Donnerstag, 8. März 2012

Rezension (144) Pionierin der Arktis


Cornelia Gerlach
 Pionierin der Arktis
Gebundene Ausgabe
352 Seiten
Verlag: Kindler (16. Januar 2012)
Rowohlt Verlag GmbH
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406299
€ 19,95

Kurzinfo:
Dieses Buch erzählt die faszinierende Lebensgeschichte von Josephine Peary: von den Strapazen im ewigen Eis und langen Polarnächten, davon, wie es ist, 13 Breitengrade unterhalb des Nordpols sein Baby auf die Welt zu bringen und mit Inuit-Frauen die Polarausrüstung zu nähen – und nicht zuletzt vom immerwährenden Bann der Arktis.
Josephine Peary war die erste Frau, die je an einer Polarexpedition teilgenommen hat.
Statement:
Bei den Vorbereitungen zu ihrer Reise im Sommer 2010 in die Arktis stieß die Autorin auf Unterlagen von Josephine Peary. In ihrem Vorwort informiert Cornelia Gerlach den Leser über das Leben des Ehepaars Peary, die seit deren ersten Expedition 1891 in Amerika bekannt wurden. Vieles ließ sich aus dem Nachlass von Josephine lesen, doch wohl nur das, was die Öffentlichkeit lesen durfte.
Das über 350 Seiten umfassende Buch zeichnet nicht nur die damaligen Lebensumstände auf, die Leidenschaft für das Extreme, sondern gibt dem Leser auch den Einblick in das Leben der Inuit, das Leben an einem der extremsten Orte der Welt.
Die Karten im Buchdeckel geben die Möglichkeit, sich die Wege, die Orte vor Augen zu führen.
Als Robert E. Peary die Expedition in die Arktis umsetzen will, beschließt seine Frau Josephine, an dieser teilzunehmen. Für sie war es selbstverständlich, an der Seite ihres Mannes zu sein. Doch das verursachte enorme öffentliche Reaktionen. Zum Teil Unverständnis für Jos Verhalten, zum anderen machten die damaligen Medien einen Hype daraus. Eine Expedition in eine fremde Welt, fremde Sprache, und das als Frau, schier unvorstellbar.
Spoiler: Vorwort – Und man begreift einmal mehr: Hinter einem erfolgreichen Mann steht oft eine starke Frau.
Robert E. Pearys Ziel war seit eh und je den Nordpol zu erobern. Doch bei einer nächsten Expedition sind die Umstände für Josephine, deren Eltern deutsche Einwanderer sind, anders; denn Jo ist schwanger.
Äußerst lebendig und spannend schildert die Autorin hier das Gefühlsleben, das Für und Wider der Teilnahme von Josephine an der Expedition. Am 12. September wird das Kind geboren. Was man schon vielleicht aus anderen Büchern oder Berichten weiß, war es zur damaligen Zeit nicht gerade einfach, eine Expedition zu finanzieren. Josephine hatte ihre vorangegangenen Aufzeichnungen vermarktet und u. a. durch den Verkauf des Buches, später dann mehr, mit dazu beigetragen, dass der Traum ihres Mannes verwirklicht werden konnte.
1920 starb Robert E. Peary.
Fazit:
„Pionierin der Arktis – Josephine Pearys Reisen ins ewige Eis“ ist ein besonderes Buch, anderes, als man vielleicht erwartet oder denkt. Ich kann das Buch von Cornelia Gerlach empfehlen. Es ist wunderbar geschrieben, der Schreibstil der Autorin, die Wiedergabe des Lebens der Pearys macht das Buch zu einem Erlebnis. Ebenfalls finden sich Fotos der Pearys hierin, die der Autorin freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Das Buch wird am Schluss ergänzt durch den Nachweis der Literatur, Anmerkungen sowie den Bildnachweisen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Verlagsseite
Ich vergebe 6 Bucheulen.

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