In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 31. Dezember 2017

Auf Wiedersehen 2017 - Willkommen 2018 ~ Frohes Neues Jahr



Das alte Jahr es geht nun langsam zu Ende
und wenn die Uhren stehen dann auf Mitternacht
heben wir das Glas und wünschen uns Glück, Gesundheit und vieles andere mehr.

Das neue Jahr - wie schnell nimmt es seinen Lauf
und wieder rasen die zwölf Monate an uns vorbei.

Das alte Jahr es ist nun müde und aufgebraucht
und  freut sich auf ein neues Leben,
das alte Jahr es ist am Ende
die Menschen  feiern  die Jahreswende.


Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen, aber allem voran beste Gesundheit!
 Book Lounge "Lesegenuss" besteht im Januar sieben Jahre. Ich hätte - ehrlich gesagt - nie geglaubt, dass ich so lange durchhalte.
Ja, es gab Zeiten, an denen ich aufhören wollte.
Rückblickend muss ich sagen, dass sich die gesamte Bloggerwelt sehr gewandelt hat.
Vieles läuft über Facebook oder Instagram / Twitter.
Aber ich sag mir dann halt immer, dieser Blog ist rein privat, ist mein Hobby.
Und so wird es auch bleiben.
Ich freue mich über jeden Leser - auch ohne Gewinnspiel! Das muss ich ausdrücklich mal betonen.

Mal schauen, was 2018 alles so bringt, und das nicht nur an neuen Lesestoff, auch so.

Eure Hanne

Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wir ein Fest,
und lass dir jeden Tag geschehen,
so wie ein Kind im Weitergehen,
von jedem Wehen Blüten schenken läßt ...
(Rainer Maria Rilke)

Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohe Weihnachten - Merry Christmas - Joyeux Noel -


Ich wünsche euch allen wunderschöne, besinnliche und erholsame Weihnachtstage.
Genießt die Zeit mit euren Lieben, oder was auch immer ihr vorhabt.
 
Liebe Grüße
Hanne

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hoch heilige Paar.
"Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh',
schlaf in himmlischer Ruh'!"

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
lieb' aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund':
Jesus in deiner Geburt.
Jesus in deiner Geburt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
aus des Himmels goldenen Höh'n
uns der Gnade Fülle läßt sehn:
Jesum in Menschengestalt.
Jesum in Menschengestalt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut' alle Macht
väterlicher Liebe ergoß,
und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt.
Jesus die Völker der Welt.

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
als der Herr, vom Grimme befreit,
in der Väter urgrauer Zeit
aller Welt Schonung verhieß,
aller Welt Schonung verhieß.

Stille Nacht, heilige Nacht,
Hirten erst kundgemacht!
durch der Engel Halleluja
tönt es laut von Ferne und Nah:
Jesus, der Retter ist da!
Jesus, der Retter ist da!

Joseph Mohr
Melodie: Franz Xaver Gruber

Samstag, 23. Dezember 2017

Weihnachtswoche ~ Samstag - nur noch einmal schlafen - dann ist Heilig Abend


Der Christbaum ist der schönste Baum

Der Christbaum ist der schönste Baum
den wir auf Erden kennen
im Garten klein, im engsten Raum
wie lieblich blüht der Wunderbaum
wenn seine Blümchen brennen, ja brennen

Dann sieh, in dieser Wundernacht
ist einst der Herr geboren
der Heiland, der uns selig macht
hätt er den Himmel nicht gebracht
wär alle Welt verloren, verloren.

Doch nun ist Freud und Seligkeit
ist jede Nacht voll Kerzen
Auch dir, mein Kind, ist das bereit´t
dein Jesus schenkt dir alles heut
gern wohl es dir im Herzen, im Herzen

O laß ihn ein, es ist kein Traum
Er wählt dein Herz zum Garten
will pflanzen in den engen Raum
den allerschönsten Wunderbaum
und seiner treulich warten, ja warten

Johannes Carl (1806–1887), Melodie: Georg Eisenbach



Freitag, 22. Dezember 2017

Weihnachtswoche ~ Freitag - nur noch zwei Mal schlafen ☺

Heute habe ich ein Märchen für euch.

Kaffeekanne und Milchkanne

Unbekannter Autor


Es war einmal eine alte dicke Köchin, die hatte ihre Küche aufs allersauberste gescheuert und geputzt und stand nun und schaute sich ringsum und freute sich über das weiße Porzellan, das blitzende Kupfergeschirr und die blinkenden Gläser, was sie alles in guter Ordnung rings an den Wänden aufgestellt hatte.
Zuletzt holte sie noch ein Sieb des allerfeinsten weißen Sandes und siebte ihn über den steinernen Fußboden und meinte nun, keine Putzstube sei so schön wie ihre Küche.

Sie war aber müde geworden über der Arbeit, und nachdem sie die Kohlen auf dem Herde angeschürt, dass der blitzblank gescheuerte kupferne Wasserkessel rot zu glühen schien und auch alsbald anfing zu singen, und einen großen eisernen Fleischtopf näher zum Feuer gerückt hatte, schob sie die Ofenbank an den Herd und setzte sich, um Kartoffeln zu schälen, zur Abendsuppe.

Jetzt war alles ganz still in der Küche, nur die Kohlen knisterten, einige Fliegen summten um den warmen Herd, und leise hörte man etwas schaben und schnarpen, das Kartoffelschälen der Köchin. Sie musste sehr müde sein, denn wie sie so saß und schälte, hatte sie Mühe, die Augen offen zu halten. Anfangs schälte sie dünn und fein, wie es einer sparsamen Köchin zukommt, zumal in Jahren, wo die Kartoffen nicht geraten und sehr teuer sind. Bald aber wurde das Schälen immer dicker, ja sie schnitt, indem sie anfing einzunicken, große Stücke weg.

Endlich lehnte sie sich zurück an die Wand, die Hände sanken ihr in den Schoß, die halbgeschälte Kartoffel rollte in die Küche, und die Gedanken vergingen ihr. Da hörte sie plötzlich ein Geräusch wie von einer feinen Stimme, und wie sie mit den müden Augen aufblinzelte, sah und hörte sie, wie gegenüber auf einem Schüsselbrett in der Höhe die große weiß porzellanene Kaffeekanne mit der daneben stehenden Milchkanne flüsterte.

„Es ist ein schlechtes Leben“, sagte die Kaffeekanne zur Milchkanne, „so alle Tage Kaffee und nichts wie Kaffee; immer nur trinken, gar nichts zu essen.“
„Das ist wahr“, antwortete die Milchkanne; „Milch und immer nur Milch, die ewig laue blaue Milch; mir ist oft so flau, so flau.“
„Wie wäre es“, sagte die Kaffeekanne, „wenn wir uns selbst einmal etwas anderes verschafften? Ich werde mir da unten ein Stück Rehbraten holen.“
„Und ich werde mir ein Würstchen nehmen“, sagte die Milchkanne.

Das hörte der alte Fleischtopf, der über dem Feuer stand, hob langsam die Blechstürze in  die Höhe, mit dem er zugedeckt war, blies den Dampf von sich, brodelte, quabberte, stöhnte und sagte zu den beiden, indem seine Blechhaube von Zeit zu Zeit wieder zufiel: „Das lasst sein! Das ist gegen die Küchenordnung! Das wird nichts Gutes! Habe auch nichts als Fleisch und Wasser jahraus, jahrein! Muss mich begnügen! Bin alt geworden dabei! Lasst das lieber sein!“

„Ei was“, sagte hitzig die Kaffeekanne, „mir gefällt eben die Küchenordnung nicht; du hast gut reden; mit Fleisch und Fleischbrühe kann man schon eher auskommen als mit bloßem Kaffee.“
Die Milchkanne war eigentlich bescheiden von Natur und mochte wohl denken, dass der alte Brodler am Ende recht haben könne; daher sagte sie zur Kaffeekanne: „Wir wollen es doch lieber lassen.“

Die aber machte sich auf ihren zierlichen drei Füßchen behände vom Brett herunter, lief zum Rehbraten und hackte sich ein Stück mit ihrem langen Schnabel davon ab; dann nahm sie säuberlich ihr Deckelmützchen ab, steckte den Braten oben hinein, setzte das Mützchen wieder auf und stieg auf ihr Brett zurück.

„So“, sagte sie, „wenn nun die Köchin Kaffee eingießt, habe ich Kaffee, Fleisch und Fleischbrühe, alles zusammen.“
Da die Milchkanne sah, dass alles so gut abging, machte sie sich auch auf ihre Füßchen, kam herab, steckte sich ein Würstchen ein, kletterte wieder auf ihr Brett und sagte: „Wenn nun die Köchin Milch einschenkt, so habe ich Milch, Wurst und Wurstsuppe, alles zusammen.“

Der alte Fleischtopf am Feuer aber hob noch einmal seine Blechhaube, blies den Dampf von sich, brodelte und quabberte: „Wohl bekomm’s!“
Die ganze Küchenwirtschaft war indes aufmerksam geworden. Die Teller auf dem Tellerbrett rollten zueinander und fragen einer den anderen geheimnisvoll, was nur daraus werden solle, dass die Kannen Wurst und Braten genommen, und die reinen blanken Gläser klangen zusammen und sprachen mit hellem Tone, dass es Unrecht sei von den Kannen, und die Löffel ließen auch ihre Silberstimme hören und meinten, das könne nicht gut enden und der alte Topf werde wohl recht behalten. Die blechernen Pfannen, Schüsseln und Schaufeln aber, die alle Tage etwas anderes zu lecken und zu schmecken bekommen, schrien, lärmten und sprachen, sie könnten es den Kannen nicht verdenken, dass sie sich nicht begnügen wollten mit Kaffee und Milch.

Da blies der blitzblank gescheuerte Wasserkessel seine glühenden Backen auf und machte bsch -----, und in demselben Augenblicke ward die Küchentür aufgemacht, der Küchenjunge trat herein und schlug die Tür hinter sich zu, dass die Fenster klirrten und klappten. Die dicke Köchin fuhr erschrocken auf, rieb sich die Augen und sah sich aufmerksam um; sie wusste nicht gleich, ob sie geträumte habe, oder ob das alles mit den Kannen und dem Topfe sich wirklich begeben hatte. Aber die Kannen und alles Geschirr stand ruhig an seinem Platze, nur einiges Blechzeug baumelte von der Erschütterung des Türzuschlagens an den Nägeln hin und her, der Fleischtopf brodelte, und der blitzblank gescheuerte Wasserkessel ließ aus seinem langen gebogenen Halse das überkochende Wasser in die Kohlen laufen, dass es laut zischte.

„Was einem doch für wunderliche Dinge begegnen“, sagte die Köchin zum Küchenjungen und erzählte ihm, was sie eben gesehen und gehört.
„Dummer Schnack“, sagte der Junge. „Ihr habt geträumt; das kommt von eurem vielen Kaffeetrinken; der Kaffee macht dickes Blut und schläfrig, und da bekommt man solche verrückten Träume.“

Die Köchin war auch fest überzeugt, dass sie geträumt habe, denn wenn sie auf die dicken Kartoffelschalen sah, die sie geschnitten hatte, so wusste sie wohl, dass sie das nur im halben Schlafe gemacht haben könne. Sie schälte nun eifrig, bis sie fertig war, kochte die Suppe, sah hier und da zum Rechten und trieb allerhand Geschäfte in der Küche und im Hausflur. Als sie nun des Abends die Suppe angerichtet hatte, wollte sie auch Rehbraten und Wurst in Scheiben schneiden und auf einen Teller legen, aber siehe, da fehlte ein Stück Braten und eine Wurst.

Unwillkürlich sah die Köchin in die Höhe nach den Kannen, aber die standen glänzend weiß und unschuldig ruhig auf ihrem Brette.
„Dummes Zeug“, sagte die Köchin laut für sich. „Ich habe ja geträumt; das ist gewiss die Katze gewesen, die soll schon ihre Prügel noch kriegen.“
Sie schnitt nun Braten und Wurst in sehr dünne Scheiben, denn es war nur noch wenig und sie musste doch einen Teller voll davon belegen können, sonst fürchtete sie das Schelten der Hausfrau.

Während sie nun so ihre Geschäfte trieb, flüsterte die Milchkanne der Kaffeekanne zu: „Wir wollen es doch gestehen, sonst bekommt die Katze Schläge.“
„Ach was“, antwortete die Kaffeekanne, „das ist der Katze schon recht; hat sie jetzt nicht genascht, hat sie es doch oft genug getan, wo eine andere Katze für sie die Strafe hat leiden müssen; da kann sie heute die Schläge dafür bekommen.“

Indem kam die Katze miauend hinter dem Herde vor, wo sie versteckt geschlafen hatte; der Bratenduft mochte sie geweckt haben, und die Köchin, die nicht wusste, wie sie mit den dünnen Braten- und Wurstscheiben den Teller bedecken sollte, überkam der Zorn und sie packte die Katze beim Felle, hielt sie mit der Nase an den Braten und sagte, indem sie tüchtig auf sie losschlug:
„Du naschiges Tier, das bist du gewesen, ich will dich lehren, mir den Braten stehen zu lassen; Mäuse sollst du fangen, aber nicht Würste fortschleppen.“

Die Katze riss sich endlich los, sprang über den Küchentisch, warf eine schöne Tasse herab und fuhr in der Angst durch eine Fensterscheibe in den Garten hinaus, dass die Scherben klirrten und klingelten.

Da kam die Hausfrau herbei und fragte nach der Ursache des Lärmes und was es denn nur gebe.
Und wie sie die zerbrochene Tasse auf der Erde liegen sah, ward sie sehr böse auf die Köchin. Die aber entschuldigte sich und sagte, die Katze sei es gewesen und sie habe auch das Fleisch und die Wurst gefressen.
„Ach“, erwiderte die Frau voller Ärger, „die Katze soll es immer gewesen die, die Katze soll alles getan haben; aber ich glaube dir nicht mehr, und du sollst nun einmal die Tasse bezahlen und das Fenster dazu.“

Das war ein Schrecken für die Köchin, denn die Tasse war fein gemalt und vergoldet gewesen und hatte gewiss viel Geld gekostet. Verdrießlich bückte sie sich, die Scherben zusammenzulesen, und holte den Besen, um die vielen Porzellansplitter zusammenzukehren.
Da sagte die Milchkanne leise zur Kaffeekanne: „Wir müssen es jetzt gestehen, sonst hat die arme Köchin den Schaden zu bezahlen.“
„Ei was“, erwiderte die Kaffeekanne, „die Köchin hat oft genug genascht und hat gesagt, die Katze sei es gewesen, und die hat unschuldig Schläge bekommen; nun mag sie einmal die Strafe für die Katze leiden.“

Als die Köchin die Scherben zusammengekehrt hatte und sich wieder in die Höhe richtete, traf ihr Blick zufällig auf die Kannen, und war es nun wirklich so, oder flirrte es ihr vor den Augen vom langen Bücken, aber sie glaubte es ganz deutlich zu sehen, wie der Schlangenkopf am langen Schnabel der Kaffeekanne sich bewegte. Sie dachte an ihren wunderlichen Traum und wollte eben auf den Tisch steigen, um sich die Kannen noch einmal recht in der Nähe zu besehen, als die Hausfrau klingelte und sie dadurch zu sich rief, um mit ihr allerhand zu besprechen wegen des morgigen Mittagessens und der Gäste, welche erwartet wurden.

Die Köchin bekam allerlei Aufträge und vergaß darüber gänzlich ihren Traum und die wunderlichen Kannen, ja als des anderen Tages die Hausfrau nach aufgehobener Tafel eilig den Kaffee verlangte, war die Köchin so in der Hast, dass sie Kaffee und Sahne in die Kannen goss, ohne vorher hineinzusehen.
Da blieb denn Braten und Wurst darin und Kaffee und Sahne nahmen einen Geschmack davon an.

Die Hausfrau schenkte den Kaffee ein, die Gäste langten zu, aber jede setzte alsbald still die Tasse wieder hin, ohne zu trinken. „Warum trinken Sie denn nicht?“ fragte die Hausfrau die Gäste.
Jeder aber hatte eine Entschuldigung; dem einen war der Kaffee noch zu heiß, dem anderen war er zu stark, dem dritten war er vom Arzt verboten.
Zuletzt schenkte die Frau ihrem kleinen Töchterchen ein; die schnitt bald ein garstiges Gesichtchen und sagte: „Pfui Mama, wie schmeckt denn der Kaffee?“
Da ward die Frau aufmerksam und kostete Kaffee und Sahne und bekam keinen geringen Schreck über das Getränk, das sie ihren Gästen vorgesetzt hatte. Zornig lief sie mit den Kannen in die Küche und die Köchin bekam eine tüchtige Lektion, dass sie so schlechten Kaffee gemacht, oder vielmehr, dass sie die Kannen nicht reinlich halte, dass der Kaffee davon übel schmeckte.

Die Köchin hingegen beschwor es so hoch und teuer, dass sie noch gestern die Kannen mit brühend heißem Wasser ausgewaschen, und sie seien gewiss ganz rein gewesen. Die Hausfrau aber ward ganz aufgebracht und drohte die Köchin fortzuschicken, wenn sie sich noch länger verantworte, denn es sei ja doch ihre Schuld, dass der Kaffee schlecht sei.

Während nun die Frau in die Speisekammer ging, um neuen Kaffee zum Kochen herauszugeben, und die Köchin noch ganz verblüfft dastand und sich es nicht erklären konnte, warum der Kaffee schlecht sei, flüsterte die Milchkanne der Kaffeekanne zu: „Nun müssen wir es doch sagen!“
„Ich glaube gar“, antwortete die, „hat uns auch diesmal die Köchin rein gewaschen, hat sie es doch oft genug nicht getan; da bekommt sie heute nur die Schelte für früheres Unrecht.“
Die Köchin hatte zwar nichts gehört von der leisen Rede der beiden Kannen, aber als sie an Kaffee und Sahne roch, fiel ihr sogleich ihr gestriger Traum wieder ein, denn eines roch nach Wildbret, das andere nach Geräuchertem, und als sie nun die Kannen ausgoss und Wurst und Braten darin fand, blieb sie mit den Kannen in der Hand vor Erstaunen wie angewurzelt stehen.

Plötzlich aber wusste sie, woran sie war, und rief die Hausfrau herbei und sagte weinend vor Ärger und Zorn: „Nun sehen Sie! Das kann ich doch nicht gewesen sein, das hat gewiss der Küchenjunge getan, der Schlingel, der hat mir den Schabernack gespielt. Ich habe ihm gestern meinen Traum erzählt,  dass die Kannen sich Braten und Wurst geholt hätten, da hat er selbst Braten und Wurst in die Kannen gesteckt, um mich zu foppen. Ja, ja, Sie können es glaube, er ist es gewesen, der …“

Und die Köchin hob die Faust, als wollte sie dem Jungen zu Leibe gehen, wenn er nur da wäre.
Die Hausfrau rief nun den  Küchenjungen herbei und schalt ihn aus wegen seines albernen Spaßes, den er gemacht; der aber war grob und sagte, er sei es gar nicht gewesen und die Köchin wolle nur ewig etwas auf ihn bringen.
Da gab es einen argen Lärm; die Frau schalt, die Köchin schimpfte, der Junge ward immer gröber, und der Milchkanne ward es angst und bange dabei, und sie sprach zur Kaffeekanne:
„Höre, nun müssen wir gestehen, sonst wird die Sache schlimm.“
Aber die Kaffeekanne erwiderte: „Was geht das uns an? Ist der Junge heute außer Schuld, hat er der Köchin doch oft genug einen Possen gespielt und ist leer ausgegangen; da kann er nun jetzt die Strafe dafür leiden, und die Frau kann die Grobheiten auch einmal hinnehmen, da sie oft den Dienstleuten Unrecht tut in der Hitze.“

Über allem Streiten, Zanken und Lärmen hörte keines die leise Rede der beiden Kannen, und die Köchin, welche das hartnäckige Leugnen des Jungen verdross, ward zuletzt wütend und gab ihm eine tüchtige Ohrfeige, worauf dieser ihr erbost die Kaffeekanne aus der Hand riss und an den Kopf schleuderte, dass ihr alsbald das Blut über das Gesicht lief, die Kanne in Scherben zerbrach und der noch übrige Kaffee der Hausfrau auf ihr neues Kleid spritzte.
Der Junge lief davon, Frau und Köchin schrien ihm Ach und Weh nach; die eine über ihren Kopf, die andere über ihr Kleid.

Als nun die Frau ging, ihr Kleid zu reinigen, und die Köchin in ihrer Kammer sich das Blut abwusch, war es in der Küche so still, als wäre gar nichts vorgefallen, und der alte Fleischtopf, der wieder am Feuer stand und brodelte, hob  langsam seine Blechstürze in die Höhe, blies Wolken von Dampf von sich und sagte zur Milchkanne: „Ich habe es doch vorhergesagt, aus der Unordnung kommt nichts Gutes.“

„Nun“, sagte die Milchkanne, „sie hatten es ja doch alle verdient, was sie betroffen hat, wenn auch nicht gerade heute; das ist aber einerlei.“
„Wirst auch noch deine Strafe bekommen, wenn auch nicht gerade heute, das ist aber einerlei“, brodelte der alte Fleischtopf.

Und es dauerte auch wirklich nicht lange, da kam die Köchin mit verbundenem Kopfe, stellte sich ans Aufwaschfass und fing an aufzuwaschen und nahm die Milchkanne und scheuerte sie mit Sand und Seife aus, dass es ihr weh tat. Sie bekam nun längere Zeit nicht einmal mehr Milch, denn sooft die Köchin welche hineingoss, nahm sie einen unangenehmen Rauchgeschmack an, und die Köchin nahm die Kanne abermals und scheuerte sie, dass sie ächzte und quietschte.

Diese Geschichte erzählte der alte Fleischtopf, wenn er so still über dem Feuer brodelte, allen Kannen, welche später noch in die Küche kamen, zur wohlgemeinten Warnung, sich nichts gelüsten zu lassen, was ihnen nicht zukäme.
Wahrscheinlich haben sich es alle zu Herzen genommen, wenigstens hat man nie wieder gehört, dass eine Kaffeekanne nach Braten oder eine Milchkanne nach Wurst gegangen wäre

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Weihnachtswoche ~ Donnerstag - nur noch drei Mal schlafen ☺



Süßer die Glocken nie klingen

Süßer die Glocken nie klingen
als zu der Weihnachtszeit:
S'ist als ob Engelein singen
wieder von Frieden und Freud'.
Wie sie gesungen in seliger Nacht,
wie sie gesungen in seliger Nacht,
Glocken mit heiligem Klang,
Klinget die Erde entlang!

O, wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört:
Tut sich vom Himmel dann schwingen
eilig hernieder zur Erd'.
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind,
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind,
Glocken mit heiligem Klang,
Klinget die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit,
daß sich erfreuen doch allle
seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang!
Alle aufjauchzen mit herrlichem Sang!
Glocken mit heiligem Klang,
Klinget die Erde entlang!

Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816 - 1890)




Mittwoch, 20. Dezember 2017

"Jasmin - Zeit der Träume" ~ Annette Hennig [Rezension]

Annette Hennig
Jasmin – Zeit der Träume
Taschenbuch: 380 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (7. November 2017)
 Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503946819
ISBN-13: 978-1503946811
€ 9,99

© Cover - Info -
Homepage der Autorin

- Blütentrilogie -

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 Eine junge Frau, ein großer Traum und ein altes Geschenk, 
kostbarer als jeder Schatz.
 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

Jasmin hat einen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden. Doch ihre Mutter ist der Meinung, sie sollte lieber studieren. In der Familienvilla auf Rügen lebt die Familie, nachdem die von Langenbergs wieder in den Besitz gekommen und sie aufwendig renoviert hatten. Als Jasmin zu ihrem 18. Geburtstag 2010 etliche Kisten von ihrer Uma Flora, der Urgroßmutter, geschenkt bekam, war sie wie im Fieber. Unfassbar, dass all diese Kisten unbemerkt auf dem Dachboden gestanden hatten. Sie enthielten alte Aufzeichnungen der Ururgroßmutter Isolde, die einst in dieser Villa residierte. Tagebücher, Briefe, Stoff genug, um aus der Familiengeschichte der von Langenbergs einen Roman zu schreiben.
In ihrem Abschlussband der Blütentrilogie "Jasmin - Zeit der Träume" erzählt Annette Hennig auf eine sehr spannende und fesselnde Art, wie Jasmin ihren Wunsch verwirklichen kann. Das Uma Flora weitsichtig den Verlegersohn Clemens Meerbusch engagiert hat, der Jasmin helfen soll, erweist sich als Glücksgriff. Nicht nur für den Roman, sondern auch für Jasmin♥ Denn so einen Roman zu schreiben, wo fängt man an, was darf alles an persönlichen mit hinein, muss genau überdacht werden. Jasmin wird von Clemens ausgebremst, denn sie muss lernen, nicht zu forsch und überaktiv den Weg zu beschreiten.
Es ist hervorzuheben, dass hier der Leser einen intensiven Einblick bekommt, wie wird ein Roman geschrieben. Auch das nötige Wissen zur Vermarktung gehört dazu.
Während Jasmin und Clemens in die Dokumente eintauchen, um einen Leitfaden zu erstellen, sie sich auf eine mehr als spannende als auch tragische Reise in die Vergangenheit begeben, werden viele Fragen beantwortet, die sich dem Leser nach den ersten beiden Bänden stellten. Ein altes Familiengeheimnis wird endlich enthüllt.

Die Autorin Annette Hennig erzählt die Geschichte derer von Langenberg in verschiedenen Zeitebenen. Es ist aber von Vorteil, wenn man die ersten zwei Bände ebenfalls gelesen hat, um zu verstehen, was es mit der Familie, den einzelnen Personen auf sich hat. Im Kopf geblieben ist mir Flora von Langenberg, aber ich muss dazu sagen, sie war mir nicht immer angenehm. Doch in diesem Band macht sie das alles wieder gut. Mit über 90 Jahren hat sie es endlich geschafft, was ihr Bestreben war. Sie wurde geliebt.

"Jasmin - Zeit der Träume" ist eine Lesereise, in der man die Veränderungen der einzelnen Charaktere aufgezeigt bekommt. Ich lese sehr gern Familiengeschichten, die Geheimnisse enthalten, Vergangenheit und Gegenwart gut miteinander verknüpft sind. Dieses Buch hat dies alles - und noch viel mehr. Ich befand mich beim Lesen wieder einmal direkt vor Ort, konnte mir durch die sehr guten Beschreibungen alles bildhaft vorstellen.

Das Buch gefällt nicht nur vom Cover her, sondern auch inhaltsmäßig! Leider oder auch schade, denn es ist eine wirklich super tolle Trilogie. Ich kann auch dieses Buch, bzw. die gesamte Trilogie von Herzen empfehlen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

»Jasmin – Zeit der Träume« ist der letzte Band der großen Blütenträume-Saga um vier Generationen von Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Eine junge Frau, ein großer Traum und ein altes Geschenk, kostbarer als jeder Schatz.
An ihrem achtzehnten Geburtstag erhält Jasmin ein besonderes Geschenk: mehrere verschollen geglaubte Kisten aus dem Nachlass ihrer Ururgroßmutter Isolde, die bis zu diesem Tag auf dem Dachboden der alten Villa am Ostseestrand schlummerten.
Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie alte Briefe und Tagebücher darin findet, die sie der Verwirklichung ihres großen Traums näher bringen: Sie möchte Schriftstellerin werden und die Familiengeschichte der von Langenbergs soll ihr als Romanvorlage dienen.
Als sie immer tiefer in die Vergangenheit ihrer Familie eintaucht, offenbart sich ihr ein Geheimnis, das größer und schmerzvoller nicht sein könnte. Die bis zu diesem Tag bedingungslose Liebe zu ihrer Urgroßmutter Flora gerät ins Wanken. Doch Gräfin Flora von Langenberg überlässt wie immer nichts dem Zufall und lädt den attraktiven Verlegersohn Clemens Meerbusch in die Villa an der Ostsee ein. Wird er Jasmin dabei helfen, ihren Traum zu erfüllen?

Annette Hennig ist eine deutsche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in Thüringen.
Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau, studierte danach Betriebswirtschaft und arbeitete viele Jahre im erlernten Beruf.
Seit nunmehr zwanzig Jahren geht sie einer selbständigen Tätigkeit nach, welche ihr Freiraum für das Schreiben lässt.
In ihrer Freizeit verreist sie gern, liest viel und liebt es im Garten zu entspannen. Hier findet sie Ruhe und Muße für neue Romanideen.
Ihr Debütroman "Agnes Geheimnis" ist der Auftakt zu der Trilogie "Und immer war es Liebe".

Mehr über die Autorin und ihre Bücher auch auf: www.annettehennig.de


Eine Entscheidung kann vieles verändern.

Wunderschön und berührend.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Weihnachtswoche ~ Dienstag - nur noch fünf Mal schlafen ☺



Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab´s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht´ ich auf aus meinem Traum.
und dunkel war´s um mich:
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find´ ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
„Du darfst nur artig sein;
dann steh´ ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der Heil´ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.

(Hoffmann von Fallersleben, 1798-1872)


Montag, 18. Dezember 2017

Weihnachtswoche ~ Montag - nur noch sechs Mal schlafen ☺


Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke)

Spruch der Woche ☼



Das Glück sieht klein aus,
wenn man es in Händen hält,
aber lass es ziehen, und du siehst,
wie groß und wie kostbar es ist.
Maxim Gorki

Samstag, 16. Dezember 2017

"Das Glück an Regentagen" ~ Marissa Stapley [Rezension]

Marissa Stapley
Das Glück an Regentagen
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (7. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499291703
ISBN-13: 978-3499291708
Originaltitel: Things to do when it´s raining
€ 14,99
Katharina Naumann (Übersetzer)

© Cover - Info - VERLAG






Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören,
kann die Wahrheit sie wieder heilen?

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang:
Virginia hat den Regen von jeher geliebt. Sie versteckt sich vor ihm niemals im Haus.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

Ein magisch-zauberhaftes Cover, ein ansprechender Buchtitel als auch der Klappentext, der von Liebe und Verlust spricht,  ausschlaggebend dafür, dass ich "Das Glück an Regentagen" lesen wollte.
Die Geschichte handelt von Mae, die in New York lebt und arbeitet. Jahrelang ist sie dort glücklich, auch in ihrer Beziehung zu Peter, mit dem sie zusammen arbeitet. Doch dann bricht von einem Tag zum anderen das Kartenhaus zusammen. Peter verschwindet, ohne seinen Hund, und Mae muss sich unangenehmen Fragen der Polizei stellen. Letztendlich hält sie den Druck nicht mehr aus und kehrt heim in ihre Heimat. Dort im Summer's Inn leben ihre Großeltern. Nur auch hier ist es nicht mehr so wie sie es kannte. Der Großvater war ausgezogen und die Großmutter litt anscheinend an zunehmender Demenz. Was geblieben ist, das war die Liste ihrer Mom, was man an Regentagen für wunderbare Dinge machen kann.
Diese einzelnen Zitate stehen über jedem Kapitel und stimmen den Leser auf den kommenden Teil ein.
"Tu etwas, irgendetwas, das du noch nie gemacht hast."
Zitat S. 135

Hier in Alexandria Bay hofft Mae zu sich selbst zu kommen, hoffend, wie es weiter gehen soll. Erinnerungen werden wach. Hier hatte sie als Kind ihre Eltern verloren und war bei den Großeltern aufgewachsen. Hier hatte sie auch ihre erste Liebe - Gabe - gefunden - und verloren.
Zehn Jahre sind vergangen, als Mae die Heimat verließ. Zehn lange Jahre, in denen sich im Leben auch ihrer Lieben so vieles geändert hat. Und gerade jetzt kehrt auch Gabe wieder zurück nach Alexandria Bay.

Marissa Stapley kannte ich als Autorin noch nicht. Ihr Roman hat mich von Beginn an gepackt, denn es steckt sehr viel emotionale Tiefe in ihr. Ebenso die Wortwahl, wie auch der Schreibstil von Marissa Stapley. In unserem Leben geschehen oft Dinge, die wir nicht erklären können. Einschneidende Veränderungen, Wunden, die nicht heilen wollen, kein leichter Weg. Es zeigt auf, wie das Leben ansich ist und was wir selbst dazu beitragen können. Gerade die Beschreibung einer Liebe zwischen zwei Menschen, sie haben eine berührende Qualität. Ein Roman, in dem ein Hauch von Happy End mit schwingt, ein Familiengeheimnis, Tragik und so manches ist doch undurchschaubar, das Buch hat mich sehr fasziniert.

"Das Glück an Regentagen", leider zeigt die kurze Inhaltsangabe nicht auf, welches Juwel sich hier verbirgt. Es ist vielschichtig, getragen durch die Rückblenden in die Vergangenheit. Der Roman berührt durch eine hohe Qualität, man muss hinter die Zeilen schauen.
Vor allem - es ist kein Buch für mal eben Zwischendurch.

Verdienter Platz auf meiner TOPTEN-Liste 2017.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

"Bei einem Fluss ist das Wasser, das man berührt,
das letzte von dem, was vorübergeströmt ist,
und das erste von dem, was kommt. So ist es auch
mit der Gegenwart."

Leonardo da Vinci
(Zitat Buch)

Wenn Geheimnisse eine Liebe zerstören, kann die Wahrheit sie wieder heilen?
Tausend Inseln unter einem Himmel voller Tropfen. Das ist Maes Heimat, ein kleiner Ort am St. Lorenz Strom. Hier in Alexandria Bay hat Mae nicht nur als Kind ihre Eltern verloren, sondern auch ihre erste große Liebe Gabe. Eines Tages war er einfach verschwunden. Und so ist auch sie gegangen.
Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabes Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?


Marissa Stapley hat als Zeitschriftenredakteurin gearbeitet und kreatives Schreiben unterrichtet, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte - in Kanada auf Anhieb ein Bestseller. Sie rezensiert Romane für die Zeitung Globe & Mail und berichtet im Toronto Star über Bücher und Kulturereignisse. Marissa Stapley lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Toronto.

Ein stiller, gefühlvoller Roman  - ein Juwel

Herzlichen Dank an den Rowohl Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Warum ich in diesem Jahr (fast) keine Weihnachtspost verschicke …



Es gibt Momente im Leben, da sucht man Stille, Geborgenheit, Schutz. Man möchte sich verstecken, vor allem, den Kopf in den Sand stecken. Doch oft ist uns das nicht möglich. Und schon gar nicht, wenn es darum geht, einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg zu begleiten.

Mein Entschluss, in diesem Jahr so gut wie gar keine Weihnachtspost, kleine Überraschungen zu verschicken, hat einen Hintergrund. Nicht persönlich, aber in direkter Nachbarschaft. Wenn man einen Menschen über 20 Jahre kennt, okay das ist nicht der richtige Ausdruck dafür; aber man pflegt Nachbarschaft, hilft sich, wie es eben so geht.

Gerade zu Weihnachten ist die Spendenbereitschaft besonders groß. Jeder wie er kann, versucht eine Sache zu unterstützen.  Hospiz, wer das Wort hört, denkt natürlich an den Tod. Aber was genau erwartet dort den Menschen auf seinem letzten Weg. Das und vieles mehr, habe ich im Nachhinein erfahren. Denn es verändert sich ja nicht nur für den Schwerkranken etwas, sondern auch der Alltag für die Angehörige.
Es bedarf qualifizierter medizinischer und pflegerische Betreuung, ein Rundum-Wohlfühl-Paket würde ich sagen.

Jeder Tag ist kostbar.
Jeder Moment ist kostbar.
Jede Minute ist kostbar.


Auch wenn die Arbeit zu großen Teilen durch die Krankenkassen finanziert werden, es bedarf immer noch etwas mehr, um den hohen Anspruch, den so eine Einrichtung an sich selbst stellt.

Von daher geben wir von Herzen gern diese Weihnachtsspende an das "Hospiz zwischen Elbe und Weser".
Es ist eine kleine Insel,  es ist die Erinnerung, die bleiben, es sind die Geschichten, die ein Gesicht haben.
Vertraue - denn du selbst bist deine kleine Insel auf dieser Welt.

Und allen, die normalerweise eine Weihnachtskarte von mir erhalten, seht es mir nach. Ich kann nur eine Sache "bedienen".


*♥☆♥*''*•.¸☆DANKESCHÖN☆¸.•*''*♥☆♥*


Mittwoch, 13. Dezember 2017

Waiting on Wednesday ~ # 21/2017


Aktion "Waiting on Wednesday"
Heute möchte ich euch auf das Buch von Armando Lucas Correa aufmerksam machen. Es erscheint am 21. Dezember 2017.
 im Bastei Lübbe Verlag. Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? Es beginnt 1939 in Berlin ... Der Klappentext hat mich angesprochen, da ich in diesem Jahr schon einiges in der Richtung gelesen habe. also ein Must-Read

Armando Lucas Correa
Das Erbe der Rosenthals

1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen.
2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe ...

Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? Einfühlsam und sprachgewaltig erzählt Armando Lucas Correa die Geschichte zweier Mädchen, die zwei Kontinente und mehr als sechs Jahrzehnte trennen, die aber so vieles verbindet: die Liebe zu ihren Vätern, ihr Überlebenswille, die Hoffnung.


Was heißt das nun "Waiting on Wednesday?" -
diese Aktionwurde  von "Breaking the Spine" ins Leben gerufen.
Es geht darum, dass jede Woche Mittwochs ein Buch vorgestellt wird, auf das man wartet, ob sehnsüchtig oder einfach eben so, weil man es lesen möchte.



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Dienstag, 12. Dezember 2017

Gemeinsam Lesen # 06

Aktion

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von SchlunzenBücher. Hierbei wird immer das Buch vorgestellt, welches man aktuell liest. Dazu gibt es dann drei immer wiederkehrende Fragen und eine vierte, die wechselt.

I

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Bevor die Stadt erwacht - 
von Kerstin Hohlfeld
Ich bin auf Seite 75
(Vorsicht, das Buch macht süchtig, es in einem Rutsch zu lesen)


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2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
... eine Chance gegeben und sie als Aushilfe zum Einräumen der Waren angestellt hatte.
Von da an war Elias morgens um Viertel vor 6 Uhr, wenn der Kindergarten öffnete, das erste Kind gewesen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Das Buch lag schon länger auf meiner Wunschliste. Die Autorin  kenne ich von etlichen anderen Büchern. Der Klappentext war ansprechend und dann spielt die Geschichte auch noch in Berlin, was will man mehr. Also Geburtstagsgutschein eingelöst und gekauft.

Einmal angefangen, möchte man es in einem Rutsch lesen, so schön ist die Geschichte geschrieben. Eine alleinerziehende Mutter, ein eigenbrötlerischer Komponist, ein Brief an den Weihnachtsmann, der irrtümlich nicht dort landet... aber da ist noch mehr. Lest selbst

4.Zu welchem Buch hast du deine erste Rezension verfasst?
(Moni)

Das war
Der Duft von Schokolade von Ewald Arenz

Ich zitiere aus meiner Rezension:
Ewald Arenz hat mit diesem Buch, mit seiner flüssigen, nicht stockenden Schreibweise, dem Leser eine Verführung zu etwas Außergewöhnlichem veröffentlicht, man mag es eigentlich nicht aus der Hand legen. Aus Worten werden Bilder, aus Worten kann aber auch ein guter Lesestoff entstehen. Wie schon zuvor geschrieben: Es bleibt die Sehnsucht nach mehr. Und das ist bei diesem Buch so: Eine Verführung und ein Genuß für die Seele.
Wenn man offen ist für Träume, Wünsche, Gefühle und sich dem Ganzen hingibt, dann vergleicht man das Buch mit einer ganz speziellen Schokolade, die nur für den Leser kreiert wurde.


Ein  großartiger Autor, ein Roman, den ich gern gelesen habe und der zu meinen Buchschätzen gehört. Und nein, es gibt nichts, was ich an dieser Lesemeinung verändern würde. Es ist und bleibt die erste Rezension und darauf bin ich stolz.



Wie würde eure Antwort zur Frage 4 lauten? Wenn Ihr keine Rückantwort erhaltet, nicht ärgern ☺ ich komme auf Gegenbesuch!

♥-liche Grüße Hanne 

Montag, 11. Dezember 2017

Spruch der Woche ☼



Genieße froh die Gaben der
gegenwärtigen Stunden und
lass das Unangenehme beiseite.
(Horaz)

Sonntag, 10. Dezember 2017

Wow ~ ♥-lichen DANK ♥ ̲̲5̲̲0̲̲0̲̲.̲̲0̲̲0̲̲0̲̲ ~ eine fantastische Zahl




 Wo fängt man an, wo hört man auf?! Wenn man sich freut, dass so viele meinen Blog seit Bestehen aufgerufen haben, ist dies wirklich eine fantastische Zahl.
Oder auch magisch? Manch einer mag jetzt denken, okay schön, aber es gibt Blogs, die auch schon so lange wie meiner bestehen und zig Tausende mehr aufweisen können. Das ist mir ziemlich egal. Was ich leider in den vergangenen Jahren feststellen musste, dass die Freude auch unter Blogposts zu kommentieren, sehr nachgelassen hat. Aber gerade dadurch lebt ein Blog. FB, Instagram, Twitter o. a. ist nicht alles. Aber das ist meine persönliche Meinung.
Ich habe diese Seitenaufrufe auch nicht durch zig Gewinnspiele, Verlosungen oder anderes erreicht. An manchen Tagen hatte ich einen enormen Besucherstrom auf dem Blog, dann wiederum nicht. Doch im Endeffekt ist und bleibt mein Blog ein rein privates Hobby. Es darf nicht sein, dass das andere Leben so an uns vorbeirauscht, nur weil man immer nur den Blick aufs Handy, Tablet gerichtet hat, es könnte ja jemand etwas gepostet haben - und ich verpasse es.
Mag sein, gerade weil ich zu der älteren Generation der Blogger gehöre, dass ich so denke. Mag aber auch nicht sein. Jeder so wie er es möchte.



Ja, da war ich etwas zu langsam mit meinem Foto.....

„Schenken heißt, einem anderen das geben,
was man selber gern behalten möchte.“

♥ Lass dich überraschen ♥

Für mich stand schon seit längerer Zeit fest, dass ich zu diesem Anlass etwas verschenken möchte. An wen?
Hmmm … an jemanden, der hier kommentiert? Oder jemand aus meiner Followerliste?

Spätestens am kommenden Mittwoch werde ich die Antwort wissen☺.
So wird die Überraschung noch rechtzeitig zu Weihnachten bei dem Gewinner sein.

Habt einen schönen 2. Advent.

 
(っ◔◡◔)っ ♥ Hanne ♥

Samstag, 9. Dezember 2017

Bloggeraktion || Retro-Rezi #1

Hufies Lesestall
Jeden Samstag findet auf dem Blog "Hufies Lesestall" die Aktion

"RETRO-REZI"

statt. 

Ich hatte letzte Woche davon erstmals gelesen und nehme heute gern daran teil.
Worum geht es bei dieser Aktion?
Viele von euch haben ja schon über Jahre ihren Blog, so auch ich. Im Januar werden es schon sieben Jahre ☺
Schließt euch an und taucht ein in eure Blogvergangenheit, euren Rezis von vor vielen Jahren.
Erinnerungen an ein Buch, an das geschriebene Wort - das wird bestimmt eine tolle Reise.

Bei mir geht es heute zurück in das Jahr 2012 - und zwar den Monat Januar. 

In Liebe, Brooklyn  ~ von Lisa Schroeder

Dieses Buch, die Geschichte - ich brauch nur auf das Cover schauen, und es ist gleich wieder alles da. Es hat übrigens auch einen besonderen Platz in einem kleinen Regal, gerade weil es so handlich ist. Ein aus der Norm fallendes Format , DIN A6.
Würde ich meine Lesemeinung anders formulieren? Jein, würde ich sagen. Es spiegelt alles wieder, was man mein Lesen empfindet.
Auch heute würde ich euch dieses Buch sehr ans Herz legen. Es ist ein Lieblingsbuch.
Was ich natürlich nicht mehr mache, die Numerierungen im Titel des Blogposts. Wieso es dazu kam, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Über eure Meinung, falls ihr es ebenfalls gelesen habt, und auch so würde ich mich sehr freuen.
✿¸.•❤•.❀• [̲̲̅̅H̲̲̅̅a̲̲̅̅n̲̲̅̅n̲̲̅̅e̲̲̅̅]

Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension || So was passiert nur Idioten wie uns ~ Sabine Schoder

Sabine Schoder
So was passiert nur Idioten wie uns
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch;
Auflage: 1 (21. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3733504283
ISBN-13: 978-3733504281
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
€ 12,99

© Cover - Info -VERLAG







Setzt er alles, was sie hatten,
einfach so aufs Spiel?

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

Die Autorin Sabine Schoder hat mit "So was passiert nur Idioten wie uns" eine Fortsetzung um Viki und Jay geschrieben. Bevor ich diesen Band lesen konnte, habe ich mir erst einmal "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" aus der Bücherei geholt. Ich war irrtümlich davon ausgegangen, das Buch schon gelesen zu haben.
Die Geschichte wird abwechselnd von den einzelnen Charakteren erzählt. Neben den Hauptprotagonisten Viki und Jay sind es Mel und Dave, starke Freunde, mit einzelnen Kapiteln vertreten. Da die Kapitel fast ausschließlich nur über wenige Seiten gehen, lässt sich das ganze ziemlich flüssig und schnell lesen.
In diesem Band geht es ungefähr drei Jahre nach dem Vorläufer weiter. Umso interessanter wissen zu wollen, wie es sich zwischen ihnen so weiterentwickelt hat. Was sich schnell herausstellt ist, wie wichtig Freunde sind. So wie hier Mel und Viki, Jay und Dave ...
Auf jeden Fall sind es abwechslungs- und emotionsreiche Lesestunden. Angesichts ihres Schreibstils, der wirklich toll ist, muss man die Geschichte mögen. Zumal ich halt auch wissen wollte, wie die Autorin die Story um Viki und Jay weiterentwickelt hat.
Es ist schon interessant und lesenswert und irgendwie fiebert man teils ein Stück mit jedem Protagonisten mit. Auch wenn es scheint, das alles einfach nicht so einfach ist.
Der Titel passt ebenso wie das Cover. Es ist ein Jugendbuch, was mir durch die Sprache, die Handlung gefallen hat. Die Charakteren sind allesamt gut geschrieben, so dass sie mir schon sympathisch waren.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann nur empfehlen, beide Bücher - falls jemand den ersten Band noch nicht kennt - zu lesen.
Am Ende alles gut?! Lest selbst.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Zitat S. 364
Sein Gesicht neigt sich zu mir herab, und meine Augen schließen sich von selbst. Ich habe ihn so oft berührt, tausendmal in den vergangenen Jahren, dennoch rauscht seine Nähe mit einem Kribbeln durch meine Brust und sinkt glühend in meinen Magen, Vielleicht, weil ich ihn nie für selbstverständlich genommen habe.


Viki und Jay sind das absolute Traumpaar, das auch nach Monaten noch auf Wolke sieben schwebt. Endlich ist alles gut, endlich hat Viki jemanden gefunden, dem sie vertrauen kann, der ohne Wenn und Aber zu ihr steht. Doch dann findet Viki heraus, dass Jay sich nachmittags heimlich duscht. Das tut doch nur jemand, der etwas zu verbergen hat. Oder?
Da ist etwas, das Jay ihr verschweigt. Etwas, das sich eiskalt in Vikis Herz bohrt.
Setzt er alles, was sie hatten, einfach so aufs Spiel?

SABINE SCHODER, Jahrgang 1982, hat Graphikdesign in Wien studiert und sich dort Hals über kopf verliebt. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Vorarlberg und widmet sich nach dem Erfolg ihres Jugendromans ›Liebe ist was für Idioten. Wie mich.‹ hauptberuflich dem Schreiben.

*Eine gute Fortsetzung der Geschichte um Viki und Jay*

Herzlichen Dank an Fischer KJB Verlag  für das Leseexemplar.
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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Rezension || Weihnachtsbuchtipp || Ein Stück vom Winterglück ~ Abby Clements

Abby Clements
Ein Stück vom Winterglück
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956497732
ISBN-13: 978-3956497735
Originaltitel: The Winter Wedding
€ 9,99
Sabine Schilasky (Übersetzer)

© Cover - Info - VERLAG








Nimm dir ein Stück vom Glück!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

Hazel und Lia, Zwillingsschwestern, vor 29 Jahren kamen sie in dem kleinen Ord Bidcombe zur Welt. Mit 18 zogen sie von zuhause aus und gingen nach London. Lila besuchte dort die Ballettschule, Hazel studierte Bühnenbild. Zusammen bewohnten sie eine kleine Wohnung in ostlondon. Zu ihrer Wohngemeinschaft gehörte auch Pablo, ein Kater. Hazel hatte ihn mitgebracht. London war teuer und so war es ein Glück, dass Hazel nach einem Praktium bei einer Fernsehproduktion dort eine Festanstellung bekam. Lila tanzte derweil für Rollen vor. Dann tritt Ollie in Lilas - und auch Hazels - Leben. Lila zieht zu Ollie und nun muss Hazel alle Kosten allein stemmen. Sie hat es nicht einfach in ihrem Job, doch sie ist beliebt und schafft wahre Kunststücke mit ihren Bühnenbildern. Ihre Chefin Emma nutzt sie aus und bei einer ihr zugesgten Beförderung wird sie übergangen. Den Job bekommt ein Außenstehender, zusammen mit seiner Assistentin Amber. Nach einer Zeit zieht diese zu Hazel in die Wohnung, was sich später als Glücksfall erweisen wird.

Das Cover ist winterlich gestaltet und auch der Klappentext ansprechend Erzählt wird die Story in der Ich-Perspektive von Hazel. Die Geschichte ist schon berührend, tiefgründig. Abby Clements nimmt den leser mit in die Gedankenwelt der Charaktere, so dass schon eine gewisse Vertrautheit entsteht. Dass Zwillinge stark miteinander verbunden sind, ist bekannt. Es war aber auch gut zu lesen, wie Amber und Hazel sich anfreunden und zu einem Team werden. Hier ist der englische Titel "The Winter Wedding" aussagekräftig, was noch so alles passiert. Auch Lilas Probleme, ihre Ängste, die bevorstehende Hochzeit, ist authentisch dargestellt.

Die Autorin schafft durch ihre angenehme Erzählweise, die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Ebenso gefallen hat mir die Entwicklung zwischen gewissen Charakteren.
"Ein Stück vom Winterglück" beschreibt Höhen und Tiefen des Lebens, des Alltags, Verbundenheit, aber auch die Freude und das Ja mutig zu sein. Insofern ein schöner und unterhaltsamer winter-weihnachtlicher Liebesroman, eben passend zur Jahreszeit.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Abby Clements arbeitete im Verlagswesen, ehe sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In den Wintermonaten macht sie es sich am liebsten mit einer heißen Schokolade und Lebkuchen auf der Couch gemütlich. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie im Norden von London.

Neunundzwanzig Jahre lang waren Hazel und ihre Zwillingsschwester Lila unzertrennlich. Doch nun stehen Veränderungen ins Haus: Lila heiratet – und zieht aus dem gemeinsamen Londoner Apartment aus! Bei Hazel dagegen lässt das Glück noch auf sich warten. Bei ihrem Traummann ist sie abgeblitzt und ihre Chefin legt ihr permanent Steine in den Weg. Aber anscheinend hat das Leben noch etwas anderes für sie geplant – im Job wie in der Liebe.


Romantisch, gefühlvoll, unterhaltsam

Herzlichen Dank an Harper Collins MIRA TB  für das Leseexemplar.
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Montag, 4. Dezember 2017

Spruch der Woche ☼

Zwei Augen hat die Seele:
eins schaut in die Zeit.
Das andere richtet sich hin
in die Ewigkeit.
Angelus Silesius

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension || Weihnachtsbuchtipp || Sternenwinternacht ~ Karen Swan

Karen Swan
Sternenwinternacht
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248670X
ISBN-13: 978-3442486700
Originaltitel: Christmas Under the Stars
Gertrud Wittich (Übersetzer)
€ 10,00

© Cover - Info - VERLAG







Kann man sich in jemanden verlieben,
von dem man nur die Stimme kennt?


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

Karen Swan entführt uns mit ihrem neuesten Roman "Sternenwinternacht" in die Rocky Mountains. Dort leben Mitch und Meg in einer Blockhütte, die sie beide lieben. Es war Mitte März und in etwas über zwei Wochen wollen die beiden heiraten. Sie sind begeisterte Snowboarder. Nun aber saßen sie fest, denn ein schlimmer Schneesturm hatte sie von der Außenwelt abgeschnitten. Im Ort selbst, Banff, gab es die Anordnung, jedermann sollte zuhause bleiben. Dann, am 25. März, passiert ein Unglück. Touristen wurden als vermißt gemeldet. Mitch macht sich auf die Suche. Als er nach einer vereinbarten Zeit nicht wiederkommt, ist Meg alarmiert. Doch es geht nur das Funkgerät und so setzt sie einen Hilferuf ab. Dieser wird von einem ihr Unbekannten gehört. Jonas Solberg ist in der Raumstation, nur das konnte Meg nicht wissen. Immer wieder gab es Verbindungsschwierigkeiten. Meg und Jonas, beide verbindet etwas, das spürt man. Ihre Gespräche bzw. schriftliche Kommunikation ist sehr einfühlsam geschrieben, auch wenn sie sich nicht persönlich kennen.

Die Geschichte hat mich von Beginn an auf eine gewisse Art gefesselt und es war nicht einfach, hin und wieder mal eine Lesepause einzulegen☺ Auch wenn das Buch über 600 Seiten hat, es war an keiner Stelle langweilig.  Es beginnt im März d. J. und endet mit Kapitel 36 zu Weihnachten. Ein Ende mit neuem Anfang, denn es könnte meiner Meinung nach eine Fortsetzung geben.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und fast alle sympathisch. Es gibt eine, die mir schon zu Beginn suspekt erschien. Das ganze Verhalten und die Gespräche, sehr auffällig. Ausführlicher geht nicht, sonst müsste ich spoilern. Es gehört halt zu einer guten Story, Charaktere mit Fehlern und Problemen. Die Geschichte ist lebendig geschrieben, der Schreibstil gefühlvoll, liebenswert.

"Sternenwinternacht" ist ein Buch, das berührt, das aber Hoffnung und Glaube an einen Neuanfang geben kann - wenn man sich darauf einlässt. Das Cover ist traumhaft. Ebenfalls der Prägedruck des Weihnachtsbaums und der Titel. Wenn man mit den Fingern darüber streicht, die Augen schließt, fühlt an sich an einen ganz anderen Ort versetzt. Überhaupt, alles sehr romantisch. Genau mein Geschmack.
"Sternenwinternacht" ist eine wirklich besondere Geschichte, passend zur Jahreszeit, meine Leseempfehlung.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4,5 Lesegenuss-Bücher  Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Zitat  S. 46
Es war nur ein kleines Leben, das wusste sie.
Aber eine umso größere Liebe.


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt und arbeitet in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet. Doch kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.
Mehr zur Autorin und ihren Büchern finden sie unter www.karenswan.com

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Der Zauber einer Sternenwinternacht

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag  für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung