Wolfram von Rheinbrod diente unter drei Kaisern. Staufenkaiser Friedrich selbst schloss dem toten Ritter die Augen (S. 329). Das Geschlecht der Staufer selbst erlischt im Jahre 1268.
Mit dem guten Erzählstil bringt der Autor, dank seiner Recherchen, eine Geschichte zu Papier, die lesenswert, empfehlenswert ist.
Als der junge Ritter Wolfram 1184 mit seinem Mentor, Gunther von Katzenelnbogen, an einem Ritterturnier teilnimmt, rettet er das Leben von Heinrich, einem der Söhne von Kaiser Friedrich Barbarossa. Vor Tagen war er mit Gunther auf die Reise gegangen. Dieser hoffte, dass sein Schützling Wolfram dieses Turnier zu einem Mann reifen ließe. Durch seine Tat wird Wolfram in das Gefolge des Kaisers aufgenommen. Viele geschichtlich niedergeschriebene Ereignisse durchlaufen sein Leben. Erwähnt seien hier der Kreuzzug Barbarossa und die Kaiserkrönung Heinrich VI. in Rom. Sicher sind einige geschichtliche Unklarheiten durch die Interpretation des Autors ersetzt, aber das nahm der Handlung nicht die Spannung.
Fazit:
Das Cover hätte ich mir etwas anspruchsvoller vorgestellt. Obwohl der Hintergrund, die Idee mit dem zur Ehrerbietung Ritter und dem Pferd sicher zu den Vorstellungen aus Geschichtsbüchern passt, es fehlte mir ein bisschen der Hingucker. Mit dem Inhalt und seiner Kunst, im Erzählstil aus der Sichtweise, des Lebens, von Wolfram von Rheinbod den Leser in die mittelalterliche Geschichte, dem Leben der Stauferkaiser zu führen, ist Ralph Keim mit „Der Ritter“ klassisch gut gelungen. Für mich war es das erste Buch von Ralph Keim. Überlegenswert auf jeden Fall, seine beiden vorherigen zu lesen. Alles in allem: Für den Leser, der historische Romane, vor allem mit geschichtlichem Hintergrund mag, empfehlenswert! Denn: Wer erinnert sich nicht an Kaiser Barbarossa?!

Ich gebe dem Buch 5 Bucheulen

Freitag, 15. April 2011

Rezension (25) Die Chroniken von Mistmantle Urchin und der Herzstein




Urchin und der Herzstein: Die Chroniken von Mistmantle
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
(5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783833350733
ISBN-13: 978-3833350733
Übersetzerin: Beatrice Howeg
Auch hier wieder mein Dank an Bloomsbury- Berlinverlage - für die Bereitstellung der Trilogie.

Text:
Kurz vor der Krönung des jungen Königs Crispin taucht ein geheimnisvolles Schiff vor der Küste von Mistmantle auf, an Bord jede Menge Unheil. Wieder muss Urchin, der Retter von Mistmantle, die Insel verlassen. Wird er je den Weg durch die Nebel zurückfinden?
Uralte Prophezeiungen, Verrat und Intrigen, skrupellose Bösewichter und siegreiche Helden: Band 2 der atemberaubenden Mistmantle-Trilogie.

Statement:
"Über das Wasser
Wird das Geheimnis sie lotsen
Mondlicht und Feuer
Das Heilige und das Getreue
Das Geheimnis wird sie nach Hause bringen."

(S. 173)
Die Insel Mistmantle bereitet sich auf die Krönung von Crispin, dem Eichhörnchen, vor. Währenddessen treffen sich auf der Insel Whitewings drei Tiere. Sie bangen um das Eichhörnchen der Prophezeiung. Doch zu spät, das Schiff mit den Gesandten des Königs Silverbirch, hat die Fahrt nach Mistmantle aufgenommen.
Juniper, ein junges Eichhörnchen, welches aufgrund seiner leichten Verkrüppelungen dem Tod geweiht war und im Verborgenen aufgezogen wurde, wird in "Urchin und der Herzstein" zum Begleiter und Beschützer von Urchin. Juniper hat die Gabe der Vorahnungen, wann immer schreckliche Dinge geschehen würden, er spürte es in seinem Inneren. Urchin, das Eichhörnchen, geboren in der Nacht der Sternschnuppen, wird von den Leuten aus Whitewings ausgetrickst und von der Insel Mistmantle gelockt. König Silverbirch war zum damaligen Zeitpunkt verantwortlich für den Tod von Urchins Vater. Und dort, auf der Insel Whitewings, wird Urchin offenbart, warum sie dieses besondere Eichhörnchen mit dem hellen Fell fangen mussten. Auch mit "Urchin und der Herzstein" ist der Autorin wieder ein fesselndes Buch gelungen.
Angefangen von den verschiedenen Charakteren, einigen bekannten aus dem Band "Urchin von den Sternschnuppen" bis hin zu kleinen Begebenheiten bringt M.I. McAllister mit ihrem leichten, flüssigen Schreibstil das Geschehen herübe. Doch auch hier erinnert es wieder ein bisschen an die guten alten Märchen aus der Kinderzeit.
Zitat:
.....Singt für den König zum Nebel und dem Meer ..."
(S. 331

Fazit:
Mit seinem warmen Cover, das Symbol der Insel und inmitten das Eichhörnchen, bekommt man den "Ich möchte dich lesen"-Blick. Es lohnt sich. Doch man sollte eine Vorliebe haben für diese Art Genre. Wie schon im ersten Band zeigt auch "Urchin und der Herzstein" uns Eigenschaften auf, die im täglichen Leben so wichtig sind, sei es die Treue, die Verbundenheit oder Freundschaft. Die Zeichnungen an jedem Kapitelanfang auch hier wieder angebracht und ebenfalls erwähnenswert das Namensglossar am Buchende.

Ich gebe auch diesem Buch 5 Bucheulen

Rezension (24) Die Chroniken von Mistmantle Urchin von den Sternschnuppen



M.I. McAllister
Die Chroniken von Mistmantle
Urchin von den Sternschnuppen (Band 1)

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
 (5. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783833350726
ISBN-13: 978-3833350726
Danke noch einmal an Bloomsbury - Berlinverlage für die Bereitstellung der Trilogie.

Text
Noch bevor der Tag begann und die Sternschnuppen an diesem frühen Herbstmorgen vom Himmel fielen, gebar die Eichhörnchenmutter unter großen Schmerzen ihr Baby. Sie war von ihrer Heimatinsel geflohen, denn eine Prophezeiung war über ihr Kind ausgegangen. "Es wird einen mächtigen Herrscher stürzen." (Seite 6) Hochschwanger floh sie mit dem Schiff zu der Insel hinter den Nebeln, um ihr Kind zu retten. Kurz nach der Geburt verstirbt sie, weiß aber ihr Baby an einem sicheren Ort. Hier lebten nur gute, freundliche Tiere und ein Igelkönig regierte die Tierwelt. Doch auch auf dieser in Harmonie lebenden Insel herrschte das Böse, Verrat und Täuschung. Ein skrupelloses Paar schreckt nicht einmal vor dem Mord an dem jungen Baby des herrschenden Königs Brushen und seiner Königin Spindle ab, um an die Macht zu kommen.
Statement:
Als das neugeborene Eichhörnchen verlassen am Strand liegt, wird es von einer Möwe als Futter in Sicherheit gebracht. Doch wie eine Vorhersehung wird sie immer wieder von den herabfallenden Sternschnuppen geblendet, bis es letztendlich das Kleine fallen lässt. Ab diesem Zeitpunkt tritt eine Charaktere in die Handlung, Captain Crispin. Im Laufe der Geschichte wächst er neben dem Hauptprotagonisten Urchin immer mehr zu einer sympathischen Figur.
Mit der Insel hinter dem Zaubernebel, der sich um ganz Mistmantle hüllt, hat die Autorin ein phantasievolles Reich geschaffen. Hier leben in Frieden und Eintracht Maulwürfe, Eichhörnchen, Fischotter und Igel miteinander. Chrispin gibt dem gefundenen Eichhörnchenbaby den Namen Urchin. Das am Ende aufgeführte Namensglossar erleichtert ein bisschen das Wieso und Warum der Namen. Ich fand das sehr angenehm. Das Buch liest sich gut, die Handlung wird geprägt von seinen Figuren. Während Urchin bei seiner Ziehmutter Apple heranwächst, seine Arbeiten verrichtet, weilen seine Gedanken immer mehr im königlichen Palast. Ab morgen nun soll er zum Erwachsenendienst eingeteilt werden. Wehmütig sind seine Gedanken. Die Nacht der Sternschnuppen stand bevor. Da aber holt ihn Captain Crispin in seinen Dienst, den Urchin am nächsten Morgen antreten soll. In dieser besonderen Nacht der Sternschnuppen darf Urchin mit in das Turmzimmer von Bruder Fir. Hier hat man einen herrlichen Blick auf das Spektakel am Sternenhimmel. Und in dieser Nacht erfährt Urchin das Geheimnis seiner Herkunft. Am nächsten Morgen findet man den jungen Königssohn ermordet auf. Chrispin wird der Tat beschuldigt und von der Insel verbannt. Wer je die Insel verlässt, findet nie zurück, heißt es.
Es sei aber nicht zuviel verraten, dass Urchin mit seinem neuen Herrn, dem Fischotter Padra, alles daran setzt, um seinem Freund zu helfen, und nicht nur seinem Freund, dem gesamten Tierreich der Insel Mistmantle, um die Wahrheit aufzudecken.
Während das skrupellose Pärchen die Macht und Kontrolle an sich reißt, arbeitet ein kleiner Kreis der Tiere daran, die wahren Umstände aufzudecken. So hat die Insel Mistmantle auch ihre Schattenseiten.
Fazit:
Für mich als erwachsene Leserin rief es dezente Erinnerungen an alte Kindheitsgeschichten hervor. Aber ich muss sagen, dass Urchin von den Sternschnuppen mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Charaktere von Urchin, seinen Freunden, Captain Crispin, Padra und andere, man muss sie einfach ins Herz schließen. Man wird wieder ein Stück Kind und da ich vom Verlag die ersten drei Bände auf einmal erhielt, war es ein Genus, die Fortsetzungen zu lesen und nicht einfach nach dem ersten Band aufhören zu müssen.
Sicherlich gab es einige Stellen, die zu kritisieren wären. Hier liegt es aber in der Hand der Eltern, ab welchem Alter sie die Bücher ihrem Kind anvertrauen würden. Gemeint sind nur als kleines Beispiel die Beschreibung der Entsorgung bzw. das Töten von schwachen Tieren. Erwähnenswert die kleinen Zeichnungen am Anfang eines jeden Kapitels. Die märchenhafte Geschichte von Urchin, der sprechenden Tiere auf der Insel Mistmantle (in dem Reich der Fantasie) lehrt uns aber auch, was Freundschaft heißt, Treue und fester Glaube im Kampf Gut gegen Böse. Denn auch das Leben hat seine Schattenseiten.
Es ist an sich nicht üblich, dass ich ein Zitat bei einer Rezension mit aufführe, aber dieses möchte ich nicht vorenthalten:
Fürchte nichts, bis Eichhörnchen durch die Lüfte fliegen.
(S. 70)

N.S.
Inzwischen liest meine Älteste die Trilogie und eine kurze Rückmeldung war, es ist fantastisch, spannend, aber ich bräuchte dringend mal Schlaf:-) Das sagt doch schon einiges aus.

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Donnerstag, 14. April 2011

Buchzuwachs (62) Die Seele der Elben

Buchzuwachs # 62

Die Seele der Elben
Und heute erreichte mich dann noch dieses Leseexemplar:-) 
Vielen Dank an Piper-Fantasy.


 

Taschenbuch: 496 Seiten 
Verlag: Piper (September 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783492701471 
ISBN-13: 978-3492701471
Seelentrinker - das Wort löst bei dem Halbelben Lluis eiskalte Schauer aus. Lluis verrichtet in der Mark Raakus Dienst auf dem Gut des Markgrafen. Dort verfällt er der atemberaubend schönen Elbin Chaantrea. Diese verfolgt jedoch andere Ziele, als er sich erhofft. Denn Chaantrea gehört zu den gefrchteten Seelentrinkern. Sie giert danach, ewige Jugend zu erlangen. Chaantrea aber hat nicht mit der Widerstandskraft des Halbelben gerechnet. Und auch nicht mit Lluis' engstem Verbündeten, dem zwergischen Magier Trurre ... 

Buchzuwachs (61) Melina und die vergessene Magie

Buchzuwachs # 61

Melina und die vergessene Magie

Gestern erhielt ich dieses Leseexemplar.
Vielen Dank an den Verlag Ueberreuter






Gebundene Ausgabe: 238 Seiten 
Verlag: Ueberreuter (Januar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783800056125 
ISBN-13: 978-3800056125
Melina wird von der Klassenzicke in einen Schulkeller eingesperrt, in dem vor Jahren ein Mädchen verschwunden ist. Als sich ein magisches Fenster - ein Tor in eine fremde Welt - öffnet, beginnt eine unglaubliche Reise durch das Land Lamunee: zur Höhle des Windes, zum Eispalast, zum Nebelwald und zu den ältesten Hexen der Welt. Eine gefährliche Reise, denn die Feuerzauberer wollen das Land erobern und die "dunkle Zeit" zurückbringen. Als es fast zu spät ist, erkennt Melina, dass sie ein ungewöhnliches Talent hat. Eine Magie, die längst in Vergessenheit geraten ist ...

Buchzuwachs (60) Venezianische Verführung

Buchzuwachs # 60

Venezianische Verführung
Erotischer Roman


Vielen Dank an den fallen star Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars. 

Broschiert: 164 Seiten 
Verlag: Fallen Star E. K.; 
Auflage: 1 (Januar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3942322021 
ISBN-13: 978-3942322027

Als Auroras Eltern bei einem Schiffsunglück sterben, bekommt ausgerechnet ihr ruchloser Stiefonkel, der stadtbekannte Libertin Leandro, die Vormundschaft über sie und ihre Tugend. Bald findet sie sich an seiner Seite in wilden Orgien wieder. Als könnte es nicht mehr übler kommen, verliebt sie sich auch noch in den unwiderstehlichen Wüstling. Aufgrund eines Skandals ist sie gezwungen, ihn zu heiraten. Schlimm genug, dass er liebesunfähig zu sein scheint, steht er auch noch unter dem Verdacht, seine Frau getötet zu haben. Bald gerät Aurora in Gefahr ..

Buchzuwachs (59) Engelslust

Buchzuwachs # 59

Engels-Lust
Erotischer Roman





Broschiert: 186 Seiten 
Verlag: Fallen Star E. K.; 
Auflage: 1., Auflage (22. Januar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 394232203X 
ISBN-13: 978-3942322034
Vielen Dank an den fallen star Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Was wäre, wenn nicht nur die Hölle, sondern auch die Menschen- und Mythenwelten von einer einzigen Frau regiert würden? Noch dazu einer, die ebenso teuflisch attraktiv wie gefährlich ist? Das ist Cains größte Sorge, als er in New York auf Raja, die Tochter eines Elfen und der machtgierigen Höllenfürstin, trifft. Der Engel setzt alles daran, dass ein gestohlener magischer Kelch nicht in ihre Hände fällt. Dieser verleiht seinem Besitzer die alleinige Herrschaft über alle Welten, wenn man ihn mit sieben besonderen Zutaten füllt. Daher muss der Kelchdieb, ein gefährlicher Magier, unbedingt aufgehalten werden. Ein globaler Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch als Engel in einem funktionstüchtigen, menschlichen Körper zu stecken, kann ganz schön fies sein, wenn Raja mit weiblicher Verführungskunst versucht, an den Kelch zu gelangen ... 

Buchzuwachs (58) Die Chroniken der Jägerin Gefährtin der Dämonen

Buchzuwachs # 58

Die Chroniken der Jägerin
Gefährtin der Dämonen





Das Buch erreichte mich schon letzten Freitag. Vielen Dank für das Leseexemplar an den Blanvalet-Verlag. 
Taschenbuch: 480 Seiten 
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783442266463 
ISBN-13: 978-3442266463
Übersetzer: Wolfgang Thon
Die lässigste Dämonenjängerin aller Zeiten!

Während des Tages ist Maxine Kiss unverwundbar, geschützt von Tätowierungen auf ihrem Körper.  Nachts jedoch lösen sich die Tattoos von ihrer Haut und verwandeln sich in Dämonen – und die junge Frau wird wieder zu einem verletzlichen Menschen. Maxine und ihre "Jungs" sind die Einzigen, die zwischen unserer Welt und den grausamen Mächten der Finsternis stehen. Doch wie lange werden sie sich noch dem Bösen entgegenstemmen können?

Buchzuwachs (57) Die Schattenritter Ewige Versuchung

Buchzuwachs # 57

Die Schattenritter
Ewige Versuchung
Und hier das dritte von den drei reduzierten Taschenbüchern
Manchmal kommt man ja an diesen Tischen nicht vorbei!


Taschenbuch: 352 Seiten 
Verlag: Knaur TB (10. Mai 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426505452 
ISBN-13: 978-3426505458
Übersetzer: Sabine Schilasky
Die Schattenritter: Wahre Liebe ist unbesiegbar!

Sie war von einem Vampir gebissen worden, und nicht nur von irgendeinem Vampir, sondern von Temple. Und es hatte ihr gefallen.
Ihr Leben lang hatte Vivian geglaubt, dass Vampire die Ausgeburt des Bösen sind. Doch je mehr Zeit sie mit dem von ihrem Ziehvater eingekerkerten Schattenritter verbringt, desto mehr kommt sie ins Grübeln. Der Vampir scheint ein gebildeter und faszinierender Mann zu sein. Eins ist Vivian jedoch ohne Zweifel klar: Temple ist gefährlich - und zwar gefährlich verführerisch.

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