Samstag, 6. Juli 2013

(Rezension) * Sehnsucht nach Sansibar * - Micaela Jary


 
                Micaela Jary - Sehnsucht nach Sansibar                

Taschenbuch
448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Auflage: Originalausgabe, 2. Auflage April 2012 (12. März 2012) 
ISBN-13: 978-3442476664
€ 9,99
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Der Duft exotischer Gewürze, Farben wie aus 1001 Nacht, eine Insel voller Sehnsucht: Sansibar
1888 an Bord eines Dampfers auf dem Weg nach Ostafrika: Die unkonventionelle Reederstochter Viktoria Wesermann, die junge Forschungsreisende Antonia Geisenfelder und die verwöhnte Juliane von Braun schließen Freundschaft. Jede sucht ihr Glück auf der duftenden, exotischen Gewürzinsel Sansibar, doch schon bald geraten die drei in ein Wechselbad aus leidenschaftlichen, verstörenden und berauschenden Gefühlen, in einen schmerzhaften Zwiespalt zwischen orientalischem Traum und den Schatten von Sklavenhandel, blutigen Aufständen und Cholera ...




Es ist eine Angewohnheit von mir, bevor ich ein neues Buch zu lesen beginne, lasse ich die Seiten durch meine Finger gleiten. Blatt um Blatt. Dabei fiel mein Blick auf die Fußnote des Romans und mit der begann ich dann auch zu lesen. Hieraus ist zu ersehen, dass die Autorin sehr gründlich für ihre Story recherchiert hatte. Dies zeigt auch eine Teilauflistung der Bücher, u. a. zur Hintergrundthematik.
„Sehnsucht nach Sansibar“ spielt Ende des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt 1888. Die Insel im Indischen Ozean war bis 1890 ein freies, selbständiges Sultanat.
Drei junge Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen für einen gewissen Zeitraum Deutschland verlassen, lernen sich auf der Schiffsreise nach Sansibar kennen.
Die Eltern von Viktoria Wesermann, einer Reedereistochter, schicke diese nach Sansibar, nachdem sie die Familie öffentlich bloß stellte, und die geplante, geschäftlich wichtige, Hochzeit mit der besten Partie von Hamburg ausschlug.
Man bedenke, was für uns heute selbstverständlich ist, galt damals nicht. Da wurde gekuppelt, versprochen, arrangiert und die Frau hatte zu gehorchen.
Viktoria aber wollte Lehrerin werden und hatte Kontakt zur Frauenbewegung.
Antonia Geisenfelder ist auf einer Forschungsreise zur Untersuchung der Cholera mit dabei. Unglücklicherweise hat sie sich in ihren Chef verliebt.
Juliane von Braun, die Dritte aus dem Trio, ein verwöhntes, junges Mädchen, die ihren Vater auf der Reise nach Sansibar begleitet. Sein Aufenthalt dort führt ihn zum Sultan von Sansibar.
Zitat – Erster Teil:

Das Leben besteht aus zwei Teilen:

die Vergangenheit – ein Traum;

die Zukunft – ein Wunsch.

Arabisches Sprichwort

Viktoria, Antonia und Juliane, drei unterschiedliche Charaktere, und doch schließen sie miteinander Freundschaft. Im Laufe der Handlung blickt der Leser in das Leben der Frauen. Und nach ihrer Ankunft in Sansibar versprechen sie sich, miteinander Kontakt zu halten.
Freundschaft ist ein wichtiger Bestandteil – in jedem Leben.
„Sehnsucht nach Sansibar“, wohl wissend nicht Kath, dieses Blattzeug, gekaut zu haben, befindet man sich wie unter einer Dunstglocke, umgeben von betörenden Düften, entführt in eine andere Welt. Nicht mehr hier – einfach berauschend.
Sansibar, die Gewürzinsel im Indischen Ozean, wer sich die Bilder im weltweiten Netz anschaut, verfällt dem Charisma und möchte sofort hinreisen.
Sansibar, Ende des 19. Jahrhunderts, die Distanz zwischen der dunkelhäutigen Bevölkerung und den Weißen, dieser Unterschied zwischen Arm und Reich, die blutigen Aufstände ...
Zitat: S. 239

Mit all ihren Sinnen erfasste sie das Elend auf dieser Seite der Lagune, welche die noble Steinstadt von dem erbärmlichen Viertel der Eingeborenen trennte.  -

Und doch sind da die Träume, Hoffnung, warten auf ein Wunder.




„Sehnsucht nach Sansibar, bei den momentanen sonnigen Tagen ideal zum Lesen, aber nicht nur dann. Micaela Jarys Wortschatz, ihre wunderbare Art den Leser hiermit bildlich an Orte zu entführen, ist ein einzigartiger Lesegenuss.
Die exotische Insel verführt nicht nur drei Protagonistinnen, und die Romantik kommt auch nicht zu kurz im Buch. Ein Ende mit Abschied – Sehnsucht nach Sansibar.
Die Charaktere, die Handlung, alles hat mich für sich eingenommen.
Genießen Sie die einzigartige Reise nach Sansibar.P.S.
Es gibt sehr interessante Artikel im Netz über die deutschen Kolonien in Afrika - Geschichtsunterricht frei Haus. Allerdings wie schon oben geschrieben, Sansibar war keine deutsche Kolonie.


 Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.

www.micaelajary.de

Ich gebe fünf Lesegenuss-Bücher 
Vielen Dank an Micaela für das Buch - es ist nicht immer selbstverständlich!

Kommentare :

  1. Am 26. September 2013 stellt Micaela Jary ihren aktuellen Roman "Das Bild der Erinnerung" in Berlin vor.

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    1. Ja, leider viel zu weit weg von mir :-(
      Aber irgendwann wird es passen.
      LG Hanne

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