Freitag, 31. Oktober 2014

Freitags-Füller # 292



Eine gefühlte Ewigkeit scheint es her zu sein, dass ich am Freitags-Füller mitgemacht habe.


Freitags-Füller # 292


1.  Fast hätte ich  anstatt Milch Apfelsaft in den Kaffee gegossen :-( .
2.  Einfach zu viele unnütze Sachen  in der Tasche.
3. Wenn Geld kein Thema wäre,   würde ich wahrscheinlich noch mehr Bücher kaufen.
4.  Ich mag keinen Vanillepudding.
5. Am 1.November  ist ein ganz normaler Samstag - leider kein Feiertag .
6. Ein kleiner Traum, den ich habe,  eine Rundreise durch die USA  mit einem ganz langen Aufenthalt in New York. Dort würde ich wahrscheinlich tagelang in der großen Bücherei hocken. Vielleicht auch noch ein Besuch bei der Verlagsgruppe Random House. Ein riesengroßer Traum von mir .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Standartantwort: Couch , morgen habe ich Blogarbeiten geplant und Sonntag möchte ich einfach nur relaxen!

Wie immer kann jeder am Freitags-Füller  teilnehmen - alles zwanglos.
Link zu Barbaras Seite: « Hier »
 

Dienstag, 28. Oktober 2014

(Rezension) Salt & Storm - Für ewige Zeiten - Kendall Kulper


Kendall Kulper 
Salt & Storm – Für ewige Zeiten 
Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (21. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737351003
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Salt & Storm
€ 16,99







Quelle: © Verlag


Klappentext:
Avery gehört einer Familie an, deren Schicksal Fluch und Segen zugleich ist. Denn alle Frauen der Roe-Familie haben eine besondere Gabe: Sie haben Macht über das Meer und den Sturm, über die Liebe und sogar den Tod. Doch der Preis dafür ist hoch, denn nur ein gebrochenes Herz kann ihre Magie entfachen. Averys Mutter tut alles, um ihre Tochter vor diesem Schmerz zu bewahren. Doch Averys Schicksal sucht sich seinen Weg, und als sie Tane kennenlernt, ahnt sie nicht, dass er der Schlüssel zu allem ist …

Meine Meinung:
Salt & Storm, die Geschichte der 16-jährigen Avery Roe, deren sehnlichster Wunsch ist, ebenso eine Hexe sein zu dürfen wie ihre Großmutter. Doch ihre Mutter untersagt ihr dies und hat sie mit einem Fluch belegt, so dass Avery nicht die Stadt verlassen kann. Avery ist die letzte der Roe-Frauen, mit magischen Kräften.
Doch warum darf sie nicht das Erbe der Großmutter antreten?
Warum verhindert die Mutter jeglichen Kontakt?
Aber Avery läßt nichts unversucht, aus den „Kinderschuhen“ zu schlüpfen, erwachsen zu werden. Zum besseren Verständnis: Averys Großmutter ist eine besondere Hexe, denn sie kann das Meer beeinflussen.

"Zitat Buchanfang:
Den Mühen meiner Mutter zum Trotz habe ich niemals den Tag vergessen, an dem meine Großmutter mir beibrachte, den Wind zu zähmen."


Auch wenn es niemand öffentlich tat, es gingen viele Seeleute heimlich zur Großmutter und ließen sich Talismane anfertigen. Jeder Mensch hat Träume, auch Avery. Das sie eine ganz besondere Gabe zur Traumdeutung besaß, sogar in ihrem eigenen Tod träumt, macht die Sache nicht einfacher. Dann lernt sie den 17-jährigen Tane, einen Harpunier, der erst seit kurzem auf der Insel ist, kennen. Er braucht ebenfalls Hilfe, Averys Hilfe, und so beginnen beide zusammen, die Probleme zu lösen.
Was steckt hinter dem Familiengeheimnis?

Die Geschichte spielt auf der fiktiven Insel Prince Island. Dort leben die Menschen vom Walfang. Das Meer, friedlich und doch so unberechenbar, mystisch und voller Geheimnisse die Hexen. Umso interessanter ist es, dass die Autorin die Story um die Bewohner von Prince Island im 19. Jahrhundert spielen lässt. Unter welchen Bedingungen und Lebensumständen die Menschen lebten, die Seeleute ihren Job verrichteten, wird ausführlich festgehalten. Und dass zu all dem noch der Glaube an das Übernatürliche magische Kräfte hinzu kamen, ist bekannt. Aberglaube, Geisterwesen, wer vermag schon zu sagen, was sich hinter all den Legenden versteckt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert und ein Einzelband. Es beginnt ruhig, baut sich langsam zu einer hohen Welle auf, um dann im Sand am Strand ein Ende zu finden.

Kendall Kulper schreibt von sich, dass sie die Momente, in denen Menschen sich entscheiden müssen, beschäftigen. Wer bist du wirklich, wofür stehst du ein – und wer willst du sein?
Konfliktsituationen, doch wie lassen sie sich lösen? Gut durchdacht, mit zeitgerechten Themen in der Handlung, ein Buch…

Fakt ist, dass das Ende einerseits zwar überraschte, aber nicht anders hätte sein dürfen. Irgendwie passend zu diesem historischen Fantasie-Jugendbuch.

"Salt & Storm - Für ewige Zeiten" ist wie Ebbe und Flut, wie das Auf und Ab der Wellen, verbindet Historisches mit Magie und Fantasie und schöpft aus der Liebe Hoffnung.


 
Kendall Kulper wuchs im Norden New Jerseys auf. Sie arbeitete einige Jahre als Journalistin, beschloss aber irgendwann, sich ganz dem Schreiben von literarischen Texten zu widmen. Am meisten beschäftigen sie die Momente, in denen Menschen sich entscheiden müssen: Wer bist du wirklich, wofür stehst du ein – und wer willst du sein? Kendall Kulper lebt mit ihrem Mann und einem Hund in Chicago.


Montag, 27. Oktober 2014

◆ Rezension ◆ Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe ◆ Nina Blazon


Nina Blazon
Lillesang
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: cbt (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570162873
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 16,99

auch als EBOOK erhältlich

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Quelle / Infos  © Verlag

Verlagsinfo:
Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält ...

Meine Meinung:
Erst vor wenigen Monaten hatte ich das Buch „Der dunkle Kuss der Sterne“ von der Autorin Nina Blazon gelesen. Sie schreibt fantastische Kinder-/Jugendbücher, und ehrlich gesagt, auch als ältere Leserin mag ich ihre Bücher. Bei „Lillesang“ faszinierte mich nicht nur, dass das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen als Vorlage diente, sondern auch, wie sie es in eine moderne Geschichte umgesetzt hat. Und natürlich das Cover mit dem wahrlich schönen Schutzumschlag, den glitzernden Fischschuppen. Farblich, sehr sehr schön.
Das Meer mit seinen sagenumwobenen Gestalten, sei es der Meeresgott oder wie hier die Nixen (Meerjungfrauen), geben Stoff genug für ein neues, magisches Märchen.

In „Lillesang“ geht es um Jo bzw. Jolande und ihrer Familie. Sie würde so gern mit ihrer Freundin in den Urlaub mitfahren, doch als die Mutter erfährt, dass es an die Nordsee geht, reagiert sie nervös. Als die Familie von einer Tante ein Haus an der Küste Dänemarks erbt, will Inge, Jos Mutter, erst allein dorthin. Aber Vater und Tochter wollen mit und so geht es gemeinsam los. Das Haus soll verkauft werden, denn Inge will es nicht behalten. Sie haßt das Wasser. In Dänemark kommen sie bei einer netten Familie unter. Und es passieren merkwürdige Dinge. Nicht nur, dass Jo schlafwandelt, jemand versucht auch in das Haus einzudringen. Und was hat es mit den alten Fotos auf sich, die Inge vor ihrer Familie versteckt?
In Dänemark lernt Jo Julie kennen und die beiden freunden sich an. Und dann ist da noch dieser alte Mann Bente. Eine nachts allerdings rettet Bente Jo das Leben, denn sie wurde durch eine betörende Melodie magisch an den Strand gezogen, wo eine bösartige dunkle Nixe sie in das Meer ziehen wollte.  Aber nicht nur Jo ist in Gefahr, auch Inge. Und langsam lüftet sich der Vorhang, hinter dem all die Geheimnisse sich verborgen halten. Inwiefern Bente dabei behilflich ist, lest selbst. Man kann viel spekulieren, wie es in der Handlung weitergeht. Die Autorin beeindruckt immer wieder durch ihre gut durchdachten Absätze, und führt den Leser durch ein Labyrinth, dessen Ausgang sich wirklich erst am Ende zeigt. Gut durchdachte Spannung, ohne das es für das angedachte Lesealter zu gruselig wird.

Die Verbindung des neuen Märchens „Lillesang“ in Hinblick auf das alte Märchen machen es zu seinem fantastisch-magischen Leseabenteuer. Wobei die Autorin alltägliche Themen wie z. B. der Mutter-Tochter-Konflikt, Freundschaft, aber auch Ängste nicht nur flüchtig in die Handlung einfließen. Jede Charaktere ist so gut dargestellt, dass man zu jedem Zeitpunkt sie sich gut vorstellen kann.
Sehr schön sind auch die kurz gehaltenen Kapitel, über dessen Titelüberschrift sich jeweils eine Zeichnung befindet.

Das Buch ist ein in sich abgeschlossenes Buch, eine Geschichte voller Spannung, ein Abenteuer, dass nicht nur das angesprochene Lesealter anspricht, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene. Ich habe früher sehr gern die Märchen von Hans-Christian Andersen gelesen. „Lillesang“ von Nina Blazon hat mich beeindruckt, auch wenn ich oft auf den gedanklich den verkehrten Weg im Labyrinth gegangen bin, und wurde überrascht!
„Reich sind die, die wahre Freunde haben!“


Vita:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
Webseite der Autorin Nina Blazon


Sonntag, 26. Oktober 2014

☀ Rezension ☀ Überwiegend fabelhaft ☼ Fanny Wagner & Carolin Birk


Fanny Wagner & Carolin Birk
Überwiegend fabelhaft
Taschenbuch
304 Seiten
Verlag: rororo (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3499268489
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich

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Erfolg macht … müde!
Nina kann es kaum glauben, ihr Neuanfang in der fränkischen Schweiz ist ein voller Erfolg! Seit sie mit ihrer Tochter von Berlin ins kleine Wiestal zog, scheint ihr alles zu gelingen. Mit Schreiner Christian gibt es einen neuen Mann an ihrer Seite, und ihr Modelabel «Zwiebellook» wächst und gedeiht! Doch der Erfolg hat auch seinen Preis: Zeit ist Mangelware, und den Betrieb mit einem Haufen eigensinniger Dorfbewohner auf Kurs zu halten, fordert ihre ganze Kraft. Obendrein schläft die Konkurrenz nicht, jemand kopiert dreist Ninas Kollektion, die ersten Kunden wenden sich ab. Und zu allem Überfluss taucht auch noch Christians Ex-Frau auf ...
  
Meine Meinung:
„Überwiegend fabelhaft“ ist die Fortsetzung des Romans „Garantiert wechselhaft“.
Eineinhalb Jahre war es nun her, dass Nina den geerbten Gasthof von Onkel Hubert auf Vordermann gebracht hatte und die Modewerkstatt dort ihre Räume hatte. Im Gepäck damals die aufmüpfige Tochter Marie, die sich inzwischen sehr geändert hatte. Das so angespannte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter hatte sich gelockert.  Jedes Kapitel beginnt mit einer Vorhersage und startet im Monat September. Was nun in den nächsten Wochen und Monaten bis zum Jahresende passiert, ist garantiert fabelhafte Unterhaltung, gespickt mit fränkischem Witz und Dialekt.
Nach vielen Hürden mit den Dorfbewohnern und „Schnepfen“ hatte sich das Modelabel „Zwiebellook“ einen Namen in der Branche gemacht. „Zwiebellook“ – Mode für die Frau in den Wechseljahren, bequem und doch schick. Doch wie so oft fehlt es oft an Zeit, um allem gerecht zu werden.
Die Handlung beginnt mit der Hochzeit von Gustl und der hochschwangeren Steffi. Gustl war Ninas Nachbar und hatte sich ja mal in sie verguckt. Er malte wunderschöne Landschaftsbilder nach seinem Idol Bob Ross. Auch Ninas Freundinnen Elke und Jeanette aus Berlin waren eingeladen. Jeanette ist es, die Nina dringend einen Assistenten empfiehlt, der ihr etliches an Arbeit abnehmen sollte. Mitten in den Feierlichkeiten passiert es, Steffis und Gustls Zwillinge wollen ans Licht der Welt. Zwei Buben und wie werden sie genannt, natürlich Bob und Ross.
Kurz darauf stellt sich Patrick vor und wird Ninas neuer Assistent. Er entpuppt sich als ein wahrer Goldschatz, so dass sich Nina wieder voll auf die Entwürfe für eine neue Kollektion konzentrieren kann. Dazwischen bleibt aber immer noch Raum für ihre Liebe, Christian.
Als jedoch auf einmal eine Kundin nach der anderen ihre Vorbestellungen storniert, springt die Alarmglocke an. Sie finden heraus, dass eine andere Firma genau Ninas „Zwiebellook“ als Billigware auf den Markt gebracht hat. Es dauert eine ganze Weile, bis der Verdacht der Firmenspionage sich erhärtet.
Zu all dem Stress kommt noch der Unfall von Christians Sohn Julian. Christians längere Abwesenheit, der Aufenthalt im Krankenhaus, komische Telefonate lassen Ninas Stimmung in den Keller sinken. Zwischen all dem ist Marie mit ihrem Freund erfrischend, denn sie filmen alles, was ihnen über den Weg läuft. Und das hat seinen Grund. Große Hilfe bei der Erstellung eines Videos ist ihnen Patrick.
Eigentlich ist das schon ein viel zu langer Einblick in die Handlung. Doch wo anfangen und wo aufhören?

Das selbst Industriespionage nicht Halt macht vor so einer kleinen Firma, ist die besondere Note in der Handlung. Als dann auch noch eine kleine Theatergruppe Einzug im Wiestal hält, Szenen der Proben im Gasthaus so lebendig beschrieben, einfach köstlich diese Wortwahl, konnte ich mir oft das Lachen nicht verkneifen.

Sprachbarrieren durch den geschriebenen fränkischen Dialekt, wie er teilweise in der Handlung vorkommt – gibt es nicht. Mitgehangen, mitgefangen. Alle Charaktere vermitteln dem Leser das Gefühl, dazu zu gehören, mitten im Geschehen.

Kurz und gut – besser kann eine Fortsetzung nicht sein. Es war genau das, was ich mir gewünscht hatte. Die Autorinnen haben es durch ihre besonderen „Bonbons“ oder Lakritze, was auch immer, gute Unterhaltung in Worte zu fassen. Es gab von allem ein bisschen. Garantierter Lesegenuss – taucht ab und genießt es.

Ende gut – alles gut. Und wie heißt es so schön: Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören.

Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht.
Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.
Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio.
Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.

Samstag, 25. Oktober 2014

(Rezension) Sie ging nie zurück - Emma Brockes


Emma Brockes
Sie ging nie zurück
Broschiert
352 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423260169
Originaltitel: She Left Me The Gun
€ 15,90
auch als EBOOK erhältlich

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Verlagsinfo:
Es ist die wahre Geschichte von Emma Brockes’ Mutter Paula, die ihre Kindheit und Jugend in Südafrika verbringt und von ihrem gewalttätigen Vater missbraucht wird. Als sie ihn endlich anzeigt, muss sie erleben, wie er unbehelligt frei von jeder Strafe weiterleben kann.
Die Autorin reist für die Recherche nach Johannesburg, verabredet sich mit unbekannten, zum Teil skurrilen Verwandten und studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, wird sie für immer verändern …

*** Die Geschichte eines Familiendramas ***

Meine Meinung:
„Eines Tages erzähle ich dir dir Geschichte meines Lebens, da wirst du staunen …“, so beginnt der Klappentext des Buches „Sie ging nie zurück“ von der Autorin Emma Brockes. Emma war zehn Jahre, als ihre Mutter diesen Satz das erste Mal zu ihr sagte. Doch es sollten noch viele Jahre vergehen, bevor Emma mehr von der Familiengeschichte ihrer Mutter erfuhr.
Diese war 1960 aus Südafrika nach London ausgewandert. Sie stammte aus der Familie DeKiewit und war das älteste von acht Kindern. In England ändert sie ihren Vornamen und lernt John kennen. Die beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Emma.

Die 27-jährige Journalistin Emma ordnet nach dem Tod der Mutter mit ihrem Vater den Verkauf des Hauses, und sortiert die persönlichen Dinge von Paula. Ihre Recherchen werden sich als schwierig gestalten, zumal es eine große Verwandtschaft gibt. Emmas Reise ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit. Paula verlor schon sehr früh ihre Mutter und wuchs zu Zeiten der Apartheid in Südafrika auf.  Der Vater, ein Alkoholiker, gewalttätig, heiratete neu und so kamen noch weitere Geschwister dazu. Ausschlaggebend für den Fortgang aus Südafrika, das Verlassen der Geschwister, die Paula immer wieder vor den Übergriffen des Vaters schützen wollte, war auf jeden Fall der Vater. Im Nachlass der Mutter findet sich eine Pistole, die sie aus Südafrika mitgebracht hatte. Wenn die Tochter den eigenen Vater anzeigt, es darüber Gerichtsakten gibt, was steckte dahinter?
Die Recherche wird für Emma schmerzlich, denn es kommen schreckliche Dinge ans Tageslicht. Doch bei all dem zeigt sich auch die Schönheit Afrikas in den Zeilen, denn nicht alle Menschen sind schlecht. Die Zeit der Apartheid in Südafrika wird in diesem Familiendrama gut beschrieben.

Eine Reise zurück zu den Wurzeln – doch nicht immer kommt nur Gutes ans Licht.

„Sie ging nie zurück“, eine Hommage an Emmas Mutter. Die privaten Fotos fügen sich gut in die Handlung ein und gewähren einen Blick in die Familie. Dass die häusliche Gewalt, wie Emmas Mutter sie erfahren musste, selbst heute in unserer modernen Gesellschaft stattfindet, macht nachdenklich.
Eine faszinierende, aber auch schockierende Familiengeschichte mit einem ernsten Thema.

Das Buch mag nicht jeden Leser ansprechen, doch derjenige, der sich auf diese Geschichte einlässt, wird es nicht bereuen. Mein Buchtipp – und klare Lese-/Kaufempfehlung!


Vita:
Emma Brockes schreibt für den 'Guardian', die 'New York Times', 'Vogue', 'Harper's Bazaar' u.a. Sie wurde mit mehreren journalistischen Preisen ausgezeichnet und lebt in New York.

Vielen Dank an den dtv-Verlag für das Buch. Manchmal braucht es halt ein bisschen länger, bis man seine Lesemeinung dazu niederschreibt.

Freitag, 24. Oktober 2014

(Rezension) Wo ein bisschen Zeit ist … Emil Ostrovski


Emil Ostrovski
Wo ein bißchen Zeit ist
Gebundene Ausgabe
304 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421609
€ 16,99


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Quelle Cover/Info  ©  - Verlag

Drei Teenager und ein Baby - auf der Flucht vor der Polizei und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Roadmovie-Roman.

Der 18-jährige Jack Polovsky entführt seinen neugeborenen und zur Adoption freigegebenen Sohn, um ihn seiner dementen Großmutter zu zeigen.
Und so gerät alles aus den Fugen.
Jack kauft ein Auto, holt seinen besten Freund Tommy und später auch die Mutter des Kindes dazu, und gemeinsam sind sie zwei Tage lang auf der Flucht vor der Polizei.
Jack bespricht dabei schon mal die ganz großen Themen des Lebens mit seinem Sohn. Der heißt nämlich Sokrates – zumindest für Jack.
Am Ende wird alles gut: Jack bekommt Besuchsrecht, das Baby Sokrates bekommt einen richtigen Namen und sie finden (fast) den Sinn des Lebens.

Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, dass das Buch „Wo ein bisschen Zeit ist …“ als Überraschung bei mir ankam. Hierbei handelt es sich um den Debütroman von dem 23-jährigen Emil Ostrovski.

Als der halbwüchsige Teenager Jack sich gerade mal wieder mit Suizidgedanken trägt, erfährt er durch ein Telefonat, dass er gerade Vater wird. Seine Exfreundin bringt seinen Sohn zur Welt, während die Adoptiveltern schon im Hintergrund warten.
Was nunmehr folgt, erscheint erst mal wie eine Kurzschlußhandlung. Im Krankenhaus sieht er sein Kind und einer Eingebung nach muss er es unbedingt seiner dementen Großmutter zeigen, bevor sein Sohn zu den Adoptiveltern kommt.
Sokrates, nach dem griechischen Philosophen, so nennt er seinen Sohn. Wahrscheinlich nicht ohne Grund, denn aus dem philosophieren kommt man während der ganzen Handlung kaum raus. Mit seinem Freund Tommy und letztendlich auch der Mutter des Babys macht er sich auf den Weg zu seiner Granny. Der Roadtrip beginnt – Auf der Flucht vor der Polizei.

Der sonst so voller Selbstzweifel geplagte Jack entwickelt während der Reise eine ganz besondere Beziehung zu seinem Sohn. Er unterhält sich mit ihm über Gott und die Welt, über den Sinn des Lebens. Tja, man könnte denken, Jack hat irgendwie eine Macke.
Der Klappentext ist schon eine exakte Inhaltszusammenfassung.
Sicher ist das Buch nicht ganz einfach zu lesen, denn bei mir traten schon einige Fragen auf, die unbeantwortet blieben. Wie die Jugendlichen mit dem Baby umgehen, irgendwie schon verrückt, aber immer ums Wohlergehen besorgt, war schon rührend zu lesen.
Die Reise der drei Protagonisten und dem Baby ist gefühlvoll und doch teils sehr widersprüchlich geschrieben. Die Handlung scheint anspruchsvoll, und doch wurde die Sprache der Jugend nicht aus den Augen verloren. Allerdings war der Schreibstil des Autors sehr gewöhnungsbedürftig.


Mit gemischten Gefühlen habe ich mich durch die Story gelesen. Vielleicht lag es daran, dass es nicht ganz meiner Richtung entsprach. Es hatte den Anschein, dass es auf einem sehr hohen Niveau geschrieben ist, anspruchsvoll und nicht mal eben so gelesen. Ob es allerdings in die Kategorie Jugendbuch passt bzw. für alle Jugendliche geeignet ist,  da habe ich meine Zweifel. Wie hat mir das Buch gefallen, diese Frage stellte sich zum Schluss. Eine klare Antwort kann ich nicht geben. Wie es halt im Leben so ist, Geschmäcker sind verschieden. 
 
Von daher erhält das Buch „Wo ein bisschen Zeit ist …“ von mir sehr gute drei Lesegenuss-Bücher. Für vier hat es dann doch nicht gereicht.

  
Ein Buch, welches immer wieder von einer Stelle auf die andere geschoben wurde. Ich hatte einige Stellen im Buch gelesen und irgendwie war mir klar, dass kann ich nicht mal so lesen. Zeit und Muse mußte her!

Vita:
Emil Ostrovski ist 23, er emigrierte mit seiner Familie aus Russland in die USA als er zwei Jahre alt war. Er mag Macarons, hat Philosophie studiert und verbringt mehr als ein bisschen Zeit auf langen Spaziergängen, beim Lesen von Kant und bei seinem Creative-Writing-Studium. Dies ist sein erster Roman.  

Mittwoch, 22. Oktober 2014

(Rezension) ➤ Brombeerwinter - Sarah Jio


Sarah Jio

Brombeerwinter
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357921
Originaltitel: Blackberry Winter
€ 8,99
auch als EBOOK erhältlich

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Quelle / Infos © Verlag

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Das Geheimnis einer Sturmnacht
Die Journalistin Claire Aldrige traut ihren Augen kaum: Es ist Mai, die Brombeeren blühen schon, doch vor ihrem Fenster tobt ein Schneesturm. Das gab es in Seattle zuletzt vor achtzig Jahren. Bei ihren Recherchen stößt Claire auf die Geschichte eines kleinen Jungen, der in dem Unwetter damals spurlos verschwand. Sein Schicksal lässt sie nicht mehr los, denn auch sie muss einen tragischen Verlust verwinden. Immer tiefer taucht Claire in die Vergangenheit ein und ahnt noch nicht, wie sehr diese Spurensuche auch ihre eigene Zukunft bestimmen wird …

Meine Meinung:
Bei dem vorliegenden Buch „Brombeerwinter“ oder wie es im englischen heißt „Blackberry Winter“, handelt es sich um eine Familiengeschichte, die sich in zwei Zeitebenen abspielt. Beide Geschichten haben etwas gemeinsam, wobei es nicht nur um das Wetterphänomen, dem Schneesturm Anfang Mai, geht.

2010:
Die Journalistin Claire wird von ihrem Chef mit einer Story über den Schneesturm beauftragt. Er hatte herausgefunden, dass vor gut fast achtzig Jahren Seattle ebenfalls Anfang Mai von einem derartigen Wetterumschwung heimgesucht wurde. Metereologen nennen so etwas den „Brombeerwinter“. Claire arbeitete beim „Herald“. Dort wird sie von Abby, die die Dokumentation der Zeitung unter sich hat, mit einer Geschichte konfrontiert, die sich 1933 Anfang Mai ereignet hatte. Ein dreijähriger Junge war am Morgen des 2. Mai von seiner Mutter als vermisst gemeldet.
Durch Claires eigenen Verlust vor gut einem Jahr konnte diese sich sehr gut in die Situation von Vera Ray hineinversetzen.

1933:
Jeden Abend musste die alleinerziehende Vera Ray ihren kleinen Sohn Daniel allein zu Hause lassen. Es war die Zeit der Weltwirtschaftskrise und sie war gezwungen, nachts in einem Hotel als Zimmermädchen zu arbeiten. Als sie am Morgen des 2. Mai nach Hause kommt, ist ihr Sohn verschwunden. Auf der Suche nach ihm findet sie seinen Teddy. Die Polizei glaubt, dass er von daheim weggelaufen war. Doch gefunden wird Daniel nie.

Claire beginnt zu recherchieren, obwohl ihr die Zeit für den Artikel im Nacken sitzt. Sie will herausfinden, was damals passiert war. Eine weitere Auszeit, die sie als Ethans Frau nehmen könnte, will sie nicht. Ethans Familie gehörte die Zeitung, die schon sehr lange im Familienbesitz war.

In wechselnden Kapiteln wird die Geschichte jeweils aus Veras und Claires Sicht erzählt. Was also wurde aus Daniel und was geschah mit Vera?
Je intensiver Claire in der Geschichte recherchiert, umso mehr erfährt man über sie und ihre Ehe. Der Verlust und die Trauer belasten die Ehe. Während ihrer Suche stößt sie auf Hinweise, die nicht einfach zu ignorieren sind. Für Claire ist diese Geschichte aber auch so etwas wie eine Art Therapie, Schmerzbewältigung.

Ein großes Geheimnis umgibt den kleinen verschwundenen Jungen Daniel aus dem Jahr 1933, der ja unehelich geboren war. Den Schleier lüftet Sarah Jio behutsam, sorgt dann und wann für eine kleine Überraschung. Was mir besonders gefiel, war die Zeit von Vera. Auch mit „Brombeerwinter“ erhält der Leser wieder einmal einen Einblick in die damalige Zeit. Was letztendlich aus Vera wurde, möchte ich offen lassen.

Claire und Vera, auch wenn sie zu verschiedenen Zeiten gelebt haben, sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Doch beiden haben etwas gemeinsam: Sie trauern um den Verlust ihres Kindes. Einfühlsam geht die Autorin mit ihren Protagonistinnen um, lässt sie Gefühle und Emotionen zeigen.

„Brombeerwinter“ ist eine wunderbare Geschichte, die letztendlich mit einer Überraschung am Ende aufwartet. Es mag sein, dass viele kleine Zufälle in der Geschichte passieren, vorhersehbar, aber das wäre jetzt ein Haar in der Suppe suchen.
Die Liebe einer Mutter ist unermesslich!
„Brombeerwinter“ ist ein Buch, welches man nicht so schnell aus der Hand legt, eben ein besonderes Buch, empfehlenswert. Auch das Cover gefällt und spricht an.



Sarah Jio ist Journalistin und schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine, u. a. Glamour, SELF, The Seattle Times und Marie Claire. Ihre Romane sind Bestseller und wurden in insgesamt 22 Ländern veröffentlicht. Im Diana Verlag erschienen bisher »Irgendwo für immer«, »An einem Tag mit dir« und »Brombeerwinter«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Seattle.

 

Montag, 20. Oktober 2014

(Rezension) ➤ Das Sonntagsmädchen - Kate Lord Brown


Kate Lord Brown
Das Sonntagsmädchen
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492305457
€ 9,99

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© Cover / Info - siehe Verlag

Kurzinfo:

Eine französische Künstlervilla, eine schicksalhafte Liebe und eine verborgene Schuld 
Immer sonntags öffnet die herrschaftliche Villa in Marseille ihre schmiedeeisernen Tore und wird zum Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, die aus allen Ecken des Landes herbeiströmen. Auch der junge Maler Gabriel Lambert macht sich auf den Weg nach Südfrankreich. Doch es ist das Nachbarhaus, das ihn schon bald in seinen Bann zieht. Denn dort wohnt ein Mädchen, dessen Schönheit ihn vom ersten Augenblick an fesselt. Ein Mädchen, für das er alles zu tun bereit ist - koste es, was es wolle ...
 

★*Meine Meinung*★

Die Geschichte „Das Sonntagsmädchen“ spielt auf zwei Zeitebenen. Im Spätsommer 2000 schreibt die Journalistin Dr.  Sophie Cass an den berühmten Maler Gabriel Lambert einen sehr eindringlichen Brief mit der Aufforderung um Stellungnahme. Durch ihre Großtante Vita, etlichen Bildern hatte sie gründlich des Malers Weg von Europa in die USA recherchiert. Doch um den Artikel über ihn und seinen 90. (?) Geburtstag veröffentlichen zu können, muss alles was geschrieben steht, wasserfest sein. Und dazu bedarf es eines persönlichen Gesprächs mit Lambert. Über ihn und seine Zeit vor gut 60 Jahren, als er im November 1940 in Marseille ankam. Dort gab es diesen Amerikaner, Varian Fry, und das amerikanische Hilfswerk ARC, dass Personen, die auf der Flucht vor den Nazis waren, in die USA half.
Der erste Eindruck vom Cover täuscht, denn was den Leser inhaltlich erwartet, gibt keinerlei Eindruck davon.
Um es kurz zu sagen, es ist keine einfache Geschichte „Das Sonntagsmädchen“. Kein Roman mal eben für zwischendurch.
Es geht (wieder einmal) um den Nationalsozialismus, die Verfolgung von Menschen in ganz Europa. Hitlerdeutschland. Das Schicksal vieler Menschen, die sich an einen Strohhalm klammerten, gerettet zu werden. Und hier steht die Organisation ARC imn Focus der Handlung, auch wenn es sich um den Weg, das Leben des Malers Gabriel Lambert handelt. Man bekommt einen sehr guten Blick in diese Organisation mit allem Drum herum.

Die Rückblenden innerhalb der Gegenwartskapitel waren teils sehr verwirrend. Und auch die vielen genannten Personen machten das Lesen oft zu einer schwierigen „Bezwingung eines Berggipfels“. Durch die teils sehr langatmig beschriebenen Handlungen kann einem da beim Lesen schon einmal die Puste ausgehen.
Es fehlte den Charaktere an Farbe, es hatte den Anschein, als ob die schwarzen dunklen Wolken der Vergangenheit sich bis in die heutige Zeit nicht richtig aufgelöst hatten.
So braucht es fast bis zum Schluss, um dann ein doch noch gutes Ende lesen zu dürfen. Ein langer Weg, aber das Durchhalten lohnte sich dafür. Aber auch die Person Varian, der Organisation waren mehr als ein paar Farbtupfer in der Handlung.

Wer sich durch das Cover und auch Titel täuschen lässt und hier leichte Kost erwartet, dem rate ich davon ab „Das Sonntagsmädchen“ zu lesen.
Auch muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiß, welche Bewertung dieses Buch verdient.
Zum einen hat mir die Idee gut gefallen, allerdings ist die Gesamtumsetzung dann doch leider irgendwie daneben gegangen. Schade eigentlich!



Weitere Bücher der Autorin im Verlag Piper:
Das Haus der Tänzerin
Der Zauber ferner Tage
Das Sonntagsmädchen
Die letzten Tage des Sommers

Vita:
Kate Lord Brown wuchs in der malerischen englischen Grafschaft Devon auf. Nach ihrem Studium der Philosophie an der Universität Durham und am Courtauld Institute of Art war sie zunächst als internationale Kunstberaterin tätig und kuratierte in Europa und dem Mittleren Osten Sammlungen für Botschaften und Paläste. Später zog sie mit ihrer Familie nach Valencia und widmete sich dort dem Schreiben. Im Jahr 2009 war sie eine der Finalistinnen der »People´s Author Competition«, die vom britischen TV-Netzwerk ITV ausgerichtet wird. Sie ist mit einem Piloten verheiratet und lebt heute mit ihrer Familie in Qatar. Ihr Debütroman „The Beauty Chorus“ wurde von den vielen Stunden inspiriert, die sie auf Flugplätzen in Großbritannien verbrachte. Sie verarbeitet darin die Erfahrungen von Piloten aus ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs. Ihr zweiter Roman über den Spanischen Bürgerkrieg, „Das Haus der Tänzerin“, zehrt von den Jahren, die sie in Spanien gelebt hat, und und ist ihr erster auf Deutsch erschienener Roman.

Samstag, 18. Oktober 2014

{Gastrezension} Gefährlicher Rausch - Katrin Rodeit




Tödlicher Rausch  Privatdetektivin Jule Flemming soll ermitteln, wer der Tochter des Bürgermeisteranwärters die Vergewaltigungsdroge GHB ins Getränkt gemischt hat. Doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens. Wer verbirgt was? Nichts scheint zu sein, wie es ist, und Jule wird selbst Opfer eines feigen Anschlages. Was verbirgt der Kriminalkommissar Mark Heilig? Dann verschwindet der Hauptverdächtige. Und plötzlich nimmt alles an Fahrt auf, aber in eine ganz andere Richtung … 


Eine weitere Rezension von Melanie, die sie natürlich auch schon auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Vielen Dank <3
                  
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Jule Flemming ist Privatdetektivin und gerade erst aus ihrem Urlaub zurück gekommen, soll sie schon wieder ermitteln. Der Tochter des Bürgermeisters ist bei einem Besuch in der Disco mit der Vergewaltigungsdroge GHB in Kontakt gekommen, welche ihr ins Getränk gemischt worden sein soll. Jule soll ermitteln und stößt anfangs doch auf eine Mauer des Schweigens. Niemand scheint ihr Auskunft über das Geschehene geben zu sollen und selbst der Kriminalkommissar Mark Heilig rät ihr, die Finger von dem Fall lösen zu lassen.
Als Jule Opfer eines Anschlags wird und auch der Hauptverdächtige verschwindet, beginnt Jule sich zu fragen, in was sie da wirklich hineingeraten ist, ob es wirklich richtig war, den Fall zu übernehmen.

Dieser Band ist der zweite Teil mit Privatdetektivin Jule Flemming und obwohl ich selbst den ersten nicht kennt, habe ich gut in das Buch hinein gefunden.
Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin versteht es, ein gewisses Mass an Spannung aufzubauen. Ich muss ehrlich gestehen, dass sie mich anfangs durchaus auf eine falsche Fährte geführt hat und ich nicht richtig wusste, wer wirklich der Täter hätte sein können. 
Jule ist eine Protagonistin, welche mit viel Mut, Zielstrebigkeit, aber auch mit einer Menge Herz an ihre Fälle geht und auch den einen oder anderen Blick in ihr Privatleben gewährt, in welchem es auch nicht immer unbedingt rosig verläuft. Was ich besonders toll fand, war die Einbringung von Jules Hobby, welches sie neben dem Berufsalltag pflegt, so gut es geht: Dem Singen. 
Ich hätte mir am Ende zwar noch immer ein wenig mehr Spannung gewünscht, ein wenig mehr Tiefe, aber alles in allem hat sich dieses Buch für zwischendurch bestens geeignet und ich werde wie gesagt, die Autorin und auch den Verlag genauer unter die Lupe nehmen. 
Wer gute Unterhaltung mit dem gewissen Mass an Spannung, Herz und jeder Menge Mut haben möchte, ist mit diesem Buch bestens versorgt und sollte sich zusammen mit Jule in ihrem Berufs - und Privatleben bewähren. 

Vielen Dank an Melanie für die Gastrezension.

Freitag, 17. Oktober 2014

๑ஐ•´¯`•Wochenend-Blogpause •´¯`•ஐ๑ und ein bisschen Plauderei



Am Wochenende steht eine kleine Reise an. Normalerweise kein Post wert. Allerdings werde ich vor der Abreise eine kleine Änderung zum Kommentieren vornehmen müssen. Die (englischen) anonymen Kommentatoren waren in der letzten Zeit manchmal ziemlich schreibfreudig. Aber aus dem Kurzurlaub wiederzukommen und dann einen vollen Spamordner zu löschen, da habe ich dann doch keine Lust zu.
Also für einen kurzen Zeitraum stelle ich das um auf Moderation.
Gibt es bald was Neues auf dem Blog?
Ja, die Frage kann ich bestätigen. Es wird nostalgisch.  Ihr wisst ja, dass ich gern Kinderbücher hin und wieder aus meinem Regal als “Buchschatz” vorstelle. Man kann, muss aber nicht immer nur auf hochgelobtes Neues zurückgreifen. Es gibt so tolle “alte” Bücher, die viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Ich denke mal, meine Sammleredition “Reprints” aus dem Verlag Julius Breitschopf wird vielleicht den einen oder anderen gefallen. Und – klar, habe ich mir dazu noch eine Überraschung ausgedacht. 
Habt ein schönes Wochenende - genießt das Wetter. 

๑ஐ•´¯`• •´¯`•ஐ๑

Dienstag, 14. Oktober 2014

(Rezension) Zeit der wilden Orchideen - Nicole C. Vosseler



Nicole C. Vosseler
Zeit der wilden Orchideen
Taschenbuch
512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480067
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich

Kauflink " Verlag"






© Quelle Goldmann Verlag
 

Vorwort im Buch:
Für alle Träumer dieser Welt, deren Herz so tief und weit ist wie der Ozean.

Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...

Meine Meinung:
Die junge Georgina lebt behütet auf dem Anwesen der Familie. Doch nach dem frühen Tod ihrer Mutter hatte sich der Vater immer mehr in der Arbeit verkrochen und kaum Zeit für sie. So wuchs sie in der Obhut der Bediensteten auf. Eines Tages findet Georgina in dem ziemlich abseits gelegenem Pavillon im Park einen verletzten Jungen und pflegt ihn heimlich. Raharjo gehört dem Volk der Orang Laut, den „Meeresmenschen“ an. Seine Verletzungen hatte er sich wohl bei einem Kampf auf See zugezogen und war über Bord gefallen.
Obwohl beide aus verschiedenen Nationen entstammen, sind sie sich nicht fremd. Eine unbekannte Vertrautheit herrscht zwischen den beiden Kindern.

Zitat S. 23:
Das Flüstern des Regens war verstummt. Die zarten Bänder aus Licht, die sich von draußen hereinstahlen, malten ein wechselhaftes Muster auf das Gesicht des Mädchens und ließen ihre Augen aufleuchten. Und er begriff, was an diesen Augen so seltsam war.
»Nila, flüsterte er. Saphir.

Allerdings trennen sich ihre Wege, als es Raharjo gesundheitlich wieder besser geht. Um Georgina die nötige Schulbildung und den Schliff für die Gesellschaft zukommen zu lassen, schickt der Vater das Kind nach England zu seiner Schwester. Bei ihrer Rückkehr ist sie eine junge Frau, den Kinderschuhen entwachsen. Und sie trifft Raharjo wieder. Aus ihrer Seelenverwandtschaft, ihrer Zuneigung zueinander, wird Liebe. Doch die gesellschaftlichen Grenzen sind ganz klar, zu groß ist der Standesunterschied zwischen beiden. Georginas und Raharjos Geschichte spielt um 1840, zu dessen Zeitraum Singapore zwar noch eine junge, aber sehr aufstrebende Kolonie ist. Der Leser erfährt sehr viel zur Geschichte und die einmalig, wunderbar beschriebenen Landschaftsbeschreibungen erzeugen Kopfkino. So manches, was evtl. früher im Geschichtsunterricht an einem vorbeigeplätschert war, hier wird es wieder neu erweckt und macht richtig Laune, das Buch zu lesen. Aber nicht nur das. Die Liebe zwischen Georgina und Raharjo bleibt nicht ohne Folgen und sie wird schwanger. Der Rettungsanker für sie ist Paul Bigelow, der seit geraumer Zeit beim Vater lebte. Er hatte sich Hoffnung auf Georgina gemacht und will sie nun nicht mit der Schande leben lassen. Sie heiraten und genau am Tag ihrer Hochzeit taucht Raharjo auf, der es inzwischen zu einem wohlhabenden Mann gebracht hat.

Eine Liebe, die nicht sein darf.
Eine Liebe, die alle Brücken überwindet, doch wie viel kann sie aushalten?

Es ist ein Wechselband der Gefühle, durch das nicht nur die geschaffenen Figuren gehen, nein der Leser erlebt sie ebenfalls „live“ mit.

Georgina und Raharjo, ein gutes halbes Jahrhundert dürfen wir sie begleiten. Eine Geschichte, in die uns die Autorin mit ihrem neuesten Werk entführt.
Man lebt mit den Protagonisten, geht als unsichtbarer Geist an ihrer Seite mit, atmet die Gerüche der Stadt, hört das Rauschen des Meeres und das Singen der Vögel. Eine verzauberte Welt der Fantasie, zu deren Eintritt es nicht viel braucht: Man muss all seine Sinne öffnen. Das Herzblut der Autorin steckt auch in dieser Geschichte.

Lieben Dank Nicole für die persönlichen Briefzeilen.
I appreciate it very much. :-)
VITA:
Nicole C. Vosseler, geboren 1972 in Villingen-Schwenningen, studierte Literaturwissenschaft und Psychologie in Tübingen und Konstanz, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Mit ihren Romanen „Unter dem Safranmond“, „Sterne über Sansibar“, „Der Himmel über Darjeeling“ und „Das Herz der Feuerinsel” feierte sie große Erfolge. Die Autorin lebt am Bodensee – mit mehr als zweitausend Büchern unter einem Dach.
  
Lesen Sie auch:
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www.nicole-vosseler.de

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"Buch Berlin 2014" die neue Berliner Buchmesse November 2014 + Eintrittskartenverlosung


© http://www.buchmesse-berlin.com

Für viele von euch ist die Frankfurter Buchmesse jedes Jahr das Highlight. 
"BuchBerlin 2014", davon hatte ich schon vor einiger Zeit auf FB gelesen und als "halbe" Berlinerin reizt es mich sehr, dort hinzufahren. Aber da waren erst mal einige Dinge abzuklären, ganz sicher ist es noch nicht. Ich arbeite daran.

Gestern erhielt ich die Pressemitteilung des PepperBooks-Verlages, die ich nachstehend veröffentliche. Gleichzeitig darf ich Eintrittskarten unter meinen Lesern für die Messe verlosen (3 x 2 Karten). 
Die Aktion lasse ich bis zum 26. 10. laufen. Karten kommen dann entweder direkt zu euch oder werden an der Kasse hinterlegt.
  Wer mag, vielleicht treffen wir uns ja :-)

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Leipzig tut es, Frankfurt tut es und Berlin tut es nun auch. Am 15. und 16. November 2014 findet die erste Buchmesse „BuchBerlin" statt.

Neben den rund 60 Verlagen aus ganz Deutschland steht der Leser im Mittelpunkt. „Uns hat der Ge-danke inspiriert, eine Messe ins Leben zu rufen, bei der Leseratten aller Altersgruppen wirklich mit Autoren und Verlegern ins Gespräch kommen können. Anders als in Frankfurt und Leipzig stehen in Berlin kleine Verlage im Vordergrund, die mit tollen und vielfältigen Büchern überraschen“, so Steffi Bieber-Geske, Initiatorin und Leiterin der „BuchBerlin“.
Das Interesse der Verlage war sehr groß und die Stände binnen kurzer Zeit ausgebucht. „Die Resonanz war beeindruckend und wir haben schon zahlreiche Interessenten für das nächste Jahr“, so Steffi Bieber-Geske.


Der letzte freie Stand wurde für einen guten Zweck reserviert: Von Freitag, den 15. Oktober, bis Frei-tag, den 22. Oktober, 18 Uhr, wird der 5,6 Quadratmeter große Stand auf der Facebook-Seite www.facebook.com/buchberlin zugunsten der Kindernothilfe versteigert. Das Mindestgebot ent-spricht der normalen Standgebühr in Höhe von 184,80 Euro. Teilnehmen dürfen alle noch nicht an-gemeldeten Verlage – unabhängig von Größe und Verlagsprogramm.
Die „BuchBerlin“ soll mit ihrem Gesamtkonzept junge, interessierte Leser und Familien ansprechen. „Es war uns wichtig, die Eintrittspreise so zu gestalten, dass alle Lesebegeisterten teilnehmen können“, sagt Steffi Bieber-Geske. „Erwachsene zahlen nur 2,50 Euro, Kinder, Schüler, Studenten und Auszubildende haben freien Eintritt.“ Neben speziellen Lesungen für die kleinen Besucher gibt es auch eine Spielecke und einen Bastelstand.


Umfassende Informationen zur Messe auf www.buchmesse-berlin.com und auf www.facebook.com/buchberlin.
 

1. Buch Berlin
Sa, 15. November, 10 bis 20 Uhr
So, 16. November, 10 bis 18 Uhr


Durchgängiges Leseprogramm für Kinder und Erwachsene auf zwei Bühnen Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
Treskowallee 8 (Mensagebäude)
10318 Berlin


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Sonntag, 12. Oktober 2014

シ Buchzuwachs im ☺ Oktober ☺



Das kommt dabei heraus: Bücher hin und her packen und dann beim fotografieren nicht sehen, dass die Titel verkehrt rum liegen. 
Nun ist es halt passiert.
Mit einem Klick auf den jeweiligen Titel geht es direkt zur Verlagsseite.
Hier nun meine Bücher, die in den ersten Oktobertagen den Weg zu mir fanden:

Jennifer Estep - Frostkiller - Mythos Academy VI 

Ist es wirklich schon das Finale? Ja, leider - so steht es auf der Verlagsseite. Ich kann es kaum glauben, aber diese Reihe ist einfach nur toll.

Lindsay Ribar  - Wunderbare Wünsche  

Jamie McGuire - Bound to You - Providence
Ich bin gespannt, wie mir ein weiteres Buch von McGuire gefällt. Beautiful Desaster hat ja fünf Lesegenuss-Bücher bei mir erhalten " Rezilink ".

Lars Simon - Kaimankacke
Vor kurzem habe ich ja "Elchscheiße" gelesen. Inzwischen ist es ein Wanderbuch innerhalb der Familie. (Überraschungsbuch)

Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz - das Buch habe ich von Melissa vom Blog  EULENPOST ausgeliehen bekommen und links auf dem Foto eine wunderschöne Karte dazu. Mir hatte ihre Lesemeinung gefallen. Von daher bin ich sehr neugierig - auf mich selbst.

Frank Uhlmann - Brennen sollst du
(wieder ein Überraschungsbuch). Irgendwie bin ich wohl als Krimitante abgestempelt. Aber ich will ja nicht meckern. Es waren bislang echt einige gute Bücher dabei.

Aprilynne Pike - Die Liebe der Göttin 02
Endlich geht es weiter! Vor gut einem Jahr habe ich "Die Liebe der Göttin 01" gelesen. Nun hat das Warten ein Ende!

Elizabeth George - Whisper Island - Feuerbrandung
Nach "Sturmwarnung" und "Wetterleuchten" nun Band 3.
In 2011 erschien der erste Band, im letzten Herbst Teil 2. Das war eine lange Wartezeit dazwischen, aber jetzt ist es NUR ein Jahr. 

Gisa Pauly  - Sturm über Sylt - Die Insel-Saga

Sylt zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Eine dramatische Familiensaga um ein tödliches Geheimnis.
Ich wollte endlich mal ein Buch von der Autorin lesen.

Vielleicht ist ja wieder ein Buchtipp für euch dabei.
Habt einen schönen Sonntag.

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