Mittwoch, 20. Februar 2013

(Rezension) Æthermagie ~ Susanne Gerdom

© Verlag Ueberreuter



Susanne Gerdom
Æthermagie
Gebundene Ausgabe
446 Seiten
Verlag: Ueberreuter; Auflage: 1 (19. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3800056866
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 
Ab 14 Jahren  

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(Gelesen Januar 2013)

Kurzinfo:

Die junge Baronesse Kato von Mayenburg lebt in einer vom Krieg zerrissenen Welt, in der alles von der magischen Energie, dem Æther, abhängt. Sie kommt dem düsteren Geheimnis der Elementare auf die Spur, die den Æther für die Menschen produzieren müssen und von diesen in unwürdiger Knechtschaft gehalten werden. Auf der Flucht vor der Geheimpolizei verschlägt es sie in die geheime Abteilung D der Kaiserlichen Irrenanstalt am Brünnlfeld. Wer ist der Drahtzieher hinter den grausamen Versuchen an Irrenhausinsassen? Während sie ihr altes Leben hinter sich lässt, begegnet Kato den Brüdern Milan, der kaiserlichen Prinzessin, einer illustren Geheimgesellschaft in der Kanalisation unter Wien, einem zwielichtigen Nervenarzt und dem Zeit und Raum manipulierenden Professor Tiez ? der weitaus harmloser wirkt als er in Wirklichkeit ist.

(von Verlagsseite - Ueberreuter)
Leseprobe "von Verlagsseite"

Autoreninfo:
Susanne Gerdom, 1958 geboren, ist am Niederrhein in Rheinhausen aufgewachsen, wo sie auch zur Schule ging. Nach einer Buchhandelslehre beschäftigte sie sich mit dem Theater und verbrachte einige Jahre als Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldorf. Später begann sie, Fantasy und Science Fiction zu schreiben. Sie lebt und arbeitet seit 2008 wieder am linken Niederrhein.
www.susannegerdom.de


Statement:
Æthermagie – im Steampunkbereich angesiedelt, spielt in der Zeit des österreich-ungarischen Kaiserreiches, in Wien.
Die junge Baronesse Kato von Meyerburg, der Riese Moroni – ein alter Zeitmeister, Pater Guardianus, der Zeitlose Orden, nur ein Bruchteil der Personen, mit denen der Leser Bekanntschaft schließen wird.
Kato von Meyerburg, Tochter des Freiherrn Simon Jakob Peregrin von Meyerburg, erfährt von ihrem Vater, dessen Gesundheit nicht zum Besten steht, und ihrer Stiefmutter, dass sie aufgrund der unruhigen Lage in der Stadt für einen längeren Zeitraum in ein Institut für Höhere Töchter untergebracht werden soll.
Was niemand weiß ist, dass Kato zu einer Kategorie besonderer Menschen gehört, die in der Lage sind, Elementargeister zu sehen, mit ihnen zu sprechen. Dieses wird dem Leser schon sehr früh vor Augen geführt, wenn Kato mit ihrer Lampe Calandar spricht.
Doch woher stammen sie diese Ætherwesen, wo werden sie produziert, so dass man in den Genuss von Licht u.a. kommt. Die Elementare hat die Autorin am Ende des Buches für den Leser aufgelistet.
Ætherwesen – in einer Irrenanstalt werden Menschen gehalten, mit ihnen Versuche angestellt. Allein diese Vorstellung erzeugte innere Schüttelanfälle.
Die Unruhen in der Stadt, der Widerstadt gegen diese Produktion der Elementare, das heißt Krieg.
Während eines Einkaufsbummels stellt Kato in ihrem Lieblingsladen bei Meister Horatius Tiez fest, dass sie mit ihrer Gabe nicht allein ist. Sie teilt ihr Geheimnis mit Tiez im gegenseitigen Versprechen, es vor allen geheim zu halten. Beiden ist klar, was mit ihnen geschieht, sollte es bekannt werden und ihnen dann drohte.
Nicht ganz leicht der Einstieg in das Buch, doch wenn man erst einmal den Faden angefangen hat aufzurollen, mag man nicht mehr aufhören.
Ausgeprägte Charaktere, beeindruckend klar und deutlich für den Leser dargestellt, düstere Stimmung, nicht einfache Szenen in der Irrenanstalt, eine Story, wie ich sie so nicht erwartet hatte.
Was mich an der Geschichte faszinierte, war die Art und Weise, wie die Autorin die moderne Art der Technik mit Altem verbunden und daraus ein guter Stoff geworden ist.
Was die  Haltung der Menschen in einer Irrenanstalt in den vergangenen Jahrhunderten betrifft, entspricht einiges wohl auch noch der Realität. Die sich kaum vorstellbaren Grausamkeiten, für uns heute unvorstellbar?!
Ich bin mir nicht sicher, an welchen Orten dieser Welt auch noch heute unter den primitivsten Umständen Kranke leben und leiden. (rein persönliche Anmerkung)

Fakt ist:
Steampunk, nicht jedermanns Sache. Dann noch aus der Feder einer Autorin, deren Bücher ich gern lese. Doch inzwischen zeigt sich immer mehr die Bandbreite der Autorin, die unter ihrem Pseudonym Franziska Hille sich  ebenfalls einen Namen gemacht hat.
Æthermagie erhält meine absolute Leseempfehlung. Es ist in sich abgeschlossen, obwohl es noch eine Fortsetzung gibt. Wie wird es weitergehen?
Wieder einmal muss ich auf den sehr eigenen Schreibstil, den Aufbau der Geschichten von Susanne Gerdom hinweisen. Er hebt sich sicher aus der Masse heraus, sie besitzt ihre eigene Handschrift, die nach etlichen gelesen Büchern der Autorin immer wieder aufs neue verblüffft.
Am Ende findet sich noch eine Auflistung von „Fremdwörtern“, Ausdrücken, Elementare sowie die entnommenen Zitate.
Ein ausdrücklicher Hinweis auf das Cover – ein Eyecatcher! Passend zum Titel, passend zum Inhalt. Mehr ist nicht dazu zu sagen.

Ganz "knapp" Fünf Lesegenuss-Bücher

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