In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 8. Februar 2018

(Rezension) "Die Wolkenfischerin" ~ Claudia Winter

Gelesen 01/2018
Claudia Winter
Die Wolkenfischerin
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485738
ISBN-13: 978-3442485734
€ 9,99
© Cover - Info - VERLAG











Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

"Die Wolkenfischerin " von Claudia Winter, ein Buchtitel, der vielversprechend klingt und verlockend, sehr ansprechend das Cover. Die Handlung beginnt mit dem Prolog im Sommer 1998 in Frankreich. 
Romane, die in Frankreich, bzw. der Bretagne spielen, habe ich schon einige gelesen. Umso mehr war ich gespannt auf das neueste Werk von der Autorin Claudia Winter. Zwei ungewöhnliche Schwestern auf der Suche nach dem einen Stück des Himmels - dem Zuhause im Herzen. Anfangs war ich doch ein wenig am Zweifeln, auch vom Verlauf der Handlung. Es war kein leichter Einstieg in die Geschichte. Erst nach und nach sieht man die Zusammenhänge und es ergibt sich ein fast schlüssiges Gesamtbild.  Im nachhinein muss ich sagen, es war okay.  Überzeugt hat mich ihr Schreibstil, flüssig-locker.

Die Schönheit und Faszination der Bretagne, die Landschaft als auch die Ortsbeschreibungen werden dem Leser sehr gut beschrieben, so dass man es bildlich vor Augen hat.  Bei bestimmten Abschnitten  hatte ich den Geruch von Meerwasser in der Nase und das Rauschen der Wellen im Ohr. Ebenso erwähnenswert die Menschen im besonderen, ja es ist ein eigener Menschenschlag. Was anfangs verwirrte, war Claire/Gwenaelle. Sie ist keine einfache Charaktere. Doch durch den Blick in die Vergangenheit klärt sich vieles. Verständlich, chaotisch, verrückt, aber leider bin ich nicht ganz warm geworden mit ihr. Da gibt es dann doch Protagonisten, die man sofort mag. Und dann eben Claires Schwester, sehr authentisch durch ihr Handicap und sehr eigenwillig. Das prägt sich ein. Alle anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten, vom Leben geprägt.

Es gibt drei Handlungsorte: Berlin, Paris und dem kleinen Dorf in der Bretagne. Claire erreicht ein Anruf ihrer Mutter aus Frankreich, dass sie sich um ihre gehörlose Schwester kümmern muss. Claire/Gwenaelle - vor Problemen kann man nicht weglaufen, denn irgendwann holen sie dich ein. So wie jetzt. Denn zu allem kommt auch noch Claires Chef aus Berlin nach Frankreich. In manchen keine leicht-lockere Handlung. Die eingebundenen Themen bringen einem schon nahe, was es bedeutet, mit einem Handicap umzugehen. Aber nicht nur das. Nur ich möchte einfach nicht zu intensiv auf die Handlung eingehen.
"Die Wolkenfischerin",   erneut wurde meine Urlaubswunsch für das Nachbarland Frankreich, seine Landschaft aber auch seine Lebensart geweckt.

Fakt ist …
Es braucht leider etwas Zeit, bis die Handlung wirklich interessant wird.
Wenn man über einige Kleinigkeiten hinwegsieht, ist das Buch gut und flüssig zu lesen.
Halbe Punkte oder so zu vergeben ist nicht, also runde ich auf
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ4 Lesegenuss-BücherƸ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ auf.

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

Eine Reise in die Bretagne - ein interessanter Titel

Kommentare :

  1. Liebe Hanne,
    da sind wir uns ja ziemlich einig diesmal. Ich habe 3 1/2 Sterne vergeben, da ich ja auch halbe Sternchen gebe ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Hallo Martina,
      ja halbe habe ich ja nicht oder so gut wie gar nicht. Schade, denn dieses Wirrwarr am Anfang hat mir doch etwas die Lesefreude gemindert. Ich sollte doch wieder mehr auf mein Inneres hören und nicht dem Hype nachgeben☺
      Liebe Grüße Hanne

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  2. Liebe Hanne! Das habe ich mir auch in letzter Zeit bei einigen Büchern gedacht. Viele werden gehypt und dann sind sie gar nicht so toll zum Lesen. Ich bin in letzter Zeit bei einigen Büchern nicht so richtig weiter gekommen. Ich freu mich schon über jedes das mich richtig fesselt.
    Lg Nicole

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    1. Liebe Nicole, ja es ist immer die alte Leier. Aber ich kann dir "Die Rückkehr der Wale" dringend ans Herz legen. Ich bin mir sicher, das es dir gefallen wird.
      LG HANNE

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