Montag, 13. Februar 2012

Rezension (137) Ein Hund im Winter


Greg Kincaid
Ein Hund im Winter
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
256 Seiten
ISBN: 978-3-442-20387-1
€ 12,99
Verlagsinfo:
Winter in Kansas: Das Schicksal meint es nicht gut mit dem dreizehnjährigen George McCray. Bis ihm Tucker begegnet, der Irish Setter des stets betrunkenen Nachbarn. Schon bald spürt er, dass Tucker ihm bedingungslos zur Seite steht. Die Treue und Liebe des Hundes lassen ihn endlich wieder neuen Mut fassen. Und dank Tucker darf es dann sogar richtig Weihnachten werden …
Prolog:
Hunde stehen mit einer Pfote in der Wildnis und kratzen mit der anderen an der Tür zum Menschsein. Sie sitzen zwischen zwei Stühlen …
Ab und an haben ein paar Auserwählte unter uns das Glück, einem Hund zu begegnen, der sich ganz natürlich zwischen diesen beiden Welten hin- und herzubewegen scheint …

Privates Vorwort:
Warum am Anfang der Rezension gleich ein Spoiler? Am Ende des Buches sagte ich mir, es hätte nicht besser geschrieben werden können. Denn wer je einen besonderen Hund besaß oder so wie bei uns, jetzt wieder einen neuen (gebrauchten) Hund zu uns genommen haben, weiß was gemeint ist. Es ist wohl vorbestimmt gewesen, dass genau diese beiden Hunde zu einem Zeitpunkt in unser Leben traten, wo sie uns und wir sie brauchten.
Statement:
Das Buch „Ein Hund im Winter“ von dem Autor Greg Kincaid, der hauptberuflich als Rechtsanwalt arbeitet und sich in der Organisation „Petfinders“ engagiert, handelt von einem Jungen und der Freundschaft zu einem Hund. Im Laufe der Geschichte wird der Leser erkennen, dass es nicht nur so ein Hund ist, sondern mehr.
Orte bringen Erinnerungen zurück, an Geschehnisse, die sich vielleicht vor langer Zeit ereignet haben. So ergeht es auch unserem Protagonisten George, der in der alten Holzscheune auf den McCray’sHill eine Art Familienmuseum unterhält. Dieser Platz beherbergt vieles, so auch ein altes Hundehalsband. Tucker war der Name des Hundes. Die Geschichte „Ein Hund im Winter“ ist in der Ich-Form des Protagonisten geschrieben.
Und genau in dieser Scheune beginnt die Handlung des 13-jährigen George und Tucker, im Jahre 1062. Die Familie von George, seine Mutter, seine beiden Geschwister lebten bislang auf der Farm der Großeltern. Sein Vater ist tot, bis eines Tages die Mutter mit den Geschwistern die Einsamkeit auf der Farm nicht mehr aushält und in die Stadt zieht. George bleibt bei den Alten und hilft so gut er kann. Das bedeutet für ihn viel Arbeit. Ein harter Winter zieht ins Land, und bedeutet für den Großvater, dass noch mehr auf ihn zukommt, denn er ist für die Räumung der Straßen zuständig. Und eines Tages bringt er den Hund des Nachbarn Thorne mit. Dieser hat ein starkes Alkoholproblem und muss ins Gefängnis. Der verwahrloste Irish Setter findet in George einen neuen Gefährten – und umgekehrt genauso. Doch der Tag kommt, an dem Frank Thorne aus dem Gefängnis entlassen wird und seinen Hund zurückfordert.
In dem Buch von Greg Kincaid „Ein Hund zu Weihnachten“ wächst der Leser mit der Geschichte und erlebt nicht nur das Heranwachsen eines Jungen, sondern schaut auch in das Innere, der Seele, erfährt viel um Schmerz und Verlust.
So hart wie das Leben auch mit Menschen umgehen kann, es gibt immer wieder einen Lichtpunkt. Aus vielem können wir Kraft schöpfen, aber nichts kann einen Freund ersetzen, sei es vielleicht „NUR“ ein Tier.
Spoiler S. 23:
Dieser Hund drückte mir seine kühle, nasse Nase ins Gesicht, als wären wir alte Freunde, die nach grausamer Trennung nun endlich wieder zusammengefunden hatten.
Absolute Leseempfehlung.
Ich vergebe 5 Bucheulen.

Kommentare :

  1. Das klingt sehr interessant, vielen Dank für diese schöne Rezension. Das Buch ist nun gleich auf meinem Wunschzettel gelandet.
    Liebe Grüße
    Susanne

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  2. Danke für deine Mitteilung - es ist wirklich ein gutes Buch - war eben auf deinem Blog und habe gleich eine Frage dagelassen
    :-) LG HANNE

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