Montag, 29. Juli 2013

(Rezension) Das Haus auf der Blumeninsel - Christiane Lind




Christiane Lind
Das Haus auf der Blumeninsel
Taschenbuch
480 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426513330
€ 8,99

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© Cover/Info  Verlag

Die junge Laura flieht vor ihren Erinnerungen nach Madeira in das Haus am Leuchtturm, das ihrer Familie gehört. Wie ihre Vorfahrin, die Blumenmalerin, verfällt auch sie sofort dem Zauber der Insel. Auf der Suche nach weiteren Blumenbildern findet Laura Briefe, in denen eine Mutter ihrer Tochter ihre Liebe offenbart. Ihre Nachforschungen führen Laura in die Zeit zwischen den Weltkriegen und zu zwei Schwestern, die denselben Mann geliebt haben. Eine von ihnen traf eine folgenschwere Entscheidung, deren Spuren Laura auch heute noch begegnet. Doch welche Verbindung haben sie zu ihrem eigenen Leben? 


Der Zauber von Madreira, drei Frauengenerationen und ein geheimnisvolles Blumenbuch“, so lautet die Überschrift des Buchrückentextes.
Die Geschichte beginnt im Frühling 1929 auf der Insel Madeira mit der jungen Frau Amelia. Sie sorgt sich, denn gestern waren ihre Stiefmutter und Stiefschwester auf der Insel angekommen. Amelia läßt ihren Gedanken freien Lauf. Ob sie will oder nicht, sie muss ihnen gegenübertreten, schwanger. In den frühen Morgenstunden beginnt sie mit ihrem täglichen Ritual. Sie schreibt einen Brief an ihr ungeborenes Kind. Der heutige beginnt nicht mit  Mein liebes Kind, denn in der Nacht zuvor hat sie von ihrem Baby geträumt. Meine liebe Tochter, und Amelia berichtet ihr von dem wahren Paradies auf Madeira, der für sie ein unerschöpflicher Ort für ihre Malerei ist. Für Amelia ist es die wahre Freude, diese Pracht malerisch festzuhalten. Man würde sie Die Blumenmalerin nennen, teilt sie dem Ungeborenen mit.
Die Familiensaga geht im Jahre 1956 weiter, und zwar auf dem Landsitz Tristyans Manor, welches in der Grafschaft Cornwall in England liegt.
Emma hat gezwungenermaßen ihr gewohntes Zuhause verlassen und ist mit ihrer Tochter Grace auf dem Weg nach Cornwall. Immer wieder hat Emma Grace von Tristans Manor erzählt, aber nie die Frage beantwortet, warum sie dort nicht wohnen würden. Mit der Heimkehr wird sich einiges ändern.
Alles erinnerte Laura in der Wohnung an Fabian. Er war die Liebe ihres Lebens gewesen und nur seinetwegen war sie mit nach Deutschland gezogen. Doch die Sehnsucht nach dem Meer, ihrem Zuhause in Cornwall, war geblieben. Die Geschichte von Laura beginnt im Jahr 2012 und schon auf den ersten Seiten spürt man die Trauer. Doch wie lange trauert man um einen geliebten Menschen? Laura trauert um Fabian. Letztendlich bringt ihre Schwester Hannah sie dazu, für eine Zeit nach Madeira zu fahren, Abstand zu gewinnen. Mit der Insel Madeira verbindet Laura ein besonderes Buch „Die Blumen Madeiras“ von Amelia Woolf. Diese Frau war eine begnadete Blumenmalerin gewesen, zudem noch eine entfernte Verwandte. Laura hatte ihren MAGD – Master of Garden Design – absolviert Doch das war nicht ausschlaggebend für den Entschluss, nach Madeira zu fliegen. Vielmehr stellte sie sich die Frage, wer war diese Verwandte gewesen, die in ihr das Interesse für Blumen und Pflanzen weckte, so dass Laura später darin ihre Berufung sah.
Das Haus auf der Blumeninsel spielt auf drei Zeitebenen, letztlich bis zum Ende. Es ist Laura, die ein altes Geheimnis per Zufall entdeckt. Sie findet Amelias Briefe an das Ungeborene. Zufälle gibt es ja mehrfach im Leben und so ist es nicht erstaunlich, dass auf einmal Grace, Lauras Großtante, auf Madeira auftaucht.
Diese alten Briefe werden für Laura ein wichtiger Begleiter auf ihrem Weg, mit der Trauer um Fabian umzugehen, sie zu verarbeiten und auch zu verstehen.
Wie dicht nebeneinander Glück und Leid nebeneinander liegen, ist auch in der Geschichte um diese Frauen gut zu lesen. Neid, Missgunst, so vieles trägt dazu bei, dass der Haß sich in den Herzen festsetzt.
Gefühlvoll und spannend schildert die Autorin das Leben der Frauen. Die Protagonisten der einzelnen Zeitebene sind gut beschrieben, ob man sie alle mag, bleibt dem Leser überlassen. Ich konnte mich gut an die einzelnen Handlungsorte hineindenken, alles in allem hat die Autorin eine wunderbare Atmosphäre geschaffen.


Die warmen Farben des Covers, in der einen Ecke sieht man die blühende Strelitzie, ein ansprechender Titel und Buchrückentext, Das Haus auf der Blumeninsel – ein Buch, dem ich meine absolute Leseempfehlung gebe. Begeben Sie sich auf die Reise - Madeira heißt das Zauberwort.

FÜNF Lesegenuss-Bücher






Christiane Lind hat in Sozialwissenschaften promoviert und neben zahlreichen Kurzgeschichten einen historischen Roman und ein Jugendbuch veröffentlicht. Reisen ist ihre große Leidenschaft, die sie nach Cornwall und auf die Blumeninsel Madeira führte. Sie war sofort fasziniert von der Farbenpracht und Atmosphäre der Insel und hat sich davon für ihren Roman inspirieren lassen.


 Vielen Dank an den Verlag für das tolle Buch!

Kommentare :

  1. Schön, dasses dir auch so gut gefallen hat wie mir! Ist ja auch ein echt schönes Buch.

    Liebe Grüße Nicole

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    1. :-) Lieben Dank Nicole, wie du siehst, bin ich derzeit im Familiensaga-Leserausch ....
      Liebe Grüße Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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