Freitag, 30. Januar 2015

(Buchtipp) Ein Jahr auf dem Land - Anna Quindlen

Heute möchte ich euch auf das Buch von Anna Quindlen aufmerksam machen, welches Anfang März erscheint. Ebenso auf zwei Lesungstermine, einmal in Darmstadt und der andere in Köln.

Anna Quindlen
Roman
Gebundene Ausgabe
320 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421046666
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Der Verlag informiert in einer Pressemitteilung:

Die Themenpalette der Pulitzer-Preisträgerin Anna Quindlen ist vielfältig, besonders liegt ihr aber das ganz alltägliche Leben von Frauen mit all seinen kleinen und großen Fragen am Herzen: Was macht eine gute Freundschaft, eine gelungene Beziehung aus? Gegen welche Rollenzuweisungen müssen sich Frauen auch heute noch wehren? Wie lebt man ein erfülltes Leben?

Mittlerweile ist Anna Quindlen, 1952 in Philadelphia geboren, in ihren Sechzigern angekommen, »ein guter Punkt im Leben«, wie sie meint und an dem sich auch die Protagonistin ihres neuen Romans »Ein Jahr auf den Land« befindet. Augenzwinkernd bezeichnet Quindlen ihn als »Coming-of-later-age-story«, denn die Geschichte kreist um das Zu-sich-selbst-Finden, das Loslösen von den einengenden Vorstellungen anderer und um den Mut, neue Wege zu gehen. 
Der Roman erscheint am 2. März 2015, kurz darauf kommt die Autorin für eine kurze Lesereise nach Deutschland.

Buchinfo:
Was im Leben am meisten zählt
Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann ist sie geschieden, für ihren erwachsenen Sohn nicht mehr unentbehrlich, und als Künstlerin hat sie längst ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin sorglos von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses. Aber nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen beschließt sie, ihr New Yorker Apartment zu vermieten und für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt zu ziehen. Der unfreiwillige Landaufenthalt ist kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca eine unverhoffte Liebe, neue Inspiration und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten ...

In »Ein Jahr auf dem Land« zeigt sich Anna Quindlen auf der Höhe ihrer Kunst. Schon ihre früheren Romane überzeugten durch Wärme und Intellekt, doch dieser – so die New York Times – »glänzt darüber hinaus noch mit Humor und Prägnanz«. Ein klug unterhaltender Roman, ein Plädoyer dafür, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich immer wieder neu zu erfinden.

Lesungstermine:

Darmstadt / 15.3. / Evangelische Stadtkirche, 17 Uhr, Mod.: Bianca Schamp, dt. Les.: Leslie Malton (angefr.)                  
Köln / 16.3. / lit.COLOGNE, MS RheinEnergie/Literaturschiff, 18 Uhr, Mod.: Angela Spizig, dt. Les.: Suzanne von Borsody

Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite Publikum begeistern. Ihre Romane und Sachbücher erobern regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Für ihre Kolumnen in der New York Times erhielt sie 1992 den Pulitzer-Preis. Ihr Bestseller »Die Seele des Ganzen« (1995) wurde unter dem Titel »Familiensache« mit Meryl Streep verfilmt. Ihr neuester Roman »Ein Jahr auf dem Land« rangierte in den USA monatelang in den Top-Ten und verkaufte sich eine viertel Million Mal. 
 

Dienstag, 27. Januar 2015

(Buchtipps) GEGEN DAS VERGESSEN !!!

Gegen das Vergessen!

Es ist jetzt 70 Jahre her, dass das Lager Ausschwitz von den Russen "befreit" wurde.
Über eine Million Menschen haben dort ihr Leben gelassen. Der Holocaust gehört zur Geschichte Deutschlands und sollte auch von den Nachfolgegenerationen nicht in Vergessenheit geraten.
Diese Bilder bewegen und waren für mich Anlass, diesen Buchtipp-Post zu schreiben.
Was Fanatismus auslösen kann, das zeigt uns der Holocaust.

Ich gehöre ja zu der "älteren" Generation unter den Bloggern und bei uns stand diese Zeit des Weltkriegs auf dem Stundenplan für den Geschichtsunterricht. Aber auch in meinem späteren Berufsleben habe ich mich in Gewerkschaftskursen mit dem Inhalt beschäftigt. Meine Mutter gehört zu denjenigen Kindern, die in diese Kriegszeit hineingeboren wurden und damit aufwuchsen. Aus ihren Schilderungen bzw. Erinnerungen an ihre Kindheit in Berlin muss ich ehrlich gestehen, ich hätte damals nicht gern gelebt.

Romane, die von diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte handeln, oder als Zeitspanne eine große Rolle in der Geschichte spielen, gibt es etliche. Zum einen von Zeitzeugen, zum anderen aufgrund sehr intensiver, guter Recherche werden daraus Bücher, die manchmal leider so kleine verborgene Schätze bleiben.
Im Kopf geblieben bzw. spontan dazu eingefallen sind mir die beiden nachfolgenden Bücher. Beide sind absolute TopTen-Bücher - Lesehighlights. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, kauft sie, lest die Bücher.

Das erste Buch ist  "Das Haus am Himmelsrand" von Bettina Storks.

© Cover/Info VERLAG

Ein Geheimnis aus finsteren Zeiten und eine Liebe, die alles wiedergutmachen kann
Ein Haus, das zwei Familien für immer verbinden wird. Ein Haus, dessen Keller bis in die dunkelsten Abgründe reicht – und dessen Giebel bis an den Rand des Himmels. Die Geschichte von Lizzy Tanner und dem Gut »Rosshimmel« beweist, dass es nie falsch ist zu kämpfen: für seine Überzeugungen, für die Moral und für die Liebe.
Eigentlich ist Elisabeth „Lizzy“ Tanner eine glückliche Frau: Ihre reizende Tochter Thea macht ihr viel Freude, ihr Partner Tom ist zuverlässig und liebevoll, Geldsorgen kennt sie nicht – und wenn es mal knapp wird, springt Lizzys Großvater ein, der Patriarch einer Freiburger Uhrendynastie. Doch die Sorglosigkeit zerbröckelt, als der Großvater stirbt. Nicht nur, dass er den »Rosshimmel«, das Anwesen der Familie in den Vogesen, zwei gänzlich Fremden vermacht, zudem hat er noch einen schwerwiegenden letzten Wunsch an Lizzy: Finde die Wahrheit heraus! Sorge für Gerechtigkeit!
Bei ihren Recherchen, die sie in der Familiengeschichte zurück bis in die 1930er Jahre führt, erlebt Lizzy Rückschläge und Enttäuschungen und muss sich entscheiden zwischen Vertrauen und Verleumdung, der Wahrheit und Rücksichtnahme, ihrer Familie und ihrer Vorstellung von Moral.

Meine Lesemeinung dazu könnt Ihr » hier « nachlesen. 


Das zweite Buch ist "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons.
(P.S. Jetzt auch als Taschenbuch erhältlich. Habe ich gekauft und verschenkt!)

Cover/Info VERLAG

Ein bewegender Blick in eine dunkle Vergangenheit
Leipzig, 1943: Nur zwei persönliche Dinge kann die 10-jährige Rachel retten, als ihre Familie deportiert wird: den »längsten Schal der Welt«, den ihrer Mutter für sie gestrickt hat, und das Tagebuch ihrer Schwester. Rachel selbst kann von ihrem Vater gerade noch versteckt werden und seine letzten Worte bleiben ihr unvergesslich. »Denk daran, du rührst dich nicht, egal was du hörst. Du musst still sein wie ein Mäuschen.« Seitdem spricht Rachel nicht mehr. Kein Wort. Zu Niemandem.

Ein deutsches Ehepaar nimmt sie auf und mit ihrer Hilfe überlebt sie. Erst nach dem Krieg begreift Rachel, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie gibt. Doch dann geschieht ein Wunder – und Rachel findet nicht nur ihre Sprache wieder …




Lesen Sie auch:
"Rachels Geschichte ist den jüdischen Kindern gewidmet, die keine eigene Stimme mehr haben."
» Interview mit Moya Simons «

Meine Lesemeinung dazu könnt Ihr » hier « nachlesen. 

Fällt euch spontan dazu ein Buch ein, was ich noch lesen sollte?

Sonntag, 25. Januar 2015

(Kurzreport) Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen - James Carol


James Carol
Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen
Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423215503
Originaltitel: Broken Dolls
€ 9,95

auch als EBOOK erhältlich

© Cover / Infos / Kauflink
"Verlag"



 
Er ist kein gewöhnlicher Ermittler. Jefferson Winter ist Profiler. Und der Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, grausame Täter wie seinen Vater zur Strecke zu bringen. Doch manchmal fragt er sich, ob er etwas von dessen dunkler Seite geerbt hat. Und ob das der Grund dafür ist, dass er sich so gut in sadistische Mörder hineinversetzen kann …Für einen besonders verstörenden Fall wird er nach England gerufen: Bereits vier junge Frauen sind einem perfiden Täter in die Hände gefallen, der seine Opfer nicht tötet, sondern ihnen einen Teil des Gehirns entfernt – womit er ihr Leben faktisch vernichtet. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson muss und wird alles daransetzen, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.

Meine Meinung:
Jefferson Winter arbeitet als Profiler auf der Jagd nach Mördern, Serienmörder. Zu einem aktuellen Fall in England wird er hinzugezogen. Winter muss oft an seinen Vater denken. Dieser hatte fünfzehn Frauen umgebracht, ein Serienmörder und dann hingerichtet worden. Der derzeitige Fall ist äußerst brutal, denn der Täter mißhandelt seine Opfer auf brutale Art und Weise, und unterzieht sie zum Schluß einer Lobotomie. D. h. er durchtrennt Nervenfasern in ihrem Gehirn, macht sie im Endeffekt seelenlos. Die bisherigen vier Frauen sind nicht mehr die, die sie einstmals waren. Willenlos, wie leblose Puppen, eine menschliche Hülle.
Jefferson Winter wird zum Team von Inspektor Hatcher dazugezogen. Man weiß um den guten Ruf von Jefferson. Vielleicht konnte er sich aufgrund seiner familiären Vorgeschichte gerade deswegen so intensiv in die Vorgehensweise der Täter hineinversetzen. Doch Profiler ist nicht gleich Profiler. An seine Seite wird ihm  Sophie Templeton zugeteilt.
Das gesamte Team setzt alles daran, die fünfte Frau zu finden, zum einen um sie vor dem künftigen „Leben“ zu schützen, aber auch den Serientäter zu finden. Doch es ist wie ein Katz- und Maus-Spiel. Der Täter ahnt irgendwie die Ermittlungsmethoden und ist immer einen Schritt weiter.

Die Geschichte „Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen“ hat mich zeitweise sehr geschockt.  Man muss echter Thrillerfan sein, um derartigen Stoff zu lesen.
Es ist eine spannende, grausame als auch mitreißende Geschichte.



Vita:
James Carol geboren 1969 in Schottland, hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire/England.

Samstag, 24. Januar 2015

(Rezension) In einem weiten Land - Johanna Nicholls


 Johanna Nicholls
In einem weiten Land
Broschiert
736 Seiten
Verlag: Page & Turner (10. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442204410
Originaltitel: The Lace Balcony
€ 14,99

 
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Sie ist eine starke Frau. Doch das Schicksal stellt sie vor die schwerste Prüfung.
England 1827: Das Schicksal meint es nicht gut mit Vianna Francis. Als die junge Frau übel verleumdet wird, muss sie zusammen mit ihrer kleinen verwaisten Halbschwester Daisy London Hals über Kopf verlassen und nach Sydney flüchten. Da sie ohne Geld und Papiere in der neuen Heimat ankommt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als das Angebot von George Severin anzunehmen, der zufällig auf die hübsche Frau aufmerksam wird: Er bietet ihr und Daisy ein Zuhause, wenn sie in seinem Casino reiche Männer zum Glücksspiel animiert. Schon bald verlangt Severin aber von ihr, für weitere Dienste zur Verfügung zu stehen. Als sich Vianna widersetzt, droht er, Daisy etwas anzutun. Vianna hat keine Wahl, sie muss das böse Spiel mitspielen. Doch dann scheint sich das Blatt zu wenden, denn sie bekommt Hilfe von unerwarteter Seite. Aber kann sie darauf wirklich vertrauen?

Meine Meinung:

Die Australiensaga „In einem weiten Land“ ist aufgeteilt in zwei Bücher.
Buch Eins (1827-1831) New South Wales – Strafkolonie  und umfasst 24 Kapitel. Buch Zwei (1831-1832) von Kapitel 25 bis 54.
Die fiktive Geschichte „In einem weiten Land“, deren Ereignissen, die Anfang des 19. Jahrhunderts in Australien spielt, haben ihren Ursprung in der Strafkolonie New South Wales. Die Autorin hat historische Begebenheiten aus den Strafsiedlungen zugrunde gelegt und ihre Charaktere erschaffen. Daraus entstanden ist eine weit über 700 Seiten umfassende Australiensaga.
Im Jahr 1827 muss die Junge Fanny London, England, verlassen. Sie flüchtet vor dem Gesetz, denn man wirft ihr Diebstahl vor. Ohne jegliche Papiere, nur die kleine, zweijährige Stiefschwester Daisy mit dabei, ist sie in Australien darauf angewiesen, Geld zu verdienen. Wie so oft im Leben, gutgläubig, arm und dringend auf Geld angewiesen, nimmt sie die Fürsorge von einem habgierigen Mann an, Severin. Doch er verlangt immer mehr von ihr, und das Allerschlimmste, er hat Daisy weggegeben, erpresst damit Vianna/Fanny, die nicht weiß, so die Kleine sich befindet.
Severin hat nicht damit gerechnet, dass Vianna Hilfe erhält durch Felix und Mungo. Beide haben den gleichen Vater, aber zwei verschiedene Mütter. Der eine ehelich, der andere unehelich. Und beide sind in Vianna verliebt.
Umgeben von drei Männern, einer der Vianna ausnutzt, zwei die sie lieben, eine Dreiecksgeschichte. Doch es geht um mehr. Ums Überleben und um die Sache mit Daisy.
Der Verlauf der Geschichte gefiel mir so ganz gut, konnte mich aber nicht so ganz überzeuigen. Das Buch liess sich zwar so ganz gut lesen, aber es waren mir einfach zu viele Stellen, die sich endlos zogen. Hier wäre es sinnvoll gewesen, die Story auf weit über 100 Seiten zu kürzen. Fanny/Vianna als Charaktere fand ich wechselhaft, manches war nicht nachvollziehbar.

In einem weiten Land“, ein Buch für Leser, die gern in historische Romane eintauchen, Australien lieben als auch damit verwobene Familiengeschichten. Die bildhaften Beschreibungen des Landes, ihren Schauplätzen waren sehr gut vorstellbar. Es braucht eine Zeit, mit der Geschichte warm zu werden.
Da ich von der Autorin bislang noch kein Buch gelesen habe, kann ich keinen Vergleich ziehen. „In einem weiten Land“ fand ich die Handlung okay, auch den historischen Hintergrund als auch ihre Charaktere, aber es war mir doch zeitweise zu langatmig, welches Auswirkungen auf meinen sonst so schnellen Lesefluss hatte. Dies ist allerdings meine persönliche Einschätzung. Interessierte Leser mögen sich selbst ein Urteil bilden.
Ganz knapp vier Lesegenuss-Bücher


Vita:
Johanna Nicholls studierte in Sydney und hat als Journalistin in London sowie als Produzentin und Redakteurin für das australische Fernsehen gearbeitet. Sie bewundert die Werke von Shakespeare, Goethe und Tolstoi genauso wie Margaret Mitchells "Vom Winde verweht" oder Jane Austens "Stolz und Vorurteil". Mit ihrem Roman "Die Blüte des Eukalyptus", für den sie intensive historische Recherchen betrieben hat, erfüllte sie sich einen Lebenstraum: den Wunsch, Autorin zu werden und eine große Australiensaga zu schreiben. Sie lebt in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert in einem Vorort von Sydney, wo sie gerade an einem weiteren historischen Roman schreibt

Freitag, 23. Januar 2015

(Rezension) Violets wundervoller Vintageshop -Susan Gloss


Susan Gloss
Violets wundervoller Vintageshop
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442480777
Originaltitel: Vintage
€ 8,99

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Das Buch erhielt ich als Geschenk im Silvesterwichtel-Paket.

Violet hat ihre Liebe zu alten Dingen zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Ihr Laden „Vintage Hourglass“ ist eine Fundgrube für Liebhaberstücke. Jeder ihrer Schätze hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen, und Violet kennt sie alle. Nur über die eigene Vergangenheit verliert sie kein Wort, zu schmerzvoll ist die Erinnerung an eine enttäuschte Liebe. Und dann schneit eines Tages die junge April herein und bittet unter Tränen darum, das vor wenigen Wochen erstandene Brautkleid zurückgeben zu dürfen. Wo auf die Männer kein Verlass ist, wird es höchste Zeit, dass die Frauen das Schicksal selbst in die Hand nehmen ...

 
Meine Meinung:
Mit ihrem Laden „Vintage Hourglasse“ hat sich Violet einen Lebenstraum vor fünf Jahren einen langgehegten Traum erfüllt. Nachdem sie sich von ihrem alkoholkranken Mann Jed getrennt und den Ort Bent Creek verlassen hat, startete sie damals einen Neuanfang in Madison, Wisconsin.
Hinter jedem Teil in ihrem Laden steht eine Geschichte und so beginnt auch jedes Kapitel mit einer Beschreibungen zu dem Stück, welches sich dann auch in der Handlung wiederfindet. Violet liebt ihren Laden über alles und die Vintagesachen. Allerdings hat Violet nicht damit gerechnet, eines Tages die Kündigung ihres Mietvertrages zu erhalten. Als ihr die Papiere überbracht werden, ist sie geschockt. Das Gebäude soll zu einem horrenden Preis verkauft werden. Trotz all ihrer Bemühungen kann sie das Geld für einen Kauf nicht aufbringen. Auch ihre langjährige Freundin Karen, die Rechtsanwältin, sieht keinen Ausweg. Eine gute alte Freundin von Violet, die ihr damals den Start für den Laden ermöglicht hatte, bittet Violet, die junge April Morgan bei sich als Praktikantin aufzunehmen. April  hatte sich von ihrem Freund Charlie getrennt, der aus reichem Haus stammt. Aber das war nicht ihr einziges Sorgenpäckchen. Gerade ihre Mutter verloren, schwanger, will sie das Haus verkaufen. Dabei stößt sie auf einige Ungereimtheiten, die die Zweifel schüren, dass die Mutter Selbstmord verübt hatte. Im Laufe der Handlung zeigt sich mehr denn je, welche Stärken in April stecken und das sie Violet gut tut, manche Dinge aus einer anderen Sichtweise zu sehen. Dann ist da noch Amithi Singh, die ebenfalls durch den Verkauf etlicher Kleidungsstücke Einblick in ihr Leben gewährt.
Alle drei Frauen durchlebten schwierige Zeiten. Die Geschichte rund um den Vintageladen lebt durch ihre Charaktere. Jedes Kapitel fügt sich nahtlos an das vorherige an. Ebenso bildreich und detailliert die jeweiligen Handlungschauplätze.
Die Geschichte um die drei Frauen Violet, April und Amithi spielt über mehrere Monate. Eine weitere Rolle spielt Betsy, die zwar nicht sehr viel Platz in der Handlung erhält, allerdings eine grandiose Nebencharaktere ist. Zwar vorhersehbar, und doch traurig ist, dass gerade sie Violet zu einer wunderbaren Lösung ihres Problems hilft.
Die Liebe und das Leben, sei es die schwangere April und die kinderlose Violet, die betrogene Ehefrau, etwas Herz-Schmerz darf auch in so einer Geschichte nicht fehlen.
Es ist eine herzerwärmende Story, auf der Suche nach Liebe und Hoffnung, und dem wahren Wert einer Freundschaft.

  

Vita:
Susan Gloss lebt mit ihrem Mann, ihrem kleinen Sohn und ihrem neurotischen Hund am Lake Monona in Madison, Wisconsin. "Violets wundervoller Vintage-Shop" ist ihr erster Roman.

Mittwoch, 21. Januar 2015

(Kurzreport) Die Geschenke meiner Mutter - Cecilie Enger


Cecilie Enger
Die Geschenke meiner Mutter
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 4 (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421046529
Originaltitel: MORS GAVER
€ 18,99

Weitere Ausgaben:
» eBook 

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 Anfang November hatte ich euch aus dem DVA-Verlag drei Romane von Autorinnen vorgestellt. Und habe dann dieses Buch als kleines Dankeschön erhalten.  " klick "

Verlagsinfo:
Autobiografisch gefärbter Roman – eine Tochter über die Vergänglichkeit, die Kraft der Familie und die Liebe zu ihrer Mutter
Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: ihre an Alzheimer erkrankte Mutter kommt nicht mehr allein zurecht und muss ins Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet die Tochter in einer Schublade ein Bündel Zettel, auf denen die Mutter über vierzig Jahre gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. An diese umsichtig ausgewählten Gaben sind Cecilies Erinnerungen an geliebte Menschen geknüpft, deren Leben aus der Vergangenheit auftauchen – und so erzählt der Roman die wechselvolle Geschichte einer bürgerlichen Familie über ein Jahrhundert.

Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die Schenken bereitet.

Meine Meinung:
„Ich war schon lange darauf vorbereitet, dass der Tag kommen würde, aber nur als ein Tag in ferner Zukunft.“  Mit diesem Satz beginnt das Buch der Autorin Cecilie Enger „Die Geschenke meiner Mutter“. Geschrieben in der Ich-Perspektive von Cecilie, die vor der schweren Aufgabe steht, das Elternhaus auszuräumen. Es wird verkauft, da die Mutter an Alzheimer erkrankt, nicht mehr allein darin leben kann und nunmehr in einem Pflegeheim untergebracht ist.
Der Inneneinband zeigt handgeschriebene Zettelchen, Fotos von früher und vermittelt schon den ersten Eindruck, worum es in der Geschichte geht. In einer Schublade findet Cecilie die sorgsam aufbewahrten Zettel mit der Handschrift ihrer Mutter. Über einen Zeitraum von 40 Jahren hatte sie jedes Jahr zu Weihnachten Notizen über die Geschenke der Familie aufgeschrieben. All diese Zettel rufen längst Vergessenes in Cecilie wach, die Erinnerungen an vergangene Weihnachten.
Auch wenn diese Notizen allesamt von Weihnachten handeln, ist „Die Geschenke meiner Mutter“ kein Buch, was nur zu dieser Jahreszeit gelesen werden kann/sollte. Hier wird die Familiengeschichte auf eine ganz besondere Art erzählt. Für alle, die sich in einer ähnlichen familiären Situation befinden, auch eine Art Trost und Hilfe mit dieser Krankheit umzugehen. Ein Mensch hinterlässt immer irgendwelche Spuren. Man muss nur die Augen öffnen, um sie zu sehen.
Der autobiografisch gefärbte Roman „Die Geschenke meiner Mutter“ ist interessant und lesenswert geschrieben, teils auch melancholisch. Nah am Leser dran, mit lebendigen Charaktere, sollte man auf die eigene Spurensuche seines Lebens gehen.
Licht und Schatten liegen dicht beieinander und das Schicksal von Cecilies Mutter zeigt, wie vergänglich doch das Leben ist.
Durch den Buchtipp des Verlags bin ich in den Besitz des Buches gekommen. Ich würde mich freuen, wenn es eine größere Leserschaft finden würde.   


Vita
Cecilie Enger, Jahrgang 1963, studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus und arbeitet als Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor, das mit dem Nota-Bene-Buchpreis ausgezeichnet wurde. 2000 war sie für den Brage-Preis nominiert, 2008 erhielt sie den Amalie-Skram-Preis. "Die Geschenke meiner Mutter" ist ihr siebtes Buch, wurde für den Kritikerpreis nominiert, mit dem Buchhändler-Preis ausgezeichnet und war ein Bestseller in Norwegen.


Dienstag, 20. Januar 2015

(Notizblatt) ツ Eintöpfe Hausfrauenart



Buttermilchsuppe
1 kg Kartoffeln, 1 Lorbeerblatt, 4 Pimentkörner, 1 l Buttermilch, 1-2 Brühwürfel, 500 gr durchw. Speck oder Schinkenwürfel, 2 Zwiebeln, 250 ml Sahne, Salz, Pfeffer
Kartoffeln schälen und mit dem Lorbeerblatt und Pimentkörnern weich kochen. Abgießen und stampfen. Buttermilch erhitzen und die Brühwürfel dazu fügen, über die gestampften Kartoffeln gießen. Speck und Zwiebeln kross braten und in die Suppe geben. Sahne dazu, Salz und Pfeffer abschmecken und möglichst heiß servieren.

Gemüseeintopf mit Schafskäse
500 gr kartoffeln, 500 gr Zucchini, 500 gr grüne Paprikaschoten, Salz, 1/4 l Gemüsebrühe, Paprikapulver, 1 Bund Lauchzwiebeln, 1 Bund Petersilie, 150 gr Schafskäse
Kartoffeln kochen (ca. 10 Minuten), in Scheiben schneiden. Geputztes Gemüse in heißem Wasser andünsten (in Scheiben, Streifen schneiden). Kartoffeln dazugeben, mit der Brühe auffüllen und ca. 15 Minuten garen. Salz und Paprikapulver abschmecken. Geputzte Lauchzwiebeln in Ringe schneiden, Petersilie hacken und mit dem zerbröselten Schafskäse über das Gemüse streuen. Zugedeckt circa 5 Minuten weiter schmoren.

Geschmorter Gemüsetopf mit Kräuterfrischkäse
1 Zwiebel, 500 gr Möhren, 500 gr grüne Bohnen (frisch oder TK), 500 gr Kartoffeln, 1 Eßl Öl, Pfeffer, 1 Teel Bohnenkraut, Gemüsebrühe, 1/2 l Wasser, 4 Tomaten, 1/2 saure Sahne, 100 gr Kräuterfrischkäse, Petersilie
Zwiebel würfeln, Gemüse putzen, Kartoffen schälen, alles würfeln und in Öl anbraten. Gewürze dazu geben, Wasser dazu und die Instantbrühe unterrühren. Zugedeckt ca. 15-20 Min auf kleiner Flamme schmoren lassen. Aufpassen ob genug Flüssigkeit. Saure Sahne, Frischkäse und  abgehäuteten Tomaten (klein geschnitten) unterrühren und noch mal 5 Min ziehen lassen. Vor dem Servieren Petersilie darüber streuen.

Möhrentopf
4 Zwiebeln, 750 gr Möhren, 5 Eßl Butter, Salz, Pfeffer, Zucker, 1/4 l Fleischbrühe, 4 gr Kartoffeln, 4 säuerl. Äpfel, etwas Majoran, 500 gr frische Bratwurst, gehackte Petersilie
Zwiebeln fein wüfeln und in der Butter glasig dünsten. Geputzte Möhren in Scheiben schneiden und dazu geben. Mit Salz, Pfeffer, Zucker würzen. Fleischbrühe dazu und ca. 20 Minuten zugedeckt garen. Geschälte Kartoffeln würfeln und extra in Wasser ca. 5 Minuten kochen. Danach zu den Möhren geben. Äpfel schälen, achteln und ebenfalls zufügen. Mit Majoran abschmecken. Die Bratwurst in kleinen Häufchen aus der Pelle in das dampfende Kartoffelwasser drücken, kurz angaren lassen und heraus nehmen. Den Eintopf mit etwas Butter verfeinern, die Klößchen dazu geben und mit Petersilie bestreuen.

Schneller Möhreneintopf
500 gr Wurzeln, 500 Zwiebeln, 500 Kartoffeln, 250 gr Speck oder Speckwürfel, Salz, Pfeffer, Zucker, 1/4 l Brühe
Speck, Zwiebeln, Kartoffeln und Wurzeln würfeln und alles andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und mit der Brühe auffüllen. Ca. 20 Minuten garen lassen. FERTIG!

Sonntag, 18. Januar 2015

(Rezension) Taberna Libraria - Das Geheimnis von Pamunar - Dana S. Eliott


Dana S. Eliott
Taberna Libraria - Das Geheimnis von Pamunar
Taschenbuch
608 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426515440
€ 9,99

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Verlagsinfo:
Eine fremde Welt, ein dunkler Magier und ein verbotenes Buch - Die fantastische Geschichte um Corrie und Silvana geht weiter!

Corrie und Silvana konnten dem dunklen Magier Lamassar einen herben Rückschlag zufügen. Doch beide wissen, dass dieser nicht so schnell aufgeben wird. Also müssen sie das nächste Puzzlestück des Buches von Angwil so schnell wie möglich finden. Die Suche führt die beiden Frauen auf die abgelegene Insel Panumar. Aber Lamassar erwartet sie schon …
  
Meine Meinung:

Fremde Welten, Fantasiegestalten, die eine Geschichte erzählen, „Taberna Libraria“ geht endlich weiter. Nach „Die magische Schriftrolle“ folgt nunmehr „Das Geheimnis um Pamunar“.  Vorkenntnisse vom ersten Band sind schon gewünscht. Zu umfangreich wäre jetzt hier eine Schilderung bzw. Einführung in die Geschichte.
Der Weltentwurf lebt von den Ideen der Autorinnen und diese sind reichlich vorhanden, was der Leser im Laufe der Handlung wieder feststellen kann. Es geht um fünf Bücher, in dessen Besitz die Freunde gelangen müssen, um Angwil wieder zu erwecken. Sie brauchen ihn und seine Kenntnisse. Doch der dunkle Magier Lamassar ist ein gefährlicher Gegner. Er will um jeden Preis die Macht der Welt der hundert Inseln an sich reißen um sie zu beherrschen. Hauptcharaktere sind wieder Corrie und Silvana. Nach der bisherigen Suche und ihren Abenteuern nach den ersten Büchern versuchen beide, diese nicht mehr zu hektisch anzugehen. Die beiden Frauen, von Beruf Buchhändlerinnen, sind  mir schon im ersten Teil sympathisch gewesen. Es tauchen wieder altbekannte Figuren auf, aber auch neue Namen.  Unglücklicherweise ist das Portal im Buchladen zu, doch beide müssen wieder in das „Zweimondland“. Nur gut, dass Kapitän Rabus ihnen wieder zu Hilfe eilt.
Es macht keinerlei Mühe, in die neue Geschichte einzutauchen und neue Abenteuer zu erleben. Abenteuer auf eine Art und Weise, die faszinieren, vor allem aber die geschaffenen Welten und Figuren. Im zweiten Band haben die Autorinnen das enorme Tempo etwas heruntergefahren. Doch zu keiner Zeit kommt ein Hauch von Langeweile auf. Szenen werden aufgelockert und die Handlung läuft stimmig ab.
Die „Taberna Libraria“-Geschichte spielt zum einen im fiktiven kleinen Ort Woodworth/England. Hier leben die beiden Charaktere Corrie und Silvana. Im zweiten Band geht es nach „Pamunar“. Doch anscheinend ist ihnen der Magier Lamassar immer einen Schritt voraus. Dies spricht alles für einen Verräter in ihren Reihen.
Sehr detailliert und gut gewählter Wortauswahl lassen Bilder vor den Augen entstehen. Es ist fast so, als wäre man als unsichtbarer Gast mitten in der Handlung.

Abwechslungsreich, spannend, fantasiereich - Taberna Libraria - bescheren dem Leser magische Lesegenuss-Stunden; und machen neugierig, wie es weitergehen mag.

  
Vita:
Der Name Dana S. Eliott steht für ein junges Autoren-Duo, das gebürtig aus Ostwestfalen stammt. Während es die eine nach der Ausbildung in ein großes Labor gezogen hat, arbeitet die andere im Zwischenbuchhandel.

Bei ihren Romanen folgen die beiden hauptsächlich einem Grundsatz: immer das zu schreiben, was sie selber gerne lesen würden - wobei sie hoffen, dass auch andere an ihren Geschichten und phantastischen Welten ebenso viel Spaß haben, wie sie selbst.


Donnerstag, 15. Januar 2015

♥ Vier Jahre "BookLounge" Lesegenuss - ♥


Hallo liebe "Lesegenuss"-Leser!

"Lesegenuss" ist vor über vier Jahren öffentlich geworden. 

DANKE an euch alle - ob stiller Follower, Besucher, fleißige Kommentatoren - ohne euch wäre hier kein Leben.

Manchmal erschrickt man sich selbst, wie schnell doch ein Jahr vorbei ist. 
Es gab auch in den vergangenen zwölf Monaten Höhen und Tiefen, und so manches Mal war ich wirklich am Grübeln, nehme ich mir ab und an nur eine Auszeit oder höre ich ganz auf. Dank einiger lieber Bloggerinnen, die sich zeitweise in einer ähnlichen Situation befanden, mache ich weiter. Na klar! Allerdings mit einigen Änderungen, die ich für mich beschlossen habe. 
Neuerscheinungen hin und her, alles schön und gut, aber diesem Druck unbedingt mit Rezensionsexemplaren schnellstmöglich auf dem Laufenden zu sein, habe ich einen Riegel vorgeschoben. Wenn ich auf die endlose Liste meines "Buch-Wartezimmers" schaue, dann kommen mir die Tränen und es stellt sich die Frage, warum habe ich mir die Bücher eigentlich zugelegt, wenn sie ganz langsam anfangen Staubfänger zu werden.
Deshalb wird dieses Jahr intensiv im Zeichen stehen, dieses Regal leerer zu machen. Leider kenne ich mich nur zu gut und weiß, dass ich oft an Tischen mit ME usw. nicht herumkomme und ab und an ein "Schätzchen" finde.

Statistisch gesehen hat sich seit dem letzten Jahr einiges getan:

Seitenaufrufe Januar 2013  110750   -   Januar 2014   193571 

Was mich allerdings wirklich erstaunt hat ist, dass der Post
"Mein Adventskalender - Nostalgie im Advent" mit über 1.600 Seitenaufrufe die Spitzenposition hält. (Links in der Sidebar habe ich eine Liste der meistaufgerufenen Posts)Mehr Informationen finden sich unter "Gelesen" usw...
Ich bin kein kein Statistikfreak.
Ich messe meinen Blog nicht daran, wieviele Follower bei GFC, FB oder Blog-Connect sind. Wer kommt und bleibt, ist immer herzlich willkommen. 
Diese Posts auf FB:   "nur noch ??? und dann habe ich 1000 Follower usw.", Leute habt ihr euch schon mal gefragt, wie viele kommentieren denn überhaupt? STOP! Ich habe mir geschworen, mich auf solches gar nicht einzulassen. Aber ein kleines bisschen muss einfach mal raus. Ich kann es einfach nicht mehr lesen. Das ist fast genauso, wenn lfd. irgendwelche Leutchen ihre aktuellen Stände bei wasweißichwo posten.  - Mir ist die Zeit einfach zu kostbar, um immer wieder ein "Gefällt mir" hier und da zu klicken. 
Sich nicht verbiegen lassen und nicht immer dem "Schleim" zu folgen, wird in mein Projekt 2015 einen festen Platz finden.
  
 Auch in diesem Jahr endet mein Post wie 2013:

Geburtstag heißt Geschenke.
Geschenke finde ich super toll - doch meine Regale sind schon richtig voll. 
Drum würde ich mich freuen - da bin ich ehrlich:
Nicht nur heute einen Kommentar - das wäre herrlich!
 

 
Und falls Ihr irgendwelche Änderungsvorschläge oder Wünsche habt, schreibt sie mir.

Sonntag, 11. Januar 2015

(Rezension) Für immer dein Lachen ✍ Kaui Hart Hemmings ✍



Kauri Hart Hemmings
Für immer dein Lachen
Taschenbuch
384 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453358362
Originaltitel: The Possibilities
€ 9,99

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Mitten ins Herz und zurück ins Leben
Warum lebt man weiter, wenn der Sohn bei einem Lawinenunglück stirbt und die Welt aufhört, sich zu drehen? Weil das Leben nicht fair, aber dennoch lebenswert ist? Leichter gesagt als getan. Und doch gelingt es Sarah, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Gerade als sie glaubt, wieder lachen zu können, steht plötzlich eine junge Frau vor der Tür. Deren Geheimnis wird Sarahs Welt noch einmal aus den Angeln heben …
Buchanfang:
„Ich tue so, als wäre ich nicht on hier. Als wäre ich eine Frau aus Idaho, die mit Freunden in den Bergen Urlaub macht. Oder aus Indiana und frisch verheiratet.“

Meine Meinung:
Es ist erst wenige Monate her, dass Sarah ihren 22-jährigen Sohn Cully bei einem Lawinenunglück verlor. Als Moderatorin einer Taklkshow nimmt sie sich eine Auszeit. Wenn man das Liebste in seinem Leben verliert, und dann noch das eigene Kind, ist es eine Tragödie. Aber man muss sich damit auseinandersetzen und versuchen, weiterzuleben.
Zitat S. 11

„Vermutlich habe ich den von der Gesellschaft unausgesprochen vorgegebenen Punkt erreicht, an dem man sich endlich am eigenen Schopf aus dem Supf ziehen soll. Ich muss mich zusammenreißen, zu neuen Horizonten aufbrechen. Das Leben geht weiter –“

Den Verlust des einzigen Kindes zu bewältigen, das tiefe Loch, in welches man fällt, aber auch Hoffnung, dass der Schmerz vergeht, auch wenn das Leben sich verändert hat. Cully war ein Einzelkind, mit dem leiblichen Vater war Sarah nie verheiratet gewesen. Auch Sarahs Vater trauert um seinen Enkel, aber auf seine Weise. Seine Langweile als Rentner überbrückt er mit Fernsehen, hauptsächlich Shopping-Sender. Dann ist da noch Suzanne, Sarahs Freundin, und ihre Tochter Morgan. Cully und Morgan waren gute Freunde gewesen.
Mit Schwierigkeiten kehrt Sarah zurück an ihren Arbeitsplatz. Doch dann kommt der Tag, an dem Sarah mit einer Sache aus Cullys Leben konfrontiert wird, deren Tragweite wie eine Brücke, ein Stück Hoffnung für die Zukunft ist.
Das Schicksal geht oft seine eigenen Wege. Und manchmal stellt sich die Frage, hat man den Menschen, den man geliebt und verloren hat, wirklich gekannt?
Sicherlich ist es die Geschichte, die berührt. Aber auch die Umsetzung der Idee mit ihren Figuren ist der Autorin ein wunderbares Buch gelungen. Die Sprache, der Schreibstil der Autorin ist bemerkenswert.
Eine Geschichte über Freude und Leid, Verlust und Schmerz, aber auch Hoffnung.

Fazit:
„Für immer dein Lachen“, eine wunderbare Geschichte, die mich emotional berührt, aber auch nachdenklich zurückgelassen hat. Es gibt Dinge im Leben, wovor man nicht weglaufen kann. Ab und an hilft ein gutes Buch, man wird an Situationen erinnert, und geben dem Leser wertvolle Erkenntnisse. Meine absolute Leseempfehlung!


Vita:
Kaui Hart Hemmings wuchs in Hawaii als Stieftochter eines einflussreichen Politikers auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in San Francisco. Ihr Debütroman „The Descendants/Mit deinen Augen“ wurde mehrfach ausgezeichnet und mit George Clooney verfilmt.


(Rezension) Über uns die Nacht ✍ Anat Talshir ✍


Anat Talshir
Über uns die Nacht
Taschenbuch
528 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357778
Originaltitel: If I Forget Thee
€ 9,99

 
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Ihre Hoffnung überwindet alle Grenzen
Die Jüdin Lila begegnet dem arabischen Teehändler Elias zum ersten Mal am Vorabend der israelischen Staatsgründung in Jerusalem. Es ist der Beginn einer tiefen Liebe, die geheim bleiben muss. Als Krieg ausbricht, wird die Stadt durch eine Mauer geteilt, die die beiden fortan unüberwindbar voneinander trennt. Neunzehn Jahre wird es dauern, bis es wieder Hoffnung für Lila und Elias gibt. Doch kann ihre Liebe den Hass der beiden verfeindeten Kulturen, die Jahre der Trennung und der Sehnsucht überstehen?
Meine Meinung:
“Über uns die Nacht” ist die Geschichte einer Liebe in Jerusalem, die ihren Beginn einen Abend vor der israelischen Staatsgründung findet. Lila und Elias, kann dies eine Zukunft haben? Niemand darf von ihrer Verbindung zueinander wissen, zu groß ist die Kluft zwischen den Völkern. Die auf zwei Zeitebenen erzählte Handlung spielt zum einen im Jahr 1947 und 2006.
Es gibt ja die Volksballade von den zwei Königskindern, die da beginnt:
”Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten beisammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.”  (bei Lila und Elias waren es die Religionen)

Er, Elias, ein christlicher Araber mit Jahrhunderte alten, palästinensischen Wurzeln, sie, Lila, eine Jüdin.
Als in Jerusalem die Mauer errichtet wird, bedeutet dies zwangsläufig das Ende ihrer Liebe. Wie mögen sie sich gefühlt haben? Das können viele beantworten, die ein ähnliches Schicksal durch den Bau der Berliner Mauer erlebt haben.
Die Geschichte Israels, das Leben der Völker in Ost- und West-Jerusalem, und doch bis zum heutigen Tag können sie nicht in Frieden miteinander leben. Man erfährt sehr viel in dem Buch “Über uns die Nacht” zur Geschichte um den Staat Israel.
Jahr 2006:
Zitat S. 9: “Keiner von beiden sagte etwas. Was gab es seinen Worten noch hinzuzufügen? Sogar der Apparat, der seinen Herzschlag überwachte, hörte auf zu piepsen.”

Nomi sitzt am Krankenbett von Elias, der ihr seine Geschichte mit Lila erzählt. Zur damaligen Zeit fungierte Nomi als Briefbote zwischen den beiden. Erschütternd die Erkenntnis, als nach dem Sechs-Tage-Krieg – 19 Jahre nach dem Bau der Mauer, Lila Elias sucht und feststellen muss, dass er inzwischen verheiratet ist.
Die Liebe deines Lebens und doch keine Zukunft.
Die Protagonisten sind glaubhaft beschrieben, so dass man sich in die jeweilige Person gut hineinversetzen kann. Ebenso der Handlungsort, der durch seinen geschichtlichen Hintergrund eine maßgebliche Rolle spielt.

“Über uns die Nacht” gehört für mich jetzt schon zu den Top-Lesehighlights in diesem Jahr! Dass dies hier der Debütroman von Anat Talshir ist, merkt man keineswegs. Sie hat es mit ihrer Sprache, dem Schreibstil verstanden, den Leser in die damalige Zeit und den Konflikten zurückzuversetzen. Eine wunderbare, berührende Geschichte mit großartigen Figuren und geschichtlichem Hintergrund. Großes Kino!
Sechs Lesegenuss-Bücher - meine Höchstwertung!
 

Vita:
Anat Talshir wurde in Jerusalem geboren und wuchs dort auf. Sie ist eine angesehene Investigativ-Journalistin in Israel und wurde für ihre Arbeit u. a. mit dem renommierten Sokolov-Preis ausgezeichnet. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit ist sie als Moderatorin tätig und unterrichtet Creative Writing. Heute lebt die Autorin in Tel Aviv.



Samstag, 10. Januar 2015

(Rezension) Der Tag, an dem Rose verschwand [Linda Newbery]



Linda Newbery
Der Tag, an dem Rose verschwand
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (27. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764504977
€ 19,99

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Es geschah um Viertel nach zwei an einem Mittwochnachmittag ...
Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat.
Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen … Was ist damals in den 60ern passiert? Und wer ist Rosanna, von der sie immer wieder spricht?

Eine berührende Geschichte über Mütter und Töchter, über Schwestern und über die Geheimnisse, die wir in uns tragen.

Meine Meinung.
Zwanzig Jahre ist es her, dass Annas ältere Schwester Rose am helllichten Tag verschwand. Diese hatte sich gegen Mittag es sich auf der Gartenliege unter einem Baum gemütlich gemacht, um ein Buch zu lesen. Anna hingegen zog es in die Stadt. In all den vergangenen Jahren kein Lebenszeichen, doch keiner der Familie hatte die Hoffnung aufgegeben. Das Zimmer von Rose war noch genau wie an dem Tag, als sie verschwand. Inzwischen lebte Anna mit Martin zusammen. Dieser war beruflich viel unterwegs, geschieden. Seine Ex-Frau Ruth entpuppt sich im Laufe der Handlung zu einem wahren Schatz, doch bis Anna das erkennt, bedarf es eine ganze Zeit.
Erzählt wird die Geschichte zum einen aus der Sicht von Anna, und aus der Perspektive von der Mutter der beiden Schwestern. Jeder von ihnen hofft, dass Rose wieder heimkehren wird. Umso schwerer fällt es der Mutter, dass das Haus, ihrem Heim, verkauft werden soll. Der Verkauf hieße Loslassen, sich trennen müssen. Wo aber sollte Rose sie suchen, wenn die Familie nicht mehr dort wohnen würde? Die Person Anna ist immer noch in ihrem Denken auf Rose fixiert.
Aber was war mit Rose geschehen? Wenn sie noch lebte, wo war sie? Und so beginnt Anna intensiv nach ihr zu suchen. Letztendlich wird das Geheimnis um Rose’ Verschwinden gelöst. Obwohl von Anfang an Rose zwar präsent ist, wird sie in einem Bild dargestellt, was sie als unsympathisch, oberflächlich und Ich-bezogen zeigt. Dass ihre Schwester Anna sie, Rose, als eine Art Idol sieht, nun ja.
Irgendwie erschütternd fand ich, dass die Mutter so lange ein Geheimnis mit sich herumgetragen hat. Das war nicht ganz nachvollziehbar, zumal sie auch ihren Ehemann Don nicht mit ins Vertrauen gezogen hat. Ich habe mich als Mutter gefragt, inwiefern das nachvollziehbar sei.
Leider bleibt Annes Verhalten gegenüber Martin nicht ohne Auswirkung. Für mich nicht plausibel, dass sie ihren jetzigen Partner nicht versteht, ihr Herz öffnet und die Wärme und Liebe einziehen lässt.
Schicksale, Lebenswege, bilden den Haupthintergrund zu dem Roman, bei dem sich zwar alles um Rose dreht, doch zwangsläufig tragen die anderen Protagonisten die gesamte Handlung.

Fazit:
Die Geschichte um das Verschwinden von Rose liest sich durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin leicht. Ein Familiendrama, Geheimnisse, Verlust und Loslassen, kurz gesagt, ohne noch intensiver auf die Handlung einzugehen.
Von mir klare Leseempfehlung!

"Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel."
(Quelle unbekannt)

Vita:
Linda Newbery studierte und unterrichtete Englisch, bevor sie ihr erstes Buch verfasste. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Costa Children's Book Award. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und drei Katzen in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Oxfordshire im Süden Englands.

[Ausgepackt] X-Mas-Swap 2014 - meine Ü-Post

Hundert kleine Freuden sind
tausendmal mehr wert als eine große.
(Johannes Kepler)

Warum dieser Post so spät ist? Der Schuldige war schnell gefunden. DHL - warum das so ist, lest Ihr direkt im Post.
 
Seien wir doch mal ehrlich:  Wir alle lieben Überraschungen. 
Im vergangenen Jahr hatte ich das erste Mal bei Favola am X-Mas-Swap teilgenommen. Es sind die Kleinigkeiten, die selbstgeschriebenen Briefe oder Karten, jeder von uns hat sich etwas für den anderen überlegt, um ihm eine Freude zu bereiten. Mitte November 2014 war es wieder soweit. Schnell war die Anmeldung geschrieben und rechtzeitig erhielt ich die Adressen. Umso gespannter war ich, welche Post mich erreichen würde. 

Leider warte ich noch immer auf eine Karte/Post aus der Schweiz - vielleicht braucht die halt noch etwas länger als das Überraschungspaket. Aber dazu mehr weiter unten im Post.


Vielen Dank an meine Mit-Swapler - ich habe mich über jede Post gefreut
über ihren handgeschriebenen Brief und das Lesezeichen
über die handgemachte Karte (y), die netten Worte, ein kl. Briefumschlag mit Grußkarte und kleine Ornamente 
zwei tolle Postkarten - Notfallflocken (bei dem Sturm, der momentan draußen herrscht ...) trink ich dann Chai Latte und genieße das kleine Stück Schokolade ...
ja, wie schon oben geschrieben, eine fehlt ...

SO UND NUN KOMMT'S!!!
Urton aus Favolas Post:
weihnachtliches Überraschungspaket

Da ich sehr gerne Leute überrasche, werde ich auch in diesem Jahr aus allen Teilnehmern jemanden auslosen, der dann ein weihnachtliches Überraschungspaket von mir erhalten wird. Dieses wird nicht nur 'Buchiges' enthalten und wird den Glücklichen noch im Advent erreichen. Mitmachen lohnt sich also doppelt ....
**************************
Ihr könnt es euch bestimmt denken! JA --- ich war die GLÜCKLICHE!
Aaaaaaaaaaaaber  ....
Eine wartende Favola - wann schreibt sie denn endlich, dass das Paket da ist? Tja, irgendwann zum Jahresende haben wir glaube ich jedenfalls angefangen darüber zu sprechen. Denn all andere Post war in Deutschland angekommen. Und - ihr Paket war in Deutschland aufgegeben!
Endlich - der erlösende Satz von mir: FAVOLA, es ist angekommen!

Genau genommen war es vom 18. Dezember bis 6. Januar 2015 unterwegs.
Krass: Es hat vom 20. 12. 2014 bis 2. 1. 2015 in Speyer gelegen und wurde dann endlich weiter bearbeitet. Hallo, gehts noch?

Liebe Favola, dass ich mich über deine Überraschung sowas von gefreut habe, weißt du. Trotzdem noch einmal hier ganz, ganz vielen Dank, auch an den, wer immer mich auch ausgelost haben mag.

Nun die FOTOS:




Wahrscheinlich sind die Leute bei der DHL sehr irritiert gewesen, weil der Absender aus der Schweiz kommt und das Paket in Deutschland aufgegeben ist ...


Der erste Blick - Staunen, wow ...



VIER Bücher - passend zur Weihnachtszeit, Tee, Süßigkeiten und eine liebevoll gestaltete Karte - vielen Dank liebe Favola.
Das nächste Weihnachten kann kommen.

Dienstag, 6. Januar 2015

(Rezension) "Das Buch Onyx" - Die Chroniken von Anbeginn - John Stephens


John Stephens
Die Chroniken vom Anbeginn
Das Buch Onyx
Gebundene Ausgabe
480 Seiten
Verlag: cbj (24. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570153949
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 19,99
Weitere Ausgaben:
» eBook




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Gelesen 2014

Drei Geschwister
Drei Bücher
Ein großes Geheimnis

   *** 
„Das Buch Onyx“ ist der Abschluss von der Reihe „Die Chroniken von Anbeginn“. Zwei Bücher sind inzwischen im Besitz von Kate, Michael und Emma. „Das Buch Emerald“ gehört zu Kate, „Das Buch Rubyn“ hierzu ist Michael der Wächter, fehlt nur noch „Das Buch Onyx“.
Wer nicht in Kenntnis der beiden Vorbände „Das Buch Emerald“ und „Das Buch Rubyn“ ist, dem sei geraten, diese vorher zu lesen. Es bietet sich jetzt durch Vorlage des dritten Buches ein nahtloses Lesen an.

Die zwölfjährige Emma wird entführt und befindet sich in den Händen von Magnus. Doch nur mit allen drei Büchern zusammen können die Geschwister diesen töten und vor allem, sie wollen ihre Eltern finden.
Zitat S. 9:
„Lasst mich raus! Lasst mich raus!“
Emmas Hals war schon ganz wund vom Schreien. Ihre Hände schmerzten, weil sie die Metalltür lange mit Fäusten traktiert hatte.
„Lasst mich raus!“

Was nun beginnt, ist ein absolut meisterhaft beschriebenes Abenteuer. Wer glaubt, dass die junge Emma sich durch die Entführung abschrecken lässt oder verschüchtert sich mit ihrem Schicksal abfindet, irrt.
Alle drei Protagonisten sind glaubwürdig beschrieben, was nach Abschluss der Reihe zu sagen ist, dass gerade ihre Entwicklung, ihr Erwachsenwerden gut herüberkommt. Doch über allem schwebt das Wissen, dass alle drei Bücher zusammen eine Gefahr für Kate, Michael und Emma darstellen. Was ist zu tun? Das Buch strahlt wieder eine ganz besondere Atmosphäre aus, der man sich überhaupt nicht entziehen kann. Man muss kein Kind sein, um „Die Chroniken von Anbeginn“ zu lieben.
Im Mittelpunkt stehen die drei Geschwister. Mit ihnen hat der Autor Figuren geschaffen, die dem empfohlenen Lesealter verständlich und begreifbar sind. Es gibt viele spannende Szenen, und auch der Weg von Emma ins Totenreich ist so beschrieben, dass keine Ängste geschürt werden. Wer genau liest, wird erkennen, dass der Autor sein Gewicht auch auf die Vermittlung von Wertstellungen im Leben gelegt hat. Was ist wichtig im Leben, und für was entscheide ich mich? „Höre auf dein Herz und dein Bauchgefühl. Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Miteinander und nicht gegeneinander.
Wie die Drei schließlich aus dem Dilemma herauskommen, um der Prophezeiung zu entgehen, die da sagt, wenn sich alle drei Bücher verbinden, bedeutet es ihren Tod, lest selbst.
Aufgeteilt in 27 Kapitel und diese im Durchschnitt von ca. 11 Seiten lässt die Geschichte sich wunderbar lesen.
Das Cover ist wieder ein Eyecatcher, auch die Farbfolge der einzelnen Bände harmonisch.
Grün – Rot  - Blau

Fazit:
Leider – hat eine ganz besondere Reihe mit „Das Buch Onyx“ ihren Abschluss gefunden. Alle drei Bände harmonisieren und sind ein magisch, spannungsvolles Leseabenteuer.


Vita:
John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. »Das Buch Onyx« ist der dritte Band seiner Trilogie der »Chroniken vom Anbeginn«, die weltweit noch vor Erscheinen bereits in 32 Länder verkauft wurde.

www.cbj-emerald.de

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