Sonntag, 8. Januar 2012

Rezension (125) Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer

Thomas Jeier
Die ersten Amerikaner - Eine Geschichte der Indianer
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (5. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421044129
EUR 22,99

Indianer: Das klingt nach Freiheit, Prärie, Büffeljagd und Lagerfeuer – bis der weiße Mann kam und alles kaputt machte. Nach wie vor prägen solche Bilder die geläufigen Vorstellungen über die ersten Bewohner Nordamerikas. Doch wie lebten die Indianer wirklich, wie begegneten sich die Stämme untereinander und was sind die Probleme eines Indianers heute? Thomas Jeier räumt in dieser umfassenden Geschichte der Indianer mit einer Reihe von Klischees auf – Indianer waren weder die »edlen Wilden« noch die ersten Umweltschützer. Zugleich überrascht sein Buch mit einer Fülle bislang unbekannter Erkenntnisse, etwa wenn er über die Hochkultur der Ackerbau treibenden Anasazi schreibt oder deutlich macht, dass die amerikanische Verfassung Vorläufer im Irokesenbund hatte.

Statement:
Aus den vorliegenden Pressestimmen kann der Leser schon die Begeisterung für dieses hochinteressante Buch entnehmen.
Das Hardcoverbuch zeigt zum einen in der vorderen Innenseite eine Karte, die die Kulturregionen und Stämme um 1850 aufzeigt sowie in der hinteren Buchklappenseite die Indianer in den Vereinigten Staaten von heute.
In seinem Vorwort schreibt der Autor Thomas Jeier, wie es zu seiner Begeisterung und Leidenschaft, die er bis zum heutigen Tage beibehalten hat, zu Indiandern gekommen ist. Sicherlich erinnert es den einen oder anderen Leser wieder einmal an  Karl May-Bücher, wer hat sie nicht gelesen?!
Weiter geht es mit der Einführung „Indianer – gibt es die noch?  und in zehn weiteren Kapiteln, angefangen über die ersten Kontakte bis zum letzten Kapitel, welches da heißt „Menschen zweiter Klasse“. Gibt es sie noch, die Indianer, wie wir sie aus den verschiedensten Medien kennen? Im gewissen Sinn vielleicht, oder?! Das Bewahren ihrer alten Traditionen, das alte Kulturgut nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sicherlich besinnen sich so viele darauf zurück. Und ich halte es für sehr wichtig, dass gerade diese Menschen ein Recht auf die Pflege, auf das Besinnen ihres wertvollen Gutes haben.
Abgeschoben in Reservate, überflutet von dem Konsum der heutigen Zeit, dem Alkohol u.v.a. mehr, sind die Indianer wirklich Menschen zweiter Klasse?
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, daran musste ich etliche Male beim Lesen des Buches denken. Eine Freundin (Deseroka Littlewing) lebt in einem Indianerreservat und durch unseren Emailkontakt habe ich schon ein bisschen „hinter die Kulissen“ schauen können.
Fazit:
Manchmal muss man sich von seinen Emotionen lösen, um möglichst eine neutrale Rezension zu schreiben, eine Bewertung abzugeben, doch so ganz ist es mir wohl nicht gelungen. Unendlich viele Bilder gingen mir durch den Kopf, denn ich hatte schon etliche Fernsehdokumentationen im TV über die Indianer gesehen, die letztendlich schon einiges von dem zeigten, was der Autor mit diesem hervorragenden, sehr detailliert geschriebenen Sachbuch veröffentlicht hat.
Ich gebe hierfür meine absolute Leseempfehlung. Eine Bereicherung für das Bücherregal  - meine Hochachtung vor dem Autor!
Toksha ake`

Ich vergebe 6 Bucheulen

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