Samstag, 29. März 2014

(Rezension) Die Frau, die Sterne fing ~ Amy Brill


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© Cover Infos Verlag
Amy Brill
Die Frau, die Sterne fing
Gebundene Ausgabe
480 Seiten
Verlag: Kindler (7. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406329
€ 22,95
Auch als Ebook erhältlich - Kauflink Verlag "Klick"

Meine Meinung:
Inspiriert durch einen Besuch auf der Insel Nantucket Island, bei der die Touristen auf die berühmte Inselbewohnerin Maria Mitchell aufmerksam gemacht werden, beschließt die Autorin Amy Brill, mehr von dieser 1818 geborenen Frau zu erfahren. Daraus entstanden ist ihr Debütroman „Die Frau, die Sterne fing“. Zur damaligen Zeit lebten die Inselbewohner hauptsächlich vom Walfang. Hannah Gardner Price hatte das Glück, als Tochter von ihrem Vater sehr viel Wissen über die Sternenkunde zu lernen.
Am Tage arbeitete sie in einer Bücherei, und nachts fand man sie auf dem Dachboden, wo sie vielleicht eines Tages mal etwas Großes am Himmel entdecken würde, hoffte sie. Ihr Bruder Edward, den sie sehr vermisste, fuhr zur See. Die Mutter ist früh verstorben.
Schon von Anfang an fällt auf, wie detailliert die Autorin jedwede Handlung beschreibt. Sie erklärt Abläufe, Gegenstände, und den Stand der damaligen Wissenschaft.
Man sollte sich nicht von einem anfänglich scheinbar komplizierten Anfang abhalten lassen, das Leben rund um Hannah und ihrer Familie, der Gemeinde zu lesen. „Die Frau, die Sterne fing“, ist ein außergewöhnliches Buch, bei denen die Recherchen der Autorin auf beweisbares Material basieren, und so gut in die fiktive Geschichte einfließen. Hannahs Leben nimmt eine neue Richtung, als der Seemann Isaac Martin vor dem Haus der Price steht. Er bittet darum, dass der Vater den Chronometer des Schiffes, auf dem er fährt, zu reparieren. Einige Zeit später möchte er, dass Hannah ihn unterweist. Er möchte alles wissen über Navigation, ebenso wie es sich mit den Sternen und dessen Berechnung verhält.
Man bedenke die damalige Zeit und die Religionsgemeinschaft der Quäker, zu denen Hannahs Familie gehörte. Doch sie macht es, für sich selbst, froh darüber, ihr Wissen weitergeben zu können. Aber niemals verliert sie ihr Ziel aus den Augen, eines Tages selbst einen Kometen oder neuen Stern zu entdecken.
„Die Frau, die Sterne fing“, ein so ganz anderes Buch, in welches das Leben einer Persönlichkeit mit eingebunden wurde. Auch wenn es an vielen Stellen langatmig erscheint, es lohnt sich! Allein die Passagen, an denen Hannah ins Schwärmen gerät und ihre Faszination zum Himmel, den Sternen in Worte kleidet, wünscht man sich, an ihrer Seite auf dem kalten Dachboden zu stehen, eingehüllt von einer magischen Atmosphäre.
Dass sich zwischen Isaac und Hannah etwas anbahnt, sei am Rande erwähnt. Ebenso der Unmut der Quäkergemeinschaft über ihre Lebenseinstellung. Wohin dies letztendlich führt, lest selbst.
Es ist die Geschichte der Hannah Price, ihre Wünsche, der Thematik im Ganzen, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen.
Ganz zum Schluss muss ich noch auf das Cover eingehen, von dem allein eine derartige Faszination ausgeht, dass es neugierig auf den Inhalt macht.
Fazit:
Sehr gut recherchiert, außergewöhnlich gut und glaubwürdig geschriebene Geschichte!

In ihrem Nachwort erfährt der Leser mehr von Marie Michell, ihren Recherchen, und einer Danksagung an die Frau, die sich lebenslang für Frauenbildung u.a. eingesetzt hat. Ohne solche Frauen wie Marie Mitchell und viele andere wären wir Frauen wahrschein nicht dort, wo wir jetzt stehen.


Buchinfo:

Die 24-jährige Hannah führt auf Nantucket Island ein streng geregeltes Leben. Ihre kleine Quäkergemeinde lebt hauptsächlich vom Walfang, und seit auch ihr Zwillingsbruder auf See ist, fühlt sich die wissbegierige junge Frau einsamer denn je. Tagsüber arbeitet sie in einer Leihbücherei, nachts aber widmet sie sich voller Eifer der Astronomie, die ihr Vater sie gelehrt hat. Sie hofft, eines Tages einen neuen Kometen zu entdecken und damit als anerkannte Wissenschaftlerin zu gelten. Eines Tages klopft es unverhofft an ihrer Tür. Der Matrose Isaac von den Azoren liegt mit seinem Schiff im Hafen vor Anker. Bis zur Weiterfahrt möchte er von Hannah alles über Navigation und Sternenkunde lernen. Hannah erklärt sich bereit, ihn zu unterweisen – und bald wird aus ihrer geteilten Begeisterung für die Astronomie Liebe. Eine Liebe, für die Hannah nur einen Weg sieht: Sie muss ihre Insel verlassen. Als sie jedoch eines Nachts tatsächlich einen Kometen am Himmel entdeckt, rückt plötzlich ein Traum in greifbare Nähe… Ein einfühlsamer Roman über eine mutige Frau, inspiriert von der wahren Geschichte der Astronomin Maria Mitchell.

Vita:
Amy Brill hat als Autorin und Produzentin schon für viele Medienunternehmen gearbeitet, u.a. für MTV, die Stadt New York und Time Out New York. Sie hat Kurzgeschichten, Artikel und Essays veröffentlicht, wurde für den Pushcart Prize nominiert und hat namhafte Stipendien erhalten. Amy Brill lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Brooklyn. Die Frau, die Sterne fing ist ihr erster Roman. 

Kommentare :

  1. Liebe Hanne, deine Buchvorstellungen sind momentan gar nicht gut für meine Wunschliste. *g* Trotzdem lieben Dank für diese tolle Rezension, in der man deine Begeisterung spürt! Mich faszinieren Sterne und ein klarer Nachthimmel hat für mich immer etwas magisches (gibt es hier nur nie). Die Geschichte klingt nach einer tollen Mischung - und nach einem Buch, durch das man so einiges lernen kann. Du hast mich jetzt ziemlich neugierig gemacht! :-)

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    1. Liebe Marny, das tut mir echt leid *lol., aber bei diesem Buch bin ich fast überzeugt davon, dass es dir gefallen wird. Es ist anspruchsvoll und sehr detailliert, auch wenn die Hannah eine fitkive Person ist. Aber das Leben der Mitchell zu der damaligen Zeit - jepp, ich lese halt so etwas auch sehr gern.
      LG HANNE

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