Donnerstag, 14. Juni 2012

Rezension (172) Die Pension am Deich




Sigrid Hunold-Reime
Die Pension am Deich
Frauenroman
Broschiert
277 Seiten
Verlag: Gmeiner 1. Auflage
13. Februar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN: 13-978-3839212745
€ 9,90


Verlagsinfo:
IM UMBRUCH  Tomke ist wieder allein. Paul hat sich nun doch für seine Frau entschieden. Frustriert stürzt sich Tomke in die Arbeit in ihrer Frühstückspension, doch am liebsten würde sie auf ihre Homepage schreiben „Paare unerwünscht, Singles bevorzugt.“ Zu ihren Gästen gehört die verträumte Liebesromanautorin Anne, die gedrängt wird, endlich realitätsnahe Geschichten zu schreiben. Außerdem ist da Monika, perfekt organisierte Ehefrau und Mutter von Zwillingen. Als ihre Kinder sich entschließen fernab der Heimat zu studieren, fehlt Monika eine Aufgabe und auch in ihrer Ehe beginnt es zu kriseln …

Begleiten Sie drei grundverschiedene Frauen auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück – sensibel und wunderschön erzählt.

Leseprobe:

Statement:
"Sensibel und wunderschön erzählt" - ein locker, charmant geschriebener Frauenroman füge ich dem hinzu.
Drei Frauen treffen in "Die Pension am Deich" aufeinander und Schritt für Schritt entwickelt sich aus Vergangenem, denn jede von ihnen trägt ein unsichtbares Päckchen mit sich, ein Miteinander auf der Such nach ...
Da ist als erstes Tomke, die nach ihrer jahrelangen Liason mit Paul nun wieder allein ist. Tomke ist Witwe, Kinder aus dem Haus, was macht man z. B. bei einem Neustart? Natürlich erst einmal eine äußerliche Veräönderung. Und so trägt sie jetzt anstatt ihrer langen Haare raspelkurz. Frustriert, aber motiviert, hat sie den Plan umgesetzt und ihre kleine Frühstückspension renoviert und neu eröffnet - in Horumersiel.
Als erstes reist Monika an, die mit einem Kurzurlaub an der See von ihrem Mann überrascht wird.
Der zweite Gast ist Anne, Autorin, wohnhaft in Hameln. Für Tomke wird das eine Riesenüberraschung werden, wenn sie erfährt, dass das DIE Linda Loretta ist.
Anne, alleinerziehende Mutter einer pupertierenden Tochter, leidet mal wieder an ihrer jährlichen Pollenallergie. Sie haßt die Jahreszeit. Und so paßt es gut, dass die Tochter für eine Woche bei der Freundin wohnt und Anne kurzfristig Urlaub in Horumersiel bucht.
Die Charaktere Anne ist mir natürlich sofort sympathisch gewesen, zumal die Autorin sie in unserer gemeinsamen Heimat Hameln ansiedelt. Die Beschreibungen, wenn auch nur kurz von Hameln, ein bißchen von hier und der Ausblick dort. Und den erwähnten Ohrberg (S. 79) gibt es wirklich. Die Bahnfahrt von Hameln nach Hannover und und und ...
Da sind sie nun, die drei Frauen: Tomke, Anne und Monika, nicht zu vergessen, Frank, Monikas Ehemann.
Die eine versucht ihre Ehe zu retten, die andere will die Zeit zum Nachdenken und Schreiben  nutzen, auch wie ihr weiteres Vorgehen als Autorin sich gestalten soll, nicht immer nur Liebesgeschichten zu schreiben. Annes Lektorin hat ihr den Rat gegeben, von ihrem Liebeseinheitsbrei Abschied zu nehmen und etwas Neues zu wagen. Und dann ist da noch Kees-Jan, dem Vater ihrer Tochter. Viel zu oft muss sie immer noch an ihn denken.
In wechselnder Perspektiove der drei Protagonistinnen nimmt die Autorin den Leser locker und unbeschwert mit in die Handlung hinein. Und mit jedem neuen Kapitel kommen sich die Frauen näher, öffnen sich, manchmal ungewollt, nicht immer planmäßig. Denn bei keiner läuft alles in rechten Bahnen, doch das entspricht genau dem, was sich z. B. Annes Lektorin wünscht: realitätsnahe Charaktere.
Tomke, Anne und Monika, sie treffen sich genau an dem Punkt, wo jede von ihnen gerade zur rechten Zeit eine gute Freundin braucht.
Was ist das Besondere oder besser gefragt, was ist das Glück der Freundschaft?
Ich schließe mein Statement einfach mal so - Punkt, Schluss.
Denn so ist es auch im Buch "Die Pension am Deich" - bewußt gemacht von der Autorin? Ich denke schon, denn ein Ende kann und sollte ruhig offen bleiben.
Die Story geht bestimmt weiter, irgendwann, sicherlich aber wieder mit Tomke (hoffen ***)
Fazit:
"Die Pension am Deich" fasziniert vom wirklich hervorzuhebenden Schreibstil der Autorin, den ich ja vom "Janssenhaus" kannte. 
Ein gelungener Roman, eine erfrischende Lektüre, die man nicht nur "hinterm" Deich lesen kann bzw. sollte.
Ich gebe meine absolute Leseempfehlung.
Fünf Bucheulen

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