Montag, 4. November 2013

(Rezension) Große Ärsche auf kleinen Stühlen ~ Benni-Mama


http://www.fischerverlage.de/buch/grosse_aersche_auf_kleinen_stuehlen/9783596197163

Benny-Mama
Große Ärsche auf kleinen Stühlen
Eine Kindergartenmama packt aus
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (8. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596197163
€ 8,99









© Cover / Info - Verlag -

Leseprobe " klick "


Wo Eltern sich so richtig austoben – aus dem Alltag einer unerschrockenen Kindergarten-Mutter
»Elternabend oder Darmspiegelung? Vor die Wahl gestellt würde ich lieber zum Arzt gehen!«
Benni-Mama weiß, wovon sie spricht: Intrigen und Korruption, Mobbing und Machtspiele kommen nicht nur unter Managern vor. Wo Jungs- und Mädchenmütter, Erzieher der alten Schule und Kuschelpädagogen sich auf kleinen Stühlen zum Elternabend treffen, um einen Laternenumzug zu organisieren oder den biologisch korrekten Speiseplan zu erörtern, fliegen die Fetzen. Benni-Mama packt aus.
Wer bitte ist "Benni-Mama"? 
Seit ihr Sohn Ben einen Kindergarten besucht, hat sie keinen Namen mehr. Auch keinen Beruf und keine Hobbys. Sie ist nur noch »Benni-Mama«, also die Mutter von Ben. Zumindest für die anderen Eltern … In ihrem eigenen Leben außerhalb des Kindergartens ist Benni-Mama freie Journalistin und Autorin. Die Mutter eines Kindergartenkindes engagiert sich in einer Elterninitiativ-Kita. Auch deshalb schreibt sie unter Pseudonym.

Statement:
"Elternabend oder Darmspiegelung?", mit diesem Satz beginnt das o. g. Buch. Schon lustig, oder!? Wenn man die Namensauflistung innerhalb des Buchdeckels liest, versprechen diese schon einiges. Wie war das eigentlich, als meine Kinder im Kindergarten waren? Sie unterzubringen, einen Platz zu erhalten, war damals kein Problem.
Die Autorin Benni-Mama schreibt auf sehr humorvolle Weise über ihren recht beschwerlichen Weg, Sohn Ben in einer Kita o. s. unterzubringen. All die Ratschläge ihrer Kolleginnen während der Schwangerschaft, sich rechtzeitig um einen Platz zu kümmern, schlägt sie in den Wind. Doch es kommt, wie es kommen muss. Die Zeit war nun reif, Benni-Mama wollte wieder arbeiten. Allerdings, welch steiniger Weg vor ihr lag, das erfuhr sie im Laufe der Zeit des Suchens.
Endlich hat Ben seinen ersten Tag und als Benni-Mama ihn im Kinderladen abgeben will, verpasst die Erzieherin ihr gleich einen Namen.
Zitat S. 16 "Ah, du bist also Benni-Mama."
Und dabei bleibt es fortan. Sie hatte keinen anderen Namen mehr, es heißt nur noch Benni-Mama. Was nimmt Frau/Mama alles in Kauf nach streßvollen Wochen, Buckelei, absolut hoffnungsloser Suche und endlosen Warten auf einen freien Kindergartenplatz. Sie tröstet sich nun damit, denn die anderen Mütter heißen z. B. Theresa-Mama oder Krümel-Mama. Halt, da waren auch noch der Luzi-Papa und iDad, nicht dass sich die Männerwelt benachteiligt fühlt.
Einfach herrlich, dieses Buch ist Garant für Heiterkeit, bringt den Leser zum Schmunzeln, aber führt auch in Versuchung, vergangene eigene Kindergarten-Mama-Zeit auszukramen, und die eine oder andere Person wird mit Charaktere aus "Große Ärsche auf kleinen Stühlen" verglichen. Man wird fündig, das kann ich versprechen.
In dem durch eine Elterninitiative gegründeten Kinderladen gibt es endlich den ersehnten Platz für Sohn Ben. Doch Benni-Mama hatte sicher nicht damit gerechnet, was dort alles auf sie zukommt bzw. von ihr erwartet wurde.
Es gäbe so viele Stellen, die ich hier zitieren könnte, doch ganz ehrlich, lest das Buch. Meine "Kindergarten-Mama-Zeit" liegt wie schon erwähnt, etwas länger zurück und wenn ich sie in der heutigen Zeit noch einmal erleben müsste, nein dann doch lieber Vergangenheit *smile*.  Es gibt nichts, was in dem Kinderladen ausgelassen wird, oder sagen wir mal lieber fast gar nichts. Und über allem wacht Theresa-Mama, ob Putzdienst, Organisation welche Mama kocht an welchem Tag das Mittagessen, wer übernimmt das Frühstück, Protokolle der Elternabende, die sie so wahnsinnig gern schreibt, irgendwie bleibt alles an Theresa-Mama "kleben". Sich in den Vordergrund stellen, gibt es bei ihr evtl. ein privates Manko?
Schon die einzelnen Kapitelüberschriften lassen erahnen, was es heißt, ein Kind im Kindergarten unterzubringen. Vergessen Sie nicht den Test am Ende des Buches.
"Sind Sie reif für den Kindergarten?" - Es sind nur sieben Fragen!
Nur ein kleines Beispiel: "Für mich ist es selbstverständlich, wichtige Geschäftstermine sausen zu lassen, um das Treffen der Arbeitsgruppe Laternenumzug nicht zu versäumen."

Fakt ist ...
Ich habe mich köstlich unterhalten, geschmunzelt, gelacht - und nein - alles darf man nicht zu ernst nehmen, was dort Schwarz auf Weiß gedruckt wurde. Doch sicher findet sich ganz viel Wahrheit in dem Buch "Große Ärsche auf kleinen Stühlen".
Fakt ist auch, dass ich bis zum Schluss mit Bio-Bärbel nicht warm geworden bin.
Ich vergebe fünf Lesegenuss-Bücher


Überraschungspost vom Fischer-Verlag :-) Vielen Dank!


Kommentare :

  1. Hallo Hanne,
    Das Buch habe ich bereits in der Zeitschrift Eltern entdeckt und ist da bereits auf meine WL gewandert. Ich finde das genial, weil es auch wahr ist - im Kindergarten bin ich auch meistens nur Laura-Mama :-)
    Liebe Grüße Anett.

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    1. Hallo "Laura-Mama" :-) Es lohnt sich auf jeden Fall. Nun wandert es in den Haushalt meiner Tochter, mal schaun, was die dazu sagt. Denn so allmählich muss sie sich ja auch mal um einen Platz für Lennard kümmern *lach
      Liebe Grüße Hanne

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  2. Der Titel ist ja schon klasse! Da ich aber noch keine Kinder habe und auch noch nicht reif für Kinder bin, merke ich mir das Buch mal für Freundinnen vor.

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    1. Liebe Melissa, macht nix - kauf das Buch für deine Freundinnen, falls die in der Situation sind, Kind muss in den Kindergarten.
      Ich habe ja mal wieder so geschrieben, dass es eigentlich keine richtige Rezi ist - hat einfach nur Freude gemacht
      LG Hanne

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  3. Nun es gibt immer Menschen, die sich gerne mitein bringen mit in den Kindergartenalltag und jeder versucht seinen Platz dazu behaupten...

    Jedem seine Baustelle, gell

    KLG..Karin..

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    1. Es spricht nix dagegen, wenn sich Eltern einbringen. Dieses Buch ist ja aus der Sicht / bzw. Erfahrungen von Benni-Mama geschrieben und ich fand es äußerst amüsant
      Liebe Grüße Hanne

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    2. Ich bin auch so eine mama, die sich sehr viel in Kindergarten (und Schule) mit einbringt und glaubt mir - die Kinder sind sooo dankbar dafür und ich bin glücklich, ein Stück auch da meine Kinder begleiten und beobachten zu können ;)

      Liebe Grüße
      Anett

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  4. Vielen Dank für die schöne Rezension! Liebe Grüße, Benni-Mama

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    1. Die Leserin und Rezensentin freut sich "wie Bolle" über diesen Kommentar. Ganz, ganz lieben Dank!!!
      Das Buch ist inzwischen bei meiner Tochter gelandet, damit sie sich mal Gedanken macht, wann der Lütte endlich angemeldet wird *gicker***
      LG Hanne

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***Danke für Euren Stöberbesuch. Wenn es euch gefallen hat, freue ich mich über euren Kommentar. ***

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